Man in the Light of
Occultism, Theosophy and Philosophy
GA 137
4 June 1912, Oslo
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Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie, 5th ed.
Zweiter Vortrag
Zweiter Vortrag
[ 1 ] Das erste, was notwendig ist, damit wir den Menschen nach den drei Gesichtspunkten, nach dem okkulten, dem theosophischen und dem philosophischen Gesichtspunkt betrachten können, wird sein, daß wir von dem okkulten Gesichtspunkte sprechen; und es wird sich empfehlen, heute zunächst von diesem okkulten Gesichtspunkte so zu sprechen, daß geschildert wird, wie in allem bisherigen Leben der Menschheitsentwickelung der eine oder der andere Mensch dazu gekommen ist, sich selbst bis zu diesem okkulten Gesichtspunkte, bis zur okkulten Anschauung der Welt zu erheben.
[ 1 ] Das erste, was notwendig ist, damit wir den Menschen nach den drei Gesichtspunkten, nach dem okkulten, dem theosophischen und dem philosophischen Gesichtspunkt betrachten können, wird sein, daß wir von dem okkulten Gesichtspunkte sprechen; und es wird sich empfehlen, heute zunächst von diesem okkulten Gesichtspunkte so zu sprechen, daß geschildert wird, wie in allem bisherigen Leben der Menschheitsentwickelung der eine oder der andere Mensch dazu gekommen ist, sich selbst bis zu diesem okkulten Gesichtspunkte, bis zur okkulten Anschauung der Welt zu erheben.
[ 2 ] Wir haben es ja schon in dem vorbereitenden einführenden Vortrage gesagt, daß in der verflossenen Menschheitsentwickelung naturgemäß immer nur wenige es waren, welche für reif befunden worden sind, teilnehmen zu dürfen an den Vorgängen der Mysterien, an den Vorgängen der okkulten Lehr- und Erziehungsstätten, die eben den Menschen zur okkulten Anschauung hinaufführten. Von der Entwickelung dieser wenigen also wollen wir zunächst sprechen.
[ 2 ] Wir haben es ja schon in dem vorbereitenden einführenden Vortrage gesagt, daß in der verflossenen Menschheitsentwickelung naturgemäß immer nur wenige es waren, welche für reif befunden worden sind, teilnehmen zu dürfen an den Vorgängen der Mysterien, an den Vorgängen der okkulten Lehr- und Erziehungsstätten, die eben den Menschen zur okkulten Anschauung hinaufführten. Von der Entwickelung dieser wenigen also wollen wir zunächst sprechen.
[ 3 ] Es ist ja auch aus dem Geiste mancher anderer Vorträge, die von mir gehalten worden sind, klar, daß wir gerade jetzt an einem Zeitpunkte stehen, wo durch die Popularisierung des theosophischen Elementes immer mehr und mehr Menschen teilnehmen müssen an dem okkulten Leben, viel mehr als die wenigen, die im Verlaufe der vergangenen Menschheitsentwickelung daran teilgenommen haben. So geht also heute dasjenige, was wir zu betrachten haben, jeden theosophisch Interessierten an, jeden Menschen, der in unserer Zeit fühlt, daß auch das okkulte Wissen, das Wissen von den verborgenen Seiten des Daseins, in der Zukunft in einer gewissen Beziehung eben nicht mehr verborgen bleiben darf, sondern daß es, den Anforderungen der weiterentwickelten Menschheit entsprechend, immer mehr und mehr Verbreitung gewinnen muß.
[ 3 ] Es ist ja auch aus dem Geiste mancher anderer Vorträge, die von mir gehalten worden sind, klar, daß wir gerade jetzt an einem Zeitpunkte stehen, wo durch die Popularisierung des theosophischen Elementes immer mehr und mehr Menschen teilnehmen müssen an dem okkulten Leben, viel mehr als die wenigen, die im Verlaufe der vergangenen Menschheitsentwickelung daran teilgenommen haben. So geht also heute dasjenige, was wir zu betrachten haben, jeden theosophisch Interessierten an, jeden Menschen, der in unserer Zeit fühlt, daß auch das okkulte Wissen, das Wissen von den verborgenen Seiten des Daseins, in der Zukunft in einer gewissen Beziehung eben nicht mehr verborgen bleiben darf, sondern daß es, den Anforderungen der weiterentwickelten Menschheit entsprechend, immer mehr und mehr Verbreitung gewinnen muß.
[ 4 ] Der Mensch, welcher nun zu dem okkulten Wissen kommen sollte, hatte vor allen Dingen den Blick zu richten von der äußeren Welt auf die eigenen Seelenkräfte. Da er aber in der äußeren Welt ein handelnder Mensch blieb, so war im Grunde genommen seine okkulte Entwickelung, man möchte sagen, seine eigene Sache, die Sache, die er für sich hatte. In der äußeren Welt blieb er ein Mensch unter anderen Menschen, ein Mensch mit den Pflichten, die das Leben einmal über ihn gebracht hatte. Dies kam schon in besonders starker Weise zum Ausdruck beim allerersten, das der okkult sich entwickelnde Mensch mit Bezug auf seine Seelenkraft zu tun hatte.
[ 4 ] Der Mensch, welcher nun zu dem okkulten Wissen kommen sollte, hatte vor allen Dingen den Blick zu richten von der äußeren Welt auf die eigenen Seelenkräfte. Da er aber in der äußeren Welt ein handelnder Mensch blieb, so war im Grunde genommen seine okkulte Entwickelung, man möchte sagen, seine eigene Sache, die Sache, die er für sich hatte. In der äußeren Welt blieb er ein Mensch unter anderen Menschen, ein Mensch mit den Pflichten, die das Leben einmal über ihn gebracht hatte. Dies kam schon in besonders starker Weise zum Ausdruck beim allerersten, das der okkult sich entwickelnde Mensch mit Bezug auf seine Seelenkraft zu tun hatte.
[ 5 ] Das erste nämlich, was einem solchen Menschen oblag, das kann man in die Worte kleiden: Er hatte sich zu versöhnen mit seinem Karma in bezug auf alles, was seinen Willen betrifft. Also Versöhnung mit seinem Karma — seinem Schicksal, könnten wir auch sagen — war das erste, was oblag dem okkult sich entwickelnden Menschen.
[ 5 ] Das erste nämlich, was einem solchen Menschen oblag, das kann man in die Worte kleiden: Er hatte sich zu versöhnen mit seinem Karma in bezug auf alles, was seinen Willen betrifft. Also Versöhnung mit seinem Karma — seinem Schicksal, könnten wir auch sagen — war das erste, was oblag dem okkult sich entwickelnden Menschen.
[ 6 ] Nun brauchen Sie nicht etwa zu denken, daß man zu dieser Versöhnung mit seinem Karma gleich eine ausgesprochen umfassende Theorie vom Karma braucht. Das, was man in diesem Zusammenhange «Versöhnung mit seinem Karma» nennt, ist vielmehr eine besondere Art von Kultur, von Erziehung, von Selbsterziehung der Empfindungen und Gefühle. Wenn Sie in Betracht ziehen, daß der Mensch einmal beginnt mit seiner okkulten Entwickelung, so werden Sie zugeben, daß er vor dem Zeitpunkte, in dem er mit seiner Entwickelung beginnt, nach Art der äußeren Menschen gelebt hat, so gelebt hat, wie eben der Mensch unter Menschen lebt; das heißt, er hat diese oder jene Position im Leben eingenommen, diese oder jene Gedanken zu den seinigen machen müssen, weil ihm diese Gedanken die Möglichkeiten gaben, die äußeren Handlungen, die er für seinen Beruf oder für seine sonstige Position im Leben zu erfüllen hatte, wirklich zu erfüllen. Er hat ferner gewisse Pflichten, einen Pflichtenkreis anerkannt, den ihm die Sitte oder seine Gemeinschaft gegeben hat. Von vornherein kann angenommen werden, daß ein Mensch, der nicht gerade in Einklang sich befunden hatte mit dem, was die Mitwelt von ihm verlangte, der also nicht ein pflichtgetreuer Mensch war, nicht den Drang haben wird, sich okkult zu entwickeln. In der Regel waren die Menschen, die aufgerufen werden konnten zur okkulten Entwickelung, solche, welche wirkliche Geschicklichkeiten hatten für ihre Lebensposition und welche auch geneigt waren, sich dem durch Sitte und Gesellschaftsordnung vorgeschriebenen Pflichtenkreise anzupassen. In dem aber, was im Menschen ist als seine Fähigkeiten, seine Geschicklichkeiten in seiner Lebensposition, in dem, was um den Menschen ist als der von ihm anerkannte Pflichtenkreis, liegt eigentlich das positive Karma, in das der Mensch hineingestellt worden ist. Darin drückt sich sein Karma aus.
[ 6 ] Nun brauchen Sie nicht etwa zu denken, daß man zu dieser Versöhnung mit seinem Karma gleich eine ausgesprochen umfassende Theorie vom Karma braucht. Das, was man in diesem Zusammenhange «Versöhnung mit seinem Karma» nennt, ist vielmehr eine besondere Art von Kultur, von Erziehung, von Selbsterziehung der Empfindungen und Gefühle. Wenn Sie in Betracht ziehen, daß der Mensch einmal beginnt mit seiner okkulten Entwickelung, so werden Sie zugeben, daß er vor dem Zeitpunkte, in dem er mit seiner Entwickelung beginnt, nach Art der äußeren Menschen gelebt hat, so gelebt hat, wie eben der Mensch unter Menschen lebt; das heißt, er hat diese oder jene Position im Leben eingenommen, diese oder jene Gedanken zu den seinigen machen müssen, weil ihm diese Gedanken die Möglichkeiten gaben, die äußeren Handlungen, die er für seinen Beruf oder für seine sonstige Position im Leben zu erfüllen hatte, wirklich zu erfüllen. Er hat ferner gewisse Pflichten, einen Pflichtenkreis anerkannt, den ihm die Sitte oder seine Gemeinschaft gegeben hat. Von vornherein kann angenommen werden, daß ein Mensch, der nicht gerade in Einklang sich befunden hatte mit dem, was die Mitwelt von ihm verlangte, der also nicht ein pflichtgetreuer Mensch war, nicht den Drang haben wird, sich okkult zu entwickeln. In der Regel waren die Menschen, die aufgerufen werden konnten zur okkulten Entwickelung, solche, welche wirkliche Geschicklichkeiten hatten für ihre Lebensposition und welche auch geneigt waren, sich dem durch Sitte und Gesellschaftsordnung vorgeschriebenen Pflichtenkreise anzupassen. In dem aber, was im Menschen ist als seine Fähigkeiten, seine Geschicklichkeiten in seiner Lebensposition, in dem, was um den Menschen ist als der von ihm anerkannte Pflichtenkreis, liegt eigentlich das positive Karma, in das der Mensch hineingestellt worden ist. Darin drückt sich sein Karma aus.
[ 7 ] Das erste, was man nun verlangte und auferlegte dem, der gewissermaßen heraustreten sollte aus dieser bloßen Lebensposition und eintreten in die Erforschung der geistigen Welt, war, daß er dieses sein Lebenskarma in einer gewissen Weise aufrechterhielt, das heißt, sich selbst und denen, welche ihm die Hand boten, in die okkulte Welt einzudringen, das Versprechen gab, zunächst, wohlgemerkt, das, was auf dem Felde okkulter Forschung gewonnen wird, nicht in der äußeren Lebensposition zu benutzen, sondern so sollte er den Willen einrichten, daß ein Mensch, der draußen steht und beobachtet einen solchen, der okkult sich entwickelt, keinen merklichen Unterschied gewahr wird zwischen der Art, wie der okkult sich entwickelnde Mensch früher sich verhalten hat in seiner Lebensposition und wie er sich später verhält, nachdem er schon einige Schritte in der okkulten Erforschung gemacht hat.
[ 7 ] Das erste, was man nun verlangte und auferlegte dem, der gewissermaßen heraustreten sollte aus dieser bloßen Lebensposition und eintreten in die Erforschung der geistigen Welt, war, daß er dieses sein Lebenskarma in einer gewissen Weise aufrechterhielt, das heißt, sich selbst und denen, welche ihm die Hand boten, in die okkulte Welt einzudringen, das Versprechen gab, zunächst, wohlgemerkt, das, was auf dem Felde okkulter Forschung gewonnen wird, nicht in der äußeren Lebensposition zu benutzen, sondern so sollte er den Willen einrichten, daß ein Mensch, der draußen steht und beobachtet einen solchen, der okkult sich entwickelt, keinen merklichen Unterschied gewahr wird zwischen der Art, wie der okkult sich entwickelnde Mensch früher sich verhalten hat in seiner Lebensposition und wie er sich später verhält, nachdem er schon einige Schritte in der okkulten Erforschung gemacht hat.
[ 8 ] Also nicht eingreifen mit dem, was einem die okkulte Erforschung an die Hand gibt, in das äußere Leben des physischen Planes: das ist Versöhnung mit seinem Karma, das ist die Resignation darauf, Vorteile zu erzielen in der äußeren Lebensposition durch okkulte Mittel.
[ 8 ] Also nicht eingreifen mit dem, was einem die okkulte Erforschung an die Hand gibt, in das äußere Leben des physischen Planes: das ist Versöhnung mit seinem Karma, das ist die Resignation darauf, Vorteile zu erzielen in der äußeren Lebensposition durch okkulte Mittel.
[ 9 ] Wir werden schon sehen, daß ein gewisser Fortschritt in der äußeren Lebensposition dennoch auf einem regulären, auf einem richtigen Wege eintritt. Aber darum handelt es sich bei dem nicht, was als eine bewußte Verpflichtung derjenige zu übernehmen hatte, der zum okkulten Wege zugelassen wurde. «Du sollst nicht deine okkulte Entwickelung dazu benutzen, einen Vorsprung zu erringen über deine Mitstrebenden im Leben draußen, sondern du sollst dich im Leben draußen nach denselben Regeln richten, nach denen du dich bisher gerichtet hast», das wurde immer und immer wieder denen eingeprägt, die eine okkulte Entwickelung durchmachten. Damit war schon der erste Verzicht geleistet, den der okkult sich Entwickelnde zu leisten hatte, denn damit hatte er gleich von vornherein aufgegeben, die Mittel des okkulten Lebens im egoistischen Sinne zur Anwendung zu bringen.
[ 9 ] Wir werden schon sehen, daß ein gewisser Fortschritt in der äußeren Lebensposition dennoch auf einem regulären, auf einem richtigen Wege eintritt. Aber darum handelt es sich bei dem nicht, was als eine bewußte Verpflichtung derjenige zu übernehmen hatte, der zum okkulten Wege zugelassen wurde. «Du sollst nicht deine okkulte Entwickelung dazu benutzen, einen Vorsprung zu erringen über deine Mitstrebenden im Leben draußen, sondern du sollst dich im Leben draußen nach denselben Regeln richten, nach denen du dich bisher gerichtet hast», das wurde immer und immer wieder denen eingeprägt, die eine okkulte Entwickelung durchmachten. Damit war schon der erste Verzicht geleistet, den der okkult sich Entwickelnde zu leisten hatte, denn damit hatte er gleich von vornherein aufgegeben, die Mittel des okkulten Lebens im egoistischen Sinne zur Anwendung zu bringen.
[ 10 ] Das, was jetzt gesagt worden ist, müssen Sie ganz genau und wörtlich verstehen, man möchte sagen, nichts davon wegnehmen und nichts hinzufügen. Dann werden Sie bemerken, daß es sich bezieht auf dasjenige, was der Betreffende durch das ihm auferlegte Karma zunächst in der äußeren Welt zu leisten in der Lage ist oder wozu er verpflichtet ist.
[ 10 ] Das, was jetzt gesagt worden ist, müssen Sie ganz genau und wörtlich verstehen, man möchte sagen, nichts davon wegnehmen und nichts hinzufügen. Dann werden Sie bemerken, daß es sich bezieht auf dasjenige, was der Betreffende durch das ihm auferlegte Karma zunächst in der äußeren Welt zu leisten in der Lage ist oder wozu er verpflichtet ist.
[ 11 ] Damit aber ist von vornherein von allem okkulten Streben der egoistische Wille des Menschen ausgeschlossen. Man hat ihn ganz bewußt ausgeschlossen. Dies allein schon, als ein vorliegendes Faktum, bewirkt eine Änderung in der Gemütsstimmung des Menschen. Denn bedenken Sie, um das einzusehen, nur das Folgende. Bisher war für den Menschen, der in die okkulte Entwickelung eintritt, der äußere Pflichtenkreis, die äußere Position im Leben gewissermaßen das einzige, dem er sich widmete, die einzige Welt, in der er lebte. Jetzt verpflichtet er sich, in dieser Welt zunächst nach denselben Regeln zu leben, nach denen er bisher gelebt hatte, und doch noch Kräfte zu ersparen für etwas anderes.
[ 11 ] Damit aber ist von vornherein von allem okkulten Streben der egoistische Wille des Menschen ausgeschlossen. Man hat ihn ganz bewußt ausgeschlossen. Dies allein schon, als ein vorliegendes Faktum, bewirkt eine Änderung in der Gemütsstimmung des Menschen. Denn bedenken Sie, um das einzusehen, nur das Folgende. Bisher war für den Menschen, der in die okkulte Entwickelung eintritt, der äußere Pflichtenkreis, die äußere Position im Leben gewissermaßen das einzige, dem er sich widmete, die einzige Welt, in der er lebte. Jetzt verpflichtet er sich, in dieser Welt zunächst nach denselben Regeln zu leben, nach denen er bisher gelebt hatte, und doch noch Kräfte zu ersparen für etwas anderes.
[ 12 ] Damit ist von vornherein für ihn eine Grenze gezogen zwischen zwei Kräftegebieten, auf denen er tätig ist. Es eröffnet sich für ihn eine Welt, um die er sich bisher gar nicht gekümmert hat, an der er bisher gar kein Interesse hatte. Das ist außerordentlich wichtig. Denn für jeden Menschen beginnt ein neuer Lebenskreis, ein neuer Lebensabschnitt, wenn in sein Leben neue Interessen eintreten, Interessen, die ihr eigenes Feld behaupten wollen.
[ 12 ] Damit ist von vornherein für ihn eine Grenze gezogen zwischen zwei Kräftegebieten, auf denen er tätig ist. Es eröffnet sich für ihn eine Welt, um die er sich bisher gar nicht gekümmert hat, an der er bisher gar kein Interesse hatte. Das ist außerordentlich wichtig. Denn für jeden Menschen beginnt ein neuer Lebenskreis, ein neuer Lebensabschnitt, wenn in sein Leben neue Interessen eintreten, Interessen, die ihr eigenes Feld behaupten wollen.
[ 13 ] So also war es von vornherein gegeben, daß das Gemüt, daß die ganze Empfindungswelt, daß der Interessenkreis des Menschen in Anspruch genommen wurde für eine neue Welt, für eine Welt, in der der Mensch bisher nicht gestanden hatte. Einen äußeren Ausdruck findet diese Tatsache, von der ich Ihnen eben erzählt habe, darin, daß insbesondere die älteren Mysterien und Geheimschulen, die Lehrstätten okkulter Entwickelung, sehr streng darauf hielten, den Menschen sozusagen in keine Kollision, in keine Disharmonie zu bringen mit seinem äußeren Interessenkreise. Daher verlangten sie strenge von ihm, daß er in bezug auf alles das, was ihm auferlegte sein Beruf, was ihm auferlegte der Pflichtenkreis des Staates oder anderer Gemeinschaften, in denen er stand, im weitesten Umkreise seine Pflicht erfüllte, und Menschen, welche irgendwie zeigten, daß sie das nicht tun wollten, daß sie sich auflehnten gegenüber den äußeren Pflichtenkreisen, wurden gar nicht in die okkulten Lehrstätten aufgenommen.
[ 13 ] So also war es von vornherein gegeben, daß das Gemüt, daß die ganze Empfindungswelt, daß der Interessenkreis des Menschen in Anspruch genommen wurde für eine neue Welt, für eine Welt, in der der Mensch bisher nicht gestanden hatte. Einen äußeren Ausdruck findet diese Tatsache, von der ich Ihnen eben erzählt habe, darin, daß insbesondere die älteren Mysterien und Geheimschulen, die Lehrstätten okkulter Entwickelung, sehr streng darauf hielten, den Menschen sozusagen in keine Kollision, in keine Disharmonie zu bringen mit seinem äußeren Interessenkreise. Daher verlangten sie strenge von ihm, daß er in bezug auf alles das, was ihm auferlegte sein Beruf, was ihm auferlegte der Pflichtenkreis des Staates oder anderer Gemeinschaften, in denen er stand, im weitesten Umkreise seine Pflicht erfüllte, und Menschen, welche irgendwie zeigten, daß sie das nicht tun wollten, daß sie sich auflehnten gegenüber den äußeren Pflichtenkreisen, wurden gar nicht in die okkulten Lehrstätten aufgenommen.
[ 14 ] Ich erzähle Ihnen damit einfach Tatsachen der bisherigen okkulten Entwickelung. Deshalb werden Sie finden, daß Menschen, welche in einer gewissen Beziehung schon im äufßerlichen Leben so auftraten, daß sie sich nach der einen oder anderen Richtung auflehnten gegen die Ordnung, innerhalb welcher sie lebten, nicht Glieder irgendeiner Mysterienschule oder einer okkulten Lehrstätte waren.
[ 14 ] Ich erzähle Ihnen damit einfach Tatsachen der bisherigen okkulten Entwickelung. Deshalb werden Sie finden, daß Menschen, welche in einer gewissen Beziehung schon im äufßerlichen Leben so auftraten, daß sie sich nach der einen oder anderen Richtung auflehnten gegen die Ordnung, innerhalb welcher sie lebten, nicht Glieder irgendeiner Mysterienschule oder einer okkulten Lehrstätte waren.
[ 15 ] Das zweite, um das es sich handelte, war etwas noch weitaus Schwierigeres. Nehmen wir einmal den Menschen, wie er war, wenn er das Versprechen, von dem eben gesprochen worden ist, sozusagen sich und seinem Lehrer gegeben hatte. Dann mußte er sich sagen: In meinen Willen, wie dieser Wille auftritt auf dem physischen Plane, will ich nicht einfließen lassen dasjenige, was mir als okkultes Forschungsresultat zukommen wird. — Aber mit allem anderen, was ihm zukam als Mensch, das heißt mit seinen sämtlichen Seelenkräften, die er anwenden konnte, wie er sie früher angewandt hatte, mit Ausnahme des Willens, konnte er auch jetzt auf dem physischen Plan tätig sein. Der Wille war ihm dadurch gebunden, daß er das charakterisierte Versprechen gegeben hatte, aber alles übrige, was ihm auf dem physischen Plane zur Verfügung stand, das heißt seine Urteilskraft, seine Phantasie, sein Gedächtnis, seine Gemütsbewegungen und so weiter, mit denen er früher auf dem physischen Plane tätig war, konnte er auch jetzt noch anwenden; mit ihnen konnte er auch jetzt noch auf dem physischen Plane tätig sein.
[ 15 ] Das zweite, um das es sich handelte, war etwas noch weitaus Schwierigeres. Nehmen wir einmal den Menschen, wie er war, wenn er das Versprechen, von dem eben gesprochen worden ist, sozusagen sich und seinem Lehrer gegeben hatte. Dann mußte er sich sagen: In meinen Willen, wie dieser Wille auftritt auf dem physischen Plane, will ich nicht einfließen lassen dasjenige, was mir als okkultes Forschungsresultat zukommen wird. — Aber mit allem anderen, was ihm zukam als Mensch, das heißt mit seinen sämtlichen Seelenkräften, die er anwenden konnte, wie er sie früher angewandt hatte, mit Ausnahme des Willens, konnte er auch jetzt auf dem physischen Plan tätig sein. Der Wille war ihm dadurch gebunden, daß er das charakterisierte Versprechen gegeben hatte, aber alles übrige, was ihm auf dem physischen Plane zur Verfügung stand, das heißt seine Urteilskraft, seine Phantasie, sein Gedächtnis, seine Gemütsbewegungen und so weiter, mit denen er früher auf dem physischen Plane tätig war, konnte er auch jetzt noch anwenden; mit ihnen konnte er auch jetzt noch auf dem physischen Plane tätig sein.
[ 16 ] Nehmen wir einmal den Verstand. Der Verstand ist das Vermögen der Seele, die Kraft der Seele, die uns befähigt, zu unterscheiden, die uns befähigt, Urteile zu gewinnen über die Tatsachen des Lebens. Ohne diesen Verstand kommen wir im äußeren Leben auf dem physischen Plane nicht aus. Wir müssen sozusagen auf Schritt und Tritt diesen unseren Verstand anwenden. Nun gewann man — so wollen wir annehmen —, wenn man ein Mitglied einer okkulten Gesellschaft, einer okkulten Schule wurde, okkulte Forschungsresultate, Erkenntnisse in dem, was man tat in der äußeren Lebensposition. Durch seinen Willen durfte man sie nicht anwenden. Aber zunächst hinderte einen nichts — wenn man sich nur zurückhielt in bezug auf seinen Willen —, seinen Verstand so zu gebrauchen, daß man die Dinge draußen und die Menschen, die einem auf dem physischen Plan entgegentraten, mit all den höheren Mitteln, die man jetzt aus der okkulten Forschung heraus hatte, verständig beobachtete. Man konnte also zwar nicht in sein Handeln, in seine Willensentschließungen die okkulten Forschungsresultate einfließen lassen; aber wie man als Geheimschüler beurteilt die Wesen des Mineralreiches, des Pflanzenreiches, des Tierreiches, wie man andere Menschen beurteilt, wie man mit seinem Verstande sich verhält in der gewöhnlichen Welt, das konnte man zunächst von der okkulten Forschung beeinflussen lassen.
[ 16 ] Nehmen wir einmal den Verstand. Der Verstand ist das Vermögen der Seele, die Kraft der Seele, die uns befähigt, zu unterscheiden, die uns befähigt, Urteile zu gewinnen über die Tatsachen des Lebens. Ohne diesen Verstand kommen wir im äußeren Leben auf dem physischen Plane nicht aus. Wir müssen sozusagen auf Schritt und Tritt diesen unseren Verstand anwenden. Nun gewann man — so wollen wir annehmen —, wenn man ein Mitglied einer okkulten Gesellschaft, einer okkulten Schule wurde, okkulte Forschungsresultate, Erkenntnisse in dem, was man tat in der äußeren Lebensposition. Durch seinen Willen durfte man sie nicht anwenden. Aber zunächst hinderte einen nichts — wenn man sich nur zurückhielt in bezug auf seinen Willen —, seinen Verstand so zu gebrauchen, daß man die Dinge draußen und die Menschen, die einem auf dem physischen Plan entgegentraten, mit all den höheren Mitteln, die man jetzt aus der okkulten Forschung heraus hatte, verständig beobachtete. Man konnte also zwar nicht in sein Handeln, in seine Willensentschließungen die okkulten Forschungsresultate einfließen lassen; aber wie man als Geheimschüler beurteilt die Wesen des Mineralreiches, des Pflanzenreiches, des Tierreiches, wie man andere Menschen beurteilt, wie man mit seinem Verstande sich verhält in der gewöhnlichen Welt, das konnte man zunächst von der okkulten Forschung beeinflussen lassen.
[ 17 ] Sie merken, daß damit notwendigerweise verbunden ist eine starke Selbstzucht des Charakters des Okkultisten. Denn was ist näherliegend für einen Menschen, der im Leben namentlich anderen Menschen gegenübertritt und handeln soll, als daß er so handelt in bezug auf seine Lebensposition, daß er das, was er weiß, zur Anwendung bringt; daß er sich zum Beispiel danach richtet, wenn er mit seinem Verstande durchschaut, daß er es zu tun hat mit einem sittlich minderwertigen Menschen. Das ist doch das Selbstverständlichste und Natürlichste, was wir da in der Welt tun werden.
[ 17 ] Sie merken, daß damit notwendigerweise verbunden ist eine starke Selbstzucht des Charakters des Okkultisten. Denn was ist näherliegend für einen Menschen, der im Leben namentlich anderen Menschen gegenübertritt und handeln soll, als daß er so handelt in bezug auf seine Lebensposition, daß er das, was er weiß, zur Anwendung bringt; daß er sich zum Beispiel danach richtet, wenn er mit seinem Verstande durchschaut, daß er es zu tun hat mit einem sittlich minderwertigen Menschen. Das ist doch das Selbstverständlichste und Natürlichste, was wir da in der Welt tun werden.
[ 18 ] Der Okkultist ist nicht in der Lage, das zu tun. Er kann zwar mit den Mitteln, welche die okkulte Forschung ihm gibt, seinen Verstand beflügeln und besser, als er es früher gekonnt hatte, hineinschauen in den Charakter eines Mitmenschen und wissen, daß er ein sittlich minderwertiger Mensch ist; er kann auch das, was er diesem Menschen tut, danach einrichten, denn in bezug auf diesen Menschen hat er sich nicht verpflichtet, sondern nur in bezug auf seine eigene Lebensposition; er hat sich nicht verpflichtet, seinen Willen nicht anzuwenden in bezug auf das, was er für den anderen Menschen tut. Aber für das, was er für sich selber tut, hat er sich verpflichtet, mit seinem Karma ausgesöhnt zu sein und nicht anzuwenden seine Erkenntnisse, die sich ihm bieten, wenn er seinen Verstand anwendet, unterstützt von den Mitteln der okkulten Forschung.
[ 18 ] Der Okkultist ist nicht in der Lage, das zu tun. Er kann zwar mit den Mitteln, welche die okkulte Forschung ihm gibt, seinen Verstand beflügeln und besser, als er es früher gekonnt hatte, hineinschauen in den Charakter eines Mitmenschen und wissen, daß er ein sittlich minderwertiger Mensch ist; er kann auch das, was er diesem Menschen tut, danach einrichten, denn in bezug auf diesen Menschen hat er sich nicht verpflichtet, sondern nur in bezug auf seine eigene Lebensposition; er hat sich nicht verpflichtet, seinen Willen nicht anzuwenden in bezug auf das, was er für den anderen Menschen tut. Aber für das, was er für sich selber tut, hat er sich verpflichtet, mit seinem Karma ausgesöhnt zu sein und nicht anzuwenden seine Erkenntnisse, die sich ihm bieten, wenn er seinen Verstand anwendet, unterstützt von den Mitteln der okkulten Forschung.
[ 19 ] Nehmen wir den konkreten Fall, irgend jemand habe auf dem okkulten Gebiete die Stufe errungen, von der ich jetzt spreche. Wenn er nicht Okkultist geworden wäre, würde er vielleicht einem anderen Menschen entgegentreten und würde nicht erkennen, daß er ein sittlich minderwertiger Mensch ist. Die Folge davon wäre, daß er sich von diesem Menschen in irgendeiner Weise übervorteilen läßt. Es ist selbstverständlich, daß das passieren kann. Sie werden zugeben, daß so etwas schon in der Welt passiert ist, daß man sich in der Welt insofern täuschte, daß man einen Menschen für besser hielt, als er in Wahrheit war, und, wie man auf Deutsch sagt, hineinfiel, das heißt, sich von ihm betrügen ließ.
[ 19 ] Nehmen wir den konkreten Fall, irgend jemand habe auf dem okkulten Gebiete die Stufe errungen, von der ich jetzt spreche. Wenn er nicht Okkultist geworden wäre, würde er vielleicht einem anderen Menschen entgegentreten und würde nicht erkennen, daß er ein sittlich minderwertiger Mensch ist. Die Folge davon wäre, daß er sich von diesem Menschen in irgendeiner Weise übervorteilen läßt. Es ist selbstverständlich, daß das passieren kann. Sie werden zugeben, daß so etwas schon in der Welt passiert ist, daß man sich in der Welt insofern täuschte, daß man einen Menschen für besser hielt, als er in Wahrheit war, und, wie man auf Deutsch sagt, hineinfiel, das heißt, sich von ihm betrügen ließ.
[ 20 ] Als Okkultist hat man etwas voraus. Man erkennt die Minderwertigkeit dieses Menschen, aber man hat sich zunächst — ich bitte das Wort «zunächst» richtig aufzufassen, das heißt zu hören — dazu verpflichtet, diese okkulten Erkenntnisse nicht auf den Willen, das heißt auf seine eigene Lebensposition anzuwenden. Man kann wissen: Das ist ein minderwertiger Mensch; muß sich aber so verhalten, wie man sich früher verhalten hätte. Man muß sich gesellschaftlich das von ihm gefallen lassen, was man sich von ihm hätte gefallen lassen müssen, wenn man nicht mit seinem Verstande die okkulten Erkenntnisse bekommen hätte.
[ 20 ] Als Okkultist hat man etwas voraus. Man erkennt die Minderwertigkeit dieses Menschen, aber man hat sich zunächst — ich bitte das Wort «zunächst» richtig aufzufassen, das heißt zu hören — dazu verpflichtet, diese okkulten Erkenntnisse nicht auf den Willen, das heißt auf seine eigene Lebensposition anzuwenden. Man kann wissen: Das ist ein minderwertiger Mensch; muß sich aber so verhalten, wie man sich früher verhalten hätte. Man muß sich gesellschaftlich das von ihm gefallen lassen, was man sich von ihm hätte gefallen lassen müssen, wenn man nicht mit seinem Verstande die okkulten Erkenntnisse bekommen hätte.
[ 21 ] Hier sehen Sie scharf und klar markiert, welche Resignation der angehende Okkultist zu üben hat; wie er scharf trennen muß das, was er erkennen kann ohne okkulte Forschung, und das, was ihm im Leben durch die okkulte Forschung einen Vorteil verschaffen könnte. Derjenige, der schon durch seine natürlichen Gaben oder durch besondere Lebensumstände so glücklich ist, von der Minderwertigkeit des anderen zu wissen, ohne Okkultist zu sein, der wird immer geneigt sein, den angehenden Okkultisten, weil er sich der Vorteile begibt in bezug auf sich selbst, für einen Dummkopf zu halten. Das ist durchaus die Regel, daß gewisse Leute entweder durch günstige Umstände des Lebens oder sonstwie das durchschauen, was der Okkultist auch durchschaut, wonach er sich aber nicht richtet, weil er verpflichtet ist, sich nicht danach zu richten. Das wird immer vorkommen, wie auch das andere vorkommen kann, daß der eine oder der andere, der das Versprechen gegeben hat, nicht das Versprechen hält; das ist aber seine Angelegenheit. Man kann den angehenden Okkultisten für einen Dummkopf halten, weil er sich von einem Menschen übervorteilen läßt. Das darf uns aber durchaus nicht zu der Voraussetzung verleiten, daß er keine Mittel hat, die Menschen zu durchschauen.
[ 21 ] Hier sehen Sie scharf und klar markiert, welche Resignation der angehende Okkultist zu üben hat; wie er scharf trennen muß das, was er erkennen kann ohne okkulte Forschung, und das, was ihm im Leben durch die okkulte Forschung einen Vorteil verschaffen könnte. Derjenige, der schon durch seine natürlichen Gaben oder durch besondere Lebensumstände so glücklich ist, von der Minderwertigkeit des anderen zu wissen, ohne Okkultist zu sein, der wird immer geneigt sein, den angehenden Okkultisten, weil er sich der Vorteile begibt in bezug auf sich selbst, für einen Dummkopf zu halten. Das ist durchaus die Regel, daß gewisse Leute entweder durch günstige Umstände des Lebens oder sonstwie das durchschauen, was der Okkultist auch durchschaut, wonach er sich aber nicht richtet, weil er verpflichtet ist, sich nicht danach zu richten. Das wird immer vorkommen, wie auch das andere vorkommen kann, daß der eine oder der andere, der das Versprechen gegeben hat, nicht das Versprechen hält; das ist aber seine Angelegenheit. Man kann den angehenden Okkultisten für einen Dummkopf halten, weil er sich von einem Menschen übervorteilen läßt. Das darf uns aber durchaus nicht zu der Voraussetzung verleiten, daß er keine Mittel hat, die Menschen zu durchschauen.
[ 22 ] So also ist gewissermaßen eine zweite Stufe diese, daß wir, unter Verzicht der Anwendung des Willens für unseren Egoismus, unseren Verstand anwenden in der äußeren physischen Welt. In dem Stadium, das eben jetzt geschildert worden ist, haben die alten okkultistischen Lehrer die Schüler eigentlich ziemlich lange gelassen. Lange mußten die Schüler so durch die Welt gehen, daß sie mit ihrem Verstande nicht nur die anderen Menschen, sondern auch die anderen Reiche der Natur lernten in einem tieferen Sinne zu beobachten als vorher, daß sie tiefer eindringen konnten und daß sie dennoch genau denselben Lebensgang weitergingen, den sie vorher gegangen waren. Dadurch wurde nicht bloß eine starke Selbstzucht erreicht, nicht bloß das erreicht, daß der Mensch lernte die Vorteile, die ihm sein Geist bot, nicht in den Dienst des Egoismus zu stellen, sondern es war für diese Menschen dadurch noch ein ganz anderer Fortschritt zu erreichen.
[ 22 ] So also ist gewissermaßen eine zweite Stufe diese, daß wir, unter Verzicht der Anwendung des Willens für unseren Egoismus, unseren Verstand anwenden in der äußeren physischen Welt. In dem Stadium, das eben jetzt geschildert worden ist, haben die alten okkultistischen Lehrer die Schüler eigentlich ziemlich lange gelassen. Lange mußten die Schüler so durch die Welt gehen, daß sie mit ihrem Verstande nicht nur die anderen Menschen, sondern auch die anderen Reiche der Natur lernten in einem tieferen Sinne zu beobachten als vorher, daß sie tiefer eindringen konnten und daß sie dennoch genau denselben Lebensgang weitergingen, den sie vorher gegangen waren. Dadurch wurde nicht bloß eine starke Selbstzucht erreicht, nicht bloß das erreicht, daß der Mensch lernte die Vorteile, die ihm sein Geist bot, nicht in den Dienst des Egoismus zu stellen, sondern es war für diese Menschen dadurch noch ein ganz anderer Fortschritt zu erreichen.
[ 23 ] Wenn nämlich sogleich, nachdem der Verstand gesprochen hat, der Wille hinterherkommt und sozusagen anschließt die Handlungen, welche der Verstand einleitet, dann geht die Entwickelung dieses Verstandes, die Kraft dieses Verstandes viel weniger weit, als wenn dieser Verstand abgesondert für sich, gleichsam chemisch herausdestilliert aus der Anwendung der Willenssphäre, eine Zeitlang angewendet wird. Wenn der Mensch wesentlich sich selber als egoistisches Wesen ausschließt von einem Gebiete, in das er eintritt dadurch, daß er seinen Verstand, wie es eben charakterisiert worden ist, anwendet auf die ganze ihn umgebende Welt, aber mit Verzicht auf die Betätigung des Willens, so werden ihm dadurch feine Unterschiede geboten. Der Verstand wird subtil gemacht. Das Urteilsvermögen und das Unterscheidungsvermögen nehmen immer mehr und mehr an Kraft zu, wenn wir in dieser Weise fortschreiten, und wir haben auf diese Weise dann die zweite Stufe der okkulten Entwickelung absolviert, nämlich das, was man nennen könnte die Pflege des vom Willen emanzipierten Verstandes; und wenn man ganz genau sprechen wollte, so könnte man sagen: die Pflege des vom egoistischen Willen emanzipierten Verstandes.
[ 23 ] Wenn nämlich sogleich, nachdem der Verstand gesprochen hat, der Wille hinterherkommt und sozusagen anschließt die Handlungen, welche der Verstand einleitet, dann geht die Entwickelung dieses Verstandes, die Kraft dieses Verstandes viel weniger weit, als wenn dieser Verstand abgesondert für sich, gleichsam chemisch herausdestilliert aus der Anwendung der Willenssphäre, eine Zeitlang angewendet wird. Wenn der Mensch wesentlich sich selber als egoistisches Wesen ausschließt von einem Gebiete, in das er eintritt dadurch, daß er seinen Verstand, wie es eben charakterisiert worden ist, anwendet auf die ganze ihn umgebende Welt, aber mit Verzicht auf die Betätigung des Willens, so werden ihm dadurch feine Unterschiede geboten. Der Verstand wird subtil gemacht. Das Urteilsvermögen und das Unterscheidungsvermögen nehmen immer mehr und mehr an Kraft zu, wenn wir in dieser Weise fortschreiten, und wir haben auf diese Weise dann die zweite Stufe der okkulten Entwickelung absolviert, nämlich das, was man nennen könnte die Pflege des vom Willen emanzipierten Verstandes; und wenn man ganz genau sprechen wollte, so könnte man sagen: die Pflege des vom egoistischen Willen emanzipierten Verstandes.
[ 24 ] Der nächste Schritt war aber dann, daß der Mensch nun, weil er durch eine längere Zeit hindurch seinen Verstand in der allerschärfsten Weise angewendet hatte, gerade in bezug auf dieses Gebiet beginnen mußte, darauf zu verzichten, seinen Verstand anzuwenden. Sie sehen, jetzt kommt eine noch schwierigere Sache; jetzt muß der Mensch gewissermaßen es übernehmen, so zu urteilen, wie er früher immer geurteilt hat, bevor er Okkultist geworden ist. Er muß in bezug auf die Dinge des äußeren physischen Planes nur diejenige Kraft seines Urteils und Verstandes anwenden, die er früher angewendet hat. Das, was er jetzt gewonnen hat für seinen Verstand, was er sich jetzt erobert hat und was wie ein ungeheurer Vorteil und Fortschritt des Geistes dasteht, muß der Mensch ausschließen von seiner geistigen Tätigkeit, das heißt, er darf nur ganz wissenschaftlich vorgehen. Das, was er durch eine lange Zeit mit aller Energie und Schärfe angestrebt hat, nämlich seinen Verstand zu größeren Kräften zu bringen, muß er wieder ablegen, muß er ganz und gar aus seiner Seele herausreißen, insofern es bewußte Verstandesanwendung ist, und muß sich sagen: Indem du deine Handlungen, deine Positionen durchgehst auf dem physischen Plane, mußt du denken und unterscheiden, so wie du vor deiner okkulten Entwickelung gedacht, unterschieden und dich benommen hast, nach deinem damaligen Grade von Gescheitheit. — Das heißt, der Mensch muß sich zurückschieben, muß gewissermaßen so töricht sein, wie er war vor der Schärfung seines Verstandes.
[ 24 ] Der nächste Schritt war aber dann, daß der Mensch nun, weil er durch eine längere Zeit hindurch seinen Verstand in der allerschärfsten Weise angewendet hatte, gerade in bezug auf dieses Gebiet beginnen mußte, darauf zu verzichten, seinen Verstand anzuwenden. Sie sehen, jetzt kommt eine noch schwierigere Sache; jetzt muß der Mensch gewissermaßen es übernehmen, so zu urteilen, wie er früher immer geurteilt hat, bevor er Okkultist geworden ist. Er muß in bezug auf die Dinge des äußeren physischen Planes nur diejenige Kraft seines Urteils und Verstandes anwenden, die er früher angewendet hat. Das, was er jetzt gewonnen hat für seinen Verstand, was er sich jetzt erobert hat und was wie ein ungeheurer Vorteil und Fortschritt des Geistes dasteht, muß der Mensch ausschließen von seiner geistigen Tätigkeit, das heißt, er darf nur ganz wissenschaftlich vorgehen. Das, was er durch eine lange Zeit mit aller Energie und Schärfe angestrebt hat, nämlich seinen Verstand zu größeren Kräften zu bringen, muß er wieder ablegen, muß er ganz und gar aus seiner Seele herausreißen, insofern es bewußte Verstandesanwendung ist, und muß sich sagen: Indem du deine Handlungen, deine Positionen durchgehst auf dem physischen Plane, mußt du denken und unterscheiden, so wie du vor deiner okkulten Entwickelung gedacht, unterschieden und dich benommen hast, nach deinem damaligen Grade von Gescheitheit. — Das heißt, der Mensch muß sich zurückschieben, muß gewissermaßen so töricht sein, wie er war vor der Schärfung seines Verstandes.
[ 25 ] Und was muß jetzt aus diesem Verstande werden, auf den er verzichtet hat? Anwenden darf er nicht mehr diesen Verstand; er hat ihn angewendet für längere Zeit, er darf ihn aber nicht länger anwenden. Was geschieht nun mit den Ergebnissen des Verstandes, der Urteilskraft, wenn wir absehen von deren unmittelbarer Anwendung?
[ 25 ] Und was muß jetzt aus diesem Verstande werden, auf den er verzichtet hat? Anwenden darf er nicht mehr diesen Verstand; er hat ihn angewendet für längere Zeit, er darf ihn aber nicht länger anwenden. Was geschieht nun mit den Ergebnissen des Verstandes, der Urteilskraft, wenn wir absehen von deren unmittelbarer Anwendung?
[ 26 ] Dann gehen sie in unser Gedächtnis, in unsere Erinnerung über. Dies ist der nächste Schritt, nämlich: Alles das, was der Mensch an Wissen gelernt hat durch seine schärfere Verstandeskraft, das muß für ihn Erinnerung werden. Er darf nicht mehr weiterschreiten in der Kultur, in der Fortbildung seines Verstandes, er muß verzichten darauf, seinen stärkeren Verstand irgendwie anzuwenden, noch dieses oder jenes durch seinen schärferen Verstand wissen zu wollen über die Zusammenhänge der Welt; und lediglich das, was er schon durch diesen schärferen Verstand sich erworben hat, muß er immer wieder und wieder aufsuchen in seiner Erinnerung, das muß immer wieder und wieder in seiner Erinnerung auftreten. Er muß immer mehr und mehr danach streben, daß das, was er sich da erobert hat für seinen Verstand, für ihn so etwas wird, wie es die Dinge sind, die er sich vielleicht im Leben vor zehn oder zwanzig Jahren ausgedacht hat, die er also nicht jetzt denkt, sondern an die er sich bloß erinnert.
[ 26 ] Dann gehen sie in unser Gedächtnis, in unsere Erinnerung über. Dies ist der nächste Schritt, nämlich: Alles das, was der Mensch an Wissen gelernt hat durch seine schärfere Verstandeskraft, das muß für ihn Erinnerung werden. Er darf nicht mehr weiterschreiten in der Kultur, in der Fortbildung seines Verstandes, er muß verzichten darauf, seinen stärkeren Verstand irgendwie anzuwenden, noch dieses oder jenes durch seinen schärferen Verstand wissen zu wollen über die Zusammenhänge der Welt; und lediglich das, was er schon durch diesen schärferen Verstand sich erworben hat, muß er immer wieder und wieder aufsuchen in seiner Erinnerung, das muß immer wieder und wieder in seiner Erinnerung auftreten. Er muß immer mehr und mehr danach streben, daß das, was er sich da erobert hat für seinen Verstand, für ihn so etwas wird, wie es die Dinge sind, die er sich vielleicht im Leben vor zehn oder zwanzig Jahren ausgedacht hat, die er also nicht jetzt denkt, sondern an die er sich bloß erinnert.
[ 27 ] Sehen Sie, in solchen okkulten Schulen, wie zum Beispiel im Altertum die pythagoreische oder wie es auch manche vorderasiatische Geheimschule war, da wurden zunächst die Schüler so ausgewählt, daß nur diejenigen für reif befunden wurden, welchen man zutraute, das Gelöbnis zu halten: nicht einfließen zu lassen in ihren egoistischen Willen die Mittel der Verstandeskultur, die sie erreichen sollten. Dann wurden diese Schüler lange, lange in der Art erzogen, daß sie eben auf alle mögliche Weise darauf hingewiesen wurden, die Dinge schärfer zu unterscheiden, und dann wieder zusammenfügen zu lernen mit der Urteilskraft, wie das im gewöhnlichen äußeren Leben möglich ist. Auf die Pflege dieser Urteilskraft wurde durch lange Zeit hindurch das größte Gewicht gelegt in den zu Recht bestehenden Schulen des Altertums und auch des Mittelalters.
[ 27 ] Sehen Sie, in solchen okkulten Schulen, wie zum Beispiel im Altertum die pythagoreische oder wie es auch manche vorderasiatische Geheimschule war, da wurden zunächst die Schüler so ausgewählt, daß nur diejenigen für reif befunden wurden, welchen man zutraute, das Gelöbnis zu halten: nicht einfließen zu lassen in ihren egoistischen Willen die Mittel der Verstandeskultur, die sie erreichen sollten. Dann wurden diese Schüler lange, lange in der Art erzogen, daß sie eben auf alle mögliche Weise darauf hingewiesen wurden, die Dinge schärfer zu unterscheiden, und dann wieder zusammenfügen zu lernen mit der Urteilskraft, wie das im gewöhnlichen äußeren Leben möglich ist. Auf die Pflege dieser Urteilskraft wurde durch lange Zeit hindurch das größte Gewicht gelegt in den zu Recht bestehenden Schulen des Altertums und auch des Mittelalters.
[ 28 ] Dann mußte der Schüler sozusagen ein zweites Gelöbnis ablegen. Dieses zweite Versprechen, das sich die Schüler selbst und ihrem Lehrer ablegten, war: daß sie aufhörten, die Dinge, die sie draußen auf dem physischen Plane sahen, weiter zu beurteilen mit den Urteilen, die sie mit dem Verstande gewonnen hatten. Aber auch zu den Lehren, die ihnen ihr Lehrer vortrug, durften sie sich nicht kritisch verhalten. Nur vergleichen durften sie das, was ihr Lehrer vortrug, mit dem, was sie sich durch die Urteilskraft früher schon erworben hatten. Nicht Kritik durften sie üben, sondern solche Zuhörer mußten sie werden, die immer nur verglichen das, was sie jetzt hörten, mit dem, was sie früher schon durch ihre schärfere Verstandeskraft gewonnen hatten. Das gehörte wiederum zur nächsten Stufe der okkulten Entwickelung, und man könnte es nennen die Ausschließung der schärferen Verstandeskräfte und die Beschränkung des inneren Seelenlebens, soweit man selber in Betracht kam, auf das Gedächtnis und auf die Erinnerung. Nur das durfte noch ausgeführt werden, was die Phantasie in Symbolen und Sinnbildern hervorbringen konnte aus diesen erinnerten Urteilen, Begriffen und Ideen.
[ 28 ] Dann mußte der Schüler sozusagen ein zweites Gelöbnis ablegen. Dieses zweite Versprechen, das sich die Schüler selbst und ihrem Lehrer ablegten, war: daß sie aufhörten, die Dinge, die sie draußen auf dem physischen Plane sahen, weiter zu beurteilen mit den Urteilen, die sie mit dem Verstande gewonnen hatten. Aber auch zu den Lehren, die ihnen ihr Lehrer vortrug, durften sie sich nicht kritisch verhalten. Nur vergleichen durften sie das, was ihr Lehrer vortrug, mit dem, was sie sich durch die Urteilskraft früher schon erworben hatten. Nicht Kritik durften sie üben, sondern solche Zuhörer mußten sie werden, die immer nur verglichen das, was sie jetzt hörten, mit dem, was sie früher schon durch ihre schärfere Verstandeskraft gewonnen hatten. Das gehörte wiederum zur nächsten Stufe der okkulten Entwickelung, und man könnte es nennen die Ausschließung der schärferen Verstandeskräfte und die Beschränkung des inneren Seelenlebens, soweit man selber in Betracht kam, auf das Gedächtnis und auf die Erinnerung. Nur das durfte noch ausgeführt werden, was die Phantasie in Symbolen und Sinnbildern hervorbringen konnte aus diesen erinnerten Urteilen, Begriffen und Ideen.
[ 29 ] Also Gedächtnis und Phantasie waren diejenigen Seelenkräfte, die jetzt sozusagen in ihre Rechte traten, die jetzt auf dieser höheren Stufe besonders in Wirksamkeit treten sollten. Damit sie sich gleichsam wieder durch sich selber reinlich herausdestillierten aus dem übrigen Seelenleben und nicht fortwährend beraten seien durch die Urteile des Verstandes, sollten sie sich allein geltend machen.
[ 29 ] Also Gedächtnis und Phantasie waren diejenigen Seelenkräfte, die jetzt sozusagen in ihre Rechte traten, die jetzt auf dieser höheren Stufe besonders in Wirksamkeit treten sollten. Damit sie sich gleichsam wieder durch sich selber reinlich herausdestillierten aus dem übrigen Seelenleben und nicht fortwährend beraten seien durch die Urteile des Verstandes, sollten sie sich allein geltend machen.
[ 30 ] Damit hatte der Schüler dann eine weitere Stufe seiner okkulten Entwickelung beschritten. Die Zeit, welche man den Schüler durchmachen ließ, um diese Stufe zu durchschreiten, die wurde zumeist damit ausgefüllt, daß die bereits als Lehren bekannten und zur Theosophie gemachten okkulten Erkenntnisse ideengemäß den Schülern vorgebracht wurden; daß sozusagen die Schüler da waren mit dem, was sie früher an Kräften gewonnen hatten durch ihre Urteilskraft, sich an sie immer erinnerten und gewissermaßen sich entgegenkommen, in sich wirken ließen, was ihnen vorgebracht wurde von ihren Lehrern.
[ 30 ] Damit hatte der Schüler dann eine weitere Stufe seiner okkulten Entwickelung beschritten. Die Zeit, welche man den Schüler durchmachen ließ, um diese Stufe zu durchschreiten, die wurde zumeist damit ausgefüllt, daß die bereits als Lehren bekannten und zur Theosophie gemachten okkulten Erkenntnisse ideengemäß den Schülern vorgebracht wurden; daß sozusagen die Schüler da waren mit dem, was sie früher an Kräften gewonnen hatten durch ihre Urteilskraft, sich an sie immer erinnerten und gewissermaßen sich entgegenkommen, in sich wirken ließen, was ihnen vorgebracht wurde von ihren Lehrern.
[ 31 ] Es ist selbstverständlich, daß der Zeitraum, in dem die Schüler diese Entwickelung durchmachten, bei den einzelnen verschiedenen Mysterien sehr verschieden war, je nachdem man es nach den allgemeinen Bedürfnissen der Menschheitsentwickelung für notwendig hielt, mehr oder weniger von den okkulten Geheimnissen denjenigen zu übergeben, die man auf diese Weise okkult ausbilden wollte, um sie dann zu Führern der Menschheit in entsprechender Weise machen zu können. In den okkulten Schulen dauerte der Zeitraum, in dem das durchgemacht wurde, meist ziemlich lange.
[ 31 ] Es ist selbstverständlich, daß der Zeitraum, in dem die Schüler diese Entwickelung durchmachten, bei den einzelnen verschiedenen Mysterien sehr verschieden war, je nachdem man es nach den allgemeinen Bedürfnissen der Menschheitsentwickelung für notwendig hielt, mehr oder weniger von den okkulten Geheimnissen denjenigen zu übergeben, die man auf diese Weise okkult ausbilden wollte, um sie dann zu Führern der Menschheit in entsprechender Weise machen zu können. In den okkulten Schulen dauerte der Zeitraum, in dem das durchgemacht wurde, meist ziemlich lange.
[ 32 ] Das nächste, zu dem sich der okkulte Schüler hinzuwenden hatte, war, daß er nun mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung stand, danach zu streben hatte, auch die Erinnerungen und die Ausmalung in der Phantasie zu Symbolen oder dergleichen, sowie die, wohlgemerkt, durch das eigene Selbst angeeigneten Begriffe auszulöschen, also aus dem Bewußtsein zu streichen. Das war in der Tat eine außerordentlich schwierige Aufgabe, und man kann sich in der Regel gar nicht vorstellen, daß ein Schüler diese schwierige Aufgabe hat bewältigen können. Daß die Schüler dennoch diese Aufgabe haben bewältigen können: nämlich völliges Vergessen auszubreiten über alles, was sie sich durch ihre eigene Kraft angeeignet hatten, davon können Sie sich eine Vorstellung verschaffen, wenn Sie in Erwägung ziehen, daß solche Schüler in bezug auf die äußeren Handlungen gelernt hatten, ihren Willen zu bezähmen und eine so starke Selbstzucht sich errungen hatten, daß sie immer nur sich so verhalten haben, wie es vorher geschildert wurde.
[ 32 ] Das nächste, zu dem sich der okkulte Schüler hinzuwenden hatte, war, daß er nun mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung stand, danach zu streben hatte, auch die Erinnerungen und die Ausmalung in der Phantasie zu Symbolen oder dergleichen, sowie die, wohlgemerkt, durch das eigene Selbst angeeigneten Begriffe auszulöschen, also aus dem Bewußtsein zu streichen. Das war in der Tat eine außerordentlich schwierige Aufgabe, und man kann sich in der Regel gar nicht vorstellen, daß ein Schüler diese schwierige Aufgabe hat bewältigen können. Daß die Schüler dennoch diese Aufgabe haben bewältigen können: nämlich völliges Vergessen auszubreiten über alles, was sie sich durch ihre eigene Kraft angeeignet hatten, davon können Sie sich eine Vorstellung verschaffen, wenn Sie in Erwägung ziehen, daß solche Schüler in bezug auf die äußeren Handlungen gelernt hatten, ihren Willen zu bezähmen und eine so starke Selbstzucht sich errungen hatten, daß sie immer nur sich so verhalten haben, wie es vorher geschildert wurde.
[ 33 ] Dadurch, daß man den Willen, den man sonst nach außen frei hat, sich nicht ausleben ließ, sondern in so starker Weise gezwungen war, ihn zu bezähmen, dadurch bekam man starke Reservekräfte des Willens im Inneren. Das war durchaus so. Man wird immer stärker und stärker in seinem Inneren, wenn man gezwungen ist, den Willen äußerlich so zu bezähmen, daß man gar nichts von den Vorteilen, die einem die geistige Entwickelung geboten hat, in den egoistischen Willen einfließen läßt. Dadurch wird man immer stärker, und man gelangt gerade dadurch zu jenem starken Willensentschlusse, den man braucht, um das, was man sich angeeignet hat innerhalb der okkulten Schulung und woran man sich früher erinnert hat, nun zu unterdrücken, auszustreichen. So wie man eine Vorstellung ausstreicht, die man nicht gebrauchen kann für das Leben, so soll das, wovon eben die Rede war, ausgestrichen werden. Das war eine unbedingte Forderung.
[ 33 ] Dadurch, daß man den Willen, den man sonst nach außen frei hat, sich nicht ausleben ließ, sondern in so starker Weise gezwungen war, ihn zu bezähmen, dadurch bekam man starke Reservekräfte des Willens im Inneren. Das war durchaus so. Man wird immer stärker und stärker in seinem Inneren, wenn man gezwungen ist, den Willen äußerlich so zu bezähmen, daß man gar nichts von den Vorteilen, die einem die geistige Entwickelung geboten hat, in den egoistischen Willen einfließen läßt. Dadurch wird man immer stärker, und man gelangt gerade dadurch zu jenem starken Willensentschlusse, den man braucht, um das, was man sich angeeignet hat innerhalb der okkulten Schulung und woran man sich früher erinnert hat, nun zu unterdrücken, auszustreichen. So wie man eine Vorstellung ausstreicht, die man nicht gebrauchen kann für das Leben, so soll das, wovon eben die Rede war, ausgestrichen werden. Das war eine unbedingte Forderung.
[ 34 ] Glauben Sie nun nicht, daß diejenigen, welche auf solche Weise okkulte Schüler waren, etwa blinde, autoritätsgläubige Menschen gegenüber ihren Lehrern wurden. Das war durchaus nicht der Fall. Autoritätsgläubig sind diejenigen, die ihren ganz gewöhnlichen Verstand in leicht geschürzter Weise immer anwenden, um das, was sie hören, zu beurteilen. Diejenigen Menschen aber, die erst ihre Urteilskraft geschärft haben, werden das, was sie durch diese geschärfte Urteilskraft sich erworben haben, immer nur in der Erinnerung haben. Diejenigen, welche vermittels ihres Gedächtnisses und ihrer ganzen Phantasie auf sich wirken ließen den okkulten Unterricht, wurden ganz gewiß nicht autoritätsgläubig, sondern nahmen das, was der okkulte Unterricht ihnen bot, so hin, wie man die Natur selber hinnimmt. So nahmen die okkulten Schüler überhaupt den okkulten Unterricht hin, wenn sie die entsprechenden vorhergehenden Stufen durchgemacht hatten. Ja, die Lehrer selbst sorgten dafür, daß ihre Worte wie die Natur selber auf ihre Schüler wirkten, daß sie nicht den Schülern zu befehlen brauchten, diese oder jene Meinung zu haben. Es war so, daß die Schüler durch das, was sie vorher durchgemacht hatten an Unterscheidungskraft und an Verstandesentwickelung, bei der nächsten Stufe, bei der Erinnerung, so weit waren, daß sie den Worten gegenüberstanden, wie man gegenübersteht einem Sonnenaufgang, wie man gegenübersteht einem vom Winde gepeitschten Meere, wie man gegenübersteht irgendeinem anderen Naturphänomen, das man beobachtet, um es kennenzulernen, dem man aber nicht kritisch gegenübertritt; denn dann lernt man es nicht kennen.
[ 34 ] Glauben Sie nun nicht, daß diejenigen, welche auf solche Weise okkulte Schüler waren, etwa blinde, autoritätsgläubige Menschen gegenüber ihren Lehrern wurden. Das war durchaus nicht der Fall. Autoritätsgläubig sind diejenigen, die ihren ganz gewöhnlichen Verstand in leicht geschürzter Weise immer anwenden, um das, was sie hören, zu beurteilen. Diejenigen Menschen aber, die erst ihre Urteilskraft geschärft haben, werden das, was sie durch diese geschärfte Urteilskraft sich erworben haben, immer nur in der Erinnerung haben. Diejenigen, welche vermittels ihres Gedächtnisses und ihrer ganzen Phantasie auf sich wirken ließen den okkulten Unterricht, wurden ganz gewiß nicht autoritätsgläubig, sondern nahmen das, was der okkulte Unterricht ihnen bot, so hin, wie man die Natur selber hinnimmt. So nahmen die okkulten Schüler überhaupt den okkulten Unterricht hin, wenn sie die entsprechenden vorhergehenden Stufen durchgemacht hatten. Ja, die Lehrer selbst sorgten dafür, daß ihre Worte wie die Natur selber auf ihre Schüler wirkten, daß sie nicht den Schülern zu befehlen brauchten, diese oder jene Meinung zu haben. Es war so, daß die Schüler durch das, was sie vorher durchgemacht hatten an Unterscheidungskraft und an Verstandesentwickelung, bei der nächsten Stufe, bei der Erinnerung, so weit waren, daß sie den Worten gegenüberstanden, wie man gegenübersteht einem Sonnenaufgang, wie man gegenübersteht einem vom Winde gepeitschten Meere, wie man gegenübersteht irgendeinem anderen Naturphänomen, das man beobachtet, um es kennenzulernen, dem man aber nicht kritisch gegenübertritt; denn dann lernt man es nicht kennen.
[ 35 ] Diejenigen lernen am wenigsten kennen die innere Gewalt eines Naturphänomens, die ihm nur so gegenüberstehen, daß sie ihm ihre Sympathie oder Antipathie zuwenden. So wie man die Natur selber beobachtet, so beobachtete der okkulte Schüler das, was ihm der okkulte Unterricht darbot.
[ 35 ] Diejenigen lernen am wenigsten kennen die innere Gewalt eines Naturphänomens, die ihm nur so gegenüberstehen, daß sie ihm ihre Sympathie oder Antipathie zuwenden. So wie man die Natur selber beobachtet, so beobachtete der okkulte Schüler das, was ihm der okkulte Unterricht darbot.
[ 36 ] Dann aber, wenn sie das eine Zeitlang in der geschilderten Weise eingehalten hatten, so daß nur Erinnerung, Phantasie, Gedächtnis in Wirksamkeit waren und daß die Schüler den Verstand nur wendeten auf ihren äußeren Beruf im Leben, dann mußten sie in die Periode der inneren Seelenruhe, des Vergessens ihrer eigenen Kräfte eintreten und ihre eigenen Errungenschaften ertöten. Dann erst war für sie der Zeitpunkt herangekommen, wo sie vollständige innere Seelenruhe haben konnten, wo getilgt waren aus dem Bewußtsein selbst die während des bisherigen okkulten Lebens durch die eigenen Kräfte erlangten Erinnerungsvorstellungen und Phantasievorstellungen.
[ 36 ] Dann aber, wenn sie das eine Zeitlang in der geschilderten Weise eingehalten hatten, so daß nur Erinnerung, Phantasie, Gedächtnis in Wirksamkeit waren und daß die Schüler den Verstand nur wendeten auf ihren äußeren Beruf im Leben, dann mußten sie in die Periode der inneren Seelenruhe, des Vergessens ihrer eigenen Kräfte eintreten und ihre eigenen Errungenschaften ertöten. Dann erst war für sie der Zeitpunkt herangekommen, wo sie vollständige innere Seelenruhe haben konnten, wo getilgt waren aus dem Bewußtsein selbst die während des bisherigen okkulten Lebens durch die eigenen Kräfte erlangten Erinnerungsvorstellungen und Phantasievorstellungen.
[ 37 ] Leer gemacht wurde in gewisser Beziehung die Seele, und dadurch, daß sie leer gemacht wurde, daß aus dieser Seele heraus war der egoistische Wille, der egoistische Verstand, das egoistische Gedächtnis, die egoistische Phantasie, war sie geöffnet gegenüber einer wirklich neuen Welt. Das war notwendig, damit diese neue Welt wirklich in die Seele hineindringen konnte.
[ 37 ] Leer gemacht wurde in gewisser Beziehung die Seele, und dadurch, daß sie leer gemacht wurde, daß aus dieser Seele heraus war der egoistische Wille, der egoistische Verstand, das egoistische Gedächtnis, die egoistische Phantasie, war sie geöffnet gegenüber einer wirklich neuen Welt. Das war notwendig, damit diese neue Welt wirklich in die Seele hineindringen konnte.
[ 38 ] Nun müssen Sie sich bekanntmachen mit der Tatsache, daß in der Tat eine neue Welt hineindrang in die von ihrer egoistischen Seelenkraft leere Seele. Eine neue Welt. Nicht wundern müssen Sie sich deshalb, wenn die Charakteristik dieser neuen Welt sonderbar ist. Denn was ist sonderbar? Sonderbar ist dasjenige, was ein Mensch so erlebt, daß es seinen bisherigen Erlebnissen widerspricht. Warum lehnen denn die Menschen dieses oder jenes ab? Schauen Sie sich um in der Welt, wo irgend etwas besprochen wird; da lehnt man es ab, man sagt: In dem, was da behauptet wird, ist ein Widerspruch. — Das heißt, man findet es — nach dem, was man bisher hat beurteilen können — widersprechend allem, was man kennt, was man weiß; und man glaubt sofort, gegenüber dem anderen Menschen, der irgend etwas in der Weise vorbringt, einen Vorsprung zu haben und im Rechte zu sein, wenn man ihm einen Widerspruch nachweisen kann.
[ 38 ] Nun müssen Sie sich bekanntmachen mit der Tatsache, daß in der Tat eine neue Welt hineindrang in die von ihrer egoistischen Seelenkraft leere Seele. Eine neue Welt. Nicht wundern müssen Sie sich deshalb, wenn die Charakteristik dieser neuen Welt sonderbar ist. Denn was ist sonderbar? Sonderbar ist dasjenige, was ein Mensch so erlebt, daß es seinen bisherigen Erlebnissen widerspricht. Warum lehnen denn die Menschen dieses oder jenes ab? Schauen Sie sich um in der Welt, wo irgend etwas besprochen wird; da lehnt man es ab, man sagt: In dem, was da behauptet wird, ist ein Widerspruch. — Das heißt, man findet es — nach dem, was man bisher hat beurteilen können — widersprechend allem, was man kennt, was man weiß; und man glaubt sofort, gegenüber dem anderen Menschen, der irgend etwas in der Weise vorbringt, einen Vorsprung zu haben und im Rechte zu sein, wenn man ihm einen Widerspruch nachweisen kann.
[ 39 ] Eigentlich besteht die öffentliche Besprechung der Dinge durchaus darin, daß man Widersprüche nachweist, daß man da oder dort sagt: Das muß falsch sein, darinnen liegt ja ein Widerspruch. — Damit sind die meisten Dinge widerlegt. Diese Tatsache, daß wir Widersprüchen begegnen, weil wir an etwas herantreten, was gar nichts Gleiches haben kann mit unserer bisherigen Welt, mit dem, was wir bisher erfahren haben, müssen wir ins Auge fassen. Wir müssen erkennen, daß wir tatsächlich uns zu versöhnen haben mit lauter Widersprüchen, wenn die neue Welt an uns herantritt, die in solchen Begriffen charakterisiert wird, daß wir sagen können: Ja, das sind ja lauter Widersprüche. Daß uns die neue Welt charakterisiert wird in Widersprüchen, muß ja so sein, denn die neue Welt wäre ja eben keine neue Welt, wenn sie übereinstimmte mit der alten und keine Widersprüche aufwiese.
[ 39 ] Eigentlich besteht die öffentliche Besprechung der Dinge durchaus darin, daß man Widersprüche nachweist, daß man da oder dort sagt: Das muß falsch sein, darinnen liegt ja ein Widerspruch. — Damit sind die meisten Dinge widerlegt. Diese Tatsache, daß wir Widersprüchen begegnen, weil wir an etwas herantreten, was gar nichts Gleiches haben kann mit unserer bisherigen Welt, mit dem, was wir bisher erfahren haben, müssen wir ins Auge fassen. Wir müssen erkennen, daß wir tatsächlich uns zu versöhnen haben mit lauter Widersprüchen, wenn die neue Welt an uns herantritt, die in solchen Begriffen charakterisiert wird, daß wir sagen können: Ja, das sind ja lauter Widersprüche. Daß uns die neue Welt charakterisiert wird in Widersprüchen, muß ja so sein, denn die neue Welt wäre ja eben keine neue Welt, wenn sie übereinstimmte mit der alten und keine Widersprüche aufwiese.
[ 40 ] So werden Sie sich nicht zu verwundern haben, wenn die erste Charakteristik der Welt, die der Mensch betritt, wenn er die nach der Stufe des Vergessens kommende Seelenruhe erreicht, nur gegeben werden kann mit Worten, die gegenüber der gewöhnlichen Welt, in der wir leben, widersprechend sind.
[ 40 ] So werden Sie sich nicht zu verwundern haben, wenn die erste Charakteristik der Welt, die der Mensch betritt, wenn er die nach der Stufe des Vergessens kommende Seelenruhe erreicht, nur gegeben werden kann mit Worten, die gegenüber der gewöhnlichen Welt, in der wir leben, widersprechend sind.
[ 41 ] Drei Dinge sind es, die der Mensch erfährt, wenn er es so weit gebracht hat, wie es geschildert worden ist. Drei Dinge, die wir nur charakterisieren können, indem wir Worte anwenden, die schon an sich widersprechend sind gegenüber alledem, was der Mensch von der äußeren Welt weiß. Drei Dinge lernt der Mensch kennen, wenn er wirklich eintritt in das, was man eine übersinnliche Welt nennen kann.
[ 41 ] Drei Dinge sind es, die der Mensch erfährt, wenn er es so weit gebracht hat, wie es geschildert worden ist. Drei Dinge, die wir nur charakterisieren können, indem wir Worte anwenden, die schon an sich widersprechend sind gegenüber alledem, was der Mensch von der äußeren Welt weiß. Drei Dinge lernt der Mensch kennen, wenn er wirklich eintritt in das, was man eine übersinnliche Welt nennen kann.
[ 42 ] Das erste, was er kennenlernt, ist das ungeoffenbarte Licht. Sehen Sie sich um, ob Sie in der Welt nicht überall sehen können das Licht. Das ist das Wesen des Lichtes, daß es sich offenbart. Das erste aber, was der Mensch kennenlernt in der übersinnlichen Welt, das ist das ungeoffenbarte Licht, das finstere Licht, das Licht, das nicht leuchtet.
[ 42 ] Das erste, was er kennenlernt, ist das ungeoffenbarte Licht. Sehen Sie sich um, ob Sie in der Welt nicht überall sehen können das Licht. Das ist das Wesen des Lichtes, daß es sich offenbart. Das erste aber, was der Mensch kennenlernt in der übersinnlichen Welt, das ist das ungeoffenbarte Licht, das finstere Licht, das Licht, das nicht leuchtet.
[ 43 ] Das zweite, was der Mensch kennenlernt in der übersinnlichen Welt, ist das unaussprechliche Wort. Ein Wort in der gewöhnlichen Welt ist nicht da, wenn es nicht ausgesprochen wird. Ein Wort, das nicht ausgesprochen ist, ist kein Wort. Einen völligen Widerspruch haben wir, wenn wir sagen: Das zweite, was man kennenlernt in der übersinnlichen Welt, ist das unaussprechliche Wort.
[ 43 ] Das zweite, was der Mensch kennenlernt in der übersinnlichen Welt, ist das unaussprechliche Wort. Ein Wort in der gewöhnlichen Welt ist nicht da, wenn es nicht ausgesprochen wird. Ein Wort, das nicht ausgesprochen ist, ist kein Wort. Einen völligen Widerspruch haben wir, wenn wir sagen: Das zweite, was man kennenlernt in der übersinnlichen Welt, ist das unaussprechliche Wort.
[ 44 ] Und das dritte ist das Bewußtsein ohne einen gewußten Gegenstand. Erinnern Sie sich nur, daß Sie, wenn Sie ein Bewußtsein entwickeln, wenn Sie das oder jenes wissen, ein Objekt, einen Gegenstand des Wissens haben. Das Bewußtsein aber, das uns als das dritte entgegentritt, wenn wir eintreten in die übersinnliche Welt, ist das Bewußtsein ohne Objekt, das Bewußtsein ohne einen Gegenstand.
[ 44 ] Und das dritte ist das Bewußtsein ohne einen gewußten Gegenstand. Erinnern Sie sich nur, daß Sie, wenn Sie ein Bewußtsein entwickeln, wenn Sie das oder jenes wissen, ein Objekt, einen Gegenstand des Wissens haben. Das Bewußtsein aber, das uns als das dritte entgegentritt, wenn wir eintreten in die übersinnliche Welt, ist das Bewußtsein ohne Objekt, das Bewußtsein ohne einen Gegenstand.
[ 45 ] Diese drei Dinge, die nur mit widerspruchsvollen Worten charakterisiert werden können, sind es, denen der Schüler begegnet, wenn er durch die Vorbereitung, die wir geschildert haben, in das eigentliche Gebiet des Okkultismus eintritt. Denn das sind gewissermaßen die drei ersten wirklich okkulten Dinge, die wir kennenlernen:
[ 45 ] Diese drei Dinge, die nur mit widerspruchsvollen Worten charakterisiert werden können, sind es, denen der Schüler begegnet, wenn er durch die Vorbereitung, die wir geschildert haben, in das eigentliche Gebiet des Okkultismus eintritt. Denn das sind gewissermaßen die drei ersten wirklich okkulten Dinge, die wir kennenlernen:
erstens das ungeoffenbarte Licht,
zweitens das unaussprechliche Wort,
drittens das Bewußtsein ohne Wissen von einem Gegenstand.
erstens das ungeoffenbarte Licht,
zweitens das unaussprechliche Wort,
drittens das Bewußtsein ohne Wissen von einem Gegenstand.
[ 46 ] Das ist dann das bedeutungsvollste Ereignis, das zunächst eintreten kann für den angehenden Okkultisten: verbinden zu lernen etwas mit dem, was ihm nur als ein Widerspruch erscheint gegenüber alledem, was er bisher erfahren hat. In dem Augenblicke, wo der Mensch verbinden kann irgend etwas von seinem inneren Erleben mit den drei Ideen des ungeoffenbarten Lichtes, des unaussprechlichen Wortes und des Bewußtseins ohne das Wissen von einem Gegenstand, ist er wirklicher Okkultist geworden. Der angehende Okkultist hat dann den Pfad der okkulten Erkenntnis wirklich betreten.
[ 46 ] Das ist dann das bedeutungsvollste Ereignis, das zunächst eintreten kann für den angehenden Okkultisten: verbinden zu lernen etwas mit dem, was ihm nur als ein Widerspruch erscheint gegenüber alledem, was er bisher erfahren hat. In dem Augenblicke, wo der Mensch verbinden kann irgend etwas von seinem inneren Erleben mit den drei Ideen des ungeoffenbarten Lichtes, des unaussprechlichen Wortes und des Bewußtseins ohne das Wissen von einem Gegenstand, ist er wirklicher Okkultist geworden. Der angehende Okkultist hat dann den Pfad der okkulten Erkenntnis wirklich betreten.
