Man in the Light of
Occultism, Theosophy and Philosophy
GA 137
5 June 1912, Oslo
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Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie, 5th ed.
Dritter Vortrag
Dritter Vortrag
[ 1 ] Es wurde gestern darauf aufmerksam gemacht, daß der angehende Okkultist, welcher durchgemacht hat jene Vorbereitungen, von denen gesprochen worden ist, auf Erlebnisse trifft, welche aus den angegebenen Gründen mit Worten bezeichnet werden müssen, die einen Widerspruch in sich schließen. Wir haben drei solche Erlebnisse zunächst genannt: erstens das unoffenbare Licht, zweitens das unaussprechliche Wort und drittens das Bewußtsein ohne das Wissen eines Gegenstandes.
[ 1 ] Es wurde gestern darauf aufmerksam gemacht, daß der angehende Okkultist, welcher durchgemacht hat jene Vorbereitungen, von denen gesprochen worden ist, auf Erlebnisse trifft, welche aus den angegebenen Gründen mit Worten bezeichnet werden müssen, die einen Widerspruch in sich schließen. Wir haben drei solche Erlebnisse zunächst genannt: erstens das unoffenbare Licht, zweitens das unaussprechliche Wort und drittens das Bewußtsein ohne das Wissen eines Gegenstandes.
[ 2 ] Es wird nicht ganz leicht sein, sich in all das hineinzufinden, was zunächst notwendig ist, um Ideen und Begriffe zu verbinden mit diesen drei genannten Erlebnissen. So wie der Mensch im gewöhnlichen Leben denkt, und so wie er denkt und forscht auch in den gewöhnlichen Wissenschaften, wie geforscht wird namentlich in den Naturwissenschaften, ist dieses Forschen, dieses Wissen gebunden an den physischen Menschenleib. Denn dieser physische Menschenleib ist zwar nicht der eigentliche Akteur, das eigentlich Tätige, wenn der Mensch forscht, aber er ist das Instrument, dessen sich der Mensch bedienen muß, um in der charakterisierten Weise zu forschen, um in der charakterisierten Weise sich ein Wissen zu erwerben über die äußeren Gegenstände der Welt, die den Menschen umgibt. Alles, was überhaupt in dieser Art gewußt werden kann, was also den Gegenstand des alltäglichen Wissens und den Gegenstand namentlich der Naturwissenschaften ausmacht — wir werden bei einer späteren Gelegenheit noch darauf eingehen, daß gewisse Wissenschaften wie zum Beispiel die Ethik, die Gesellschaftswissenschaft, die Jurisprudenz nicht ganz genau mit dem übereinstimmen; was heute gesagt wird, das gilt namentlich für alle naturwissenschaftlichen Zweige —, es kann eben in gar keiner anderen Weise erworben werden als durch das Instrument des Leibes, namentlich durch das Instrument des menschlichen Gehirns.
[ 2 ] Es wird nicht ganz leicht sein, sich in all das hineinzufinden, was zunächst notwendig ist, um Ideen und Begriffe zu verbinden mit diesen drei genannten Erlebnissen. So wie der Mensch im gewöhnlichen Leben denkt, und so wie er denkt und forscht auch in den gewöhnlichen Wissenschaften, wie geforscht wird namentlich in den Naturwissenschaften, ist dieses Forschen, dieses Wissen gebunden an den physischen Menschenleib. Denn dieser physische Menschenleib ist zwar nicht der eigentliche Akteur, das eigentlich Tätige, wenn der Mensch forscht, aber er ist das Instrument, dessen sich der Mensch bedienen muß, um in der charakterisierten Weise zu forschen, um in der charakterisierten Weise sich ein Wissen zu erwerben über die äußeren Gegenstände der Welt, die den Menschen umgibt. Alles, was überhaupt in dieser Art gewußt werden kann, was also den Gegenstand des alltäglichen Wissens und den Gegenstand namentlich der Naturwissenschaften ausmacht — wir werden bei einer späteren Gelegenheit noch darauf eingehen, daß gewisse Wissenschaften wie zum Beispiel die Ethik, die Gesellschaftswissenschaft, die Jurisprudenz nicht ganz genau mit dem übereinstimmen; was heute gesagt wird, das gilt namentlich für alle naturwissenschaftlichen Zweige —, es kann eben in gar keiner anderen Weise erworben werden als durch das Instrument des Leibes, namentlich durch das Instrument des menschlichen Gehirns.
[ 3 ] Wenn nun der okkulte Aspirant die Dinge durchmacht, von denen gestern gesprochen worden ist, so kommt er zunächst dazu, denken zu können, ohne sich seines Gehirns zu bedienen. Das ist etwas, was für den heutigen Materialisten selbstverständlich schon ein ganz absurder Begriff ist. Aber es ist eben doch so. Daß es so ist, das zeigt dem Okkultisten, der die okkulten, die esoterischen Übungen durchgemacht hat, das innere Erlebnis ganz klar. Denn alles dasjenige, was von den äußeren Gegenständen durch die gewöhnliche Wissenschaft gewonnen werden kann, was da erforscht und gedacht wird, das ist schattenhaft, gewissermaßen leblos gegenüber den Gebilden, welche dann ausgearbeitet werden von unserer Seele, wenn wir losgekommen sind von dem physischen Gehirn.
[ 3 ] Wenn nun der okkulte Aspirant die Dinge durchmacht, von denen gestern gesprochen worden ist, so kommt er zunächst dazu, denken zu können, ohne sich seines Gehirns zu bedienen. Das ist etwas, was für den heutigen Materialisten selbstverständlich schon ein ganz absurder Begriff ist. Aber es ist eben doch so. Daß es so ist, das zeigt dem Okkultisten, der die okkulten, die esoterischen Übungen durchgemacht hat, das innere Erlebnis ganz klar. Denn alles dasjenige, was von den äußeren Gegenständen durch die gewöhnliche Wissenschaft gewonnen werden kann, was da erforscht und gedacht wird, das ist schattenhaft, gewissermaßen leblos gegenüber den Gebilden, welche dann ausgearbeitet werden von unserer Seele, wenn wir losgekommen sind von dem physischen Gehirn.
[ 4 ] Für Theosophen darf zur Abkürzung der Betrachtung gleich gesagt werden, daß ein solcher Mensch, der es dazu gebracht hat, frei zu werden von seinem physischen Leibeswerkzeug, sich dann, um innerlich in der Seele zu arbeiten, nur noch derjenigen Werkzeuge bedient, die in seinem ätherischen, in seinem astralischen und in seinem Ich-Organismus gegeben sind. Also er bedient sich dessen, was wir durch die Theosophie vom Menschen kennengelernt haben, mit Ausschluß des physischen Leibes.
[ 4 ] Für Theosophen darf zur Abkürzung der Betrachtung gleich gesagt werden, daß ein solcher Mensch, der es dazu gebracht hat, frei zu werden von seinem physischen Leibeswerkzeug, sich dann, um innerlich in der Seele zu arbeiten, nur noch derjenigen Werkzeuge bedient, die in seinem ätherischen, in seinem astralischen und in seinem Ich-Organismus gegeben sind. Also er bedient sich dessen, was wir durch die Theosophie vom Menschen kennengelernt haben, mit Ausschluß des physischen Leibes.
[ 5 ] Dasjenige, was davon in der Seele auftritt, das hat eine viel stärkere innere Kraft, eine viel stärkere innere Lebendigkeit als die gewöhnlichen, an den äußeren Gegenständen errungenen Gedanken, und außerdem nimmt es sich wirklich so aus wie etwas, was uns als feine Substantialität überall umgibt. Man kann nicht anders sagen, als daß es sich ausnimmt wie flutendes Licht; nur muß man nicht eben an das Licht denken, welches durch das menschliche Auge, also durch ein äußeres Leibeswerkzeug vermittelt wird, sondern man muß denken, daß dieses sich ausbreitende Substantielle, in welchem man sich zunächst befindet wie in einem wogenden Meere, mehr innerlich empfunden wird, als daß es in irgendeiner Art von Lichtschein oder dergleichen auftreten würde. Es wird innerlich empfunden, und es wird so empfunden, daß dem Menschen, wenn er es wirklich empfindet, schon die Vorstellung vergeht, als ob er da etwa in einem Nichts wäre.
[ 5 ] Dasjenige, was davon in der Seele auftritt, das hat eine viel stärkere innere Kraft, eine viel stärkere innere Lebendigkeit als die gewöhnlichen, an den äußeren Gegenständen errungenen Gedanken, und außerdem nimmt es sich wirklich so aus wie etwas, was uns als feine Substantialität überall umgibt. Man kann nicht anders sagen, als daß es sich ausnimmt wie flutendes Licht; nur muß man nicht eben an das Licht denken, welches durch das menschliche Auge, also durch ein äußeres Leibeswerkzeug vermittelt wird, sondern man muß denken, daß dieses sich ausbreitende Substantielle, in welchem man sich zunächst befindet wie in einem wogenden Meere, mehr innerlich empfunden wird, als daß es in irgendeiner Art von Lichtschein oder dergleichen auftreten würde. Es wird innerlich empfunden, und es wird so empfunden, daß dem Menschen, wenn er es wirklich empfindet, schon die Vorstellung vergeht, als ob er da etwa in einem Nichts wäre.
[ 6 ] Derjenige, der sich in diesem Elemente dann wirklich befindet, wird nicht mehr behaupten, daß er in einem Nichts ist, denn dieses Element hat vor allen Dingen eine für alles bisherige Erfahren zunächst recht überraschende Wirkung. Es hat die Wirkung, wie wenn es uns zerreißen und in den ganzen Raum hinausstreuen würde, wie wenn wir zerfließen würden in ihm selber, wie wenn wir uns auflösen würden, den Boden unter den Füßen verlören, die Haltepunkte überall verlören, wo wir sie haben an dem äußeren Materiellen. Das ist es, was da zunächst auftritt. Und in diesem Sich-Fühlen in einem gleichsam in den ganzen Raum hinaussprühenden Elemente hat man das gegeben, was man nennen kann flutendes, fließendes, sich nicht nach außen in irgendeinem Sinne offenbarendes geistiges Licht. Das ist es zunächst, was gleichsam als ein inneres Erlebnis ein jeder Aspirant des Okkultismus kennenlernt.
[ 6 ] Derjenige, der sich in diesem Elemente dann wirklich befindet, wird nicht mehr behaupten, daß er in einem Nichts ist, denn dieses Element hat vor allen Dingen eine für alles bisherige Erfahren zunächst recht überraschende Wirkung. Es hat die Wirkung, wie wenn es uns zerreißen und in den ganzen Raum hinausstreuen würde, wie wenn wir zerfließen würden in ihm selber, wie wenn wir uns auflösen würden, den Boden unter den Füßen verlören, die Haltepunkte überall verlören, wo wir sie haben an dem äußeren Materiellen. Das ist es, was da zunächst auftritt. Und in diesem Sich-Fühlen in einem gleichsam in den ganzen Raum hinaussprühenden Elemente hat man das gegeben, was man nennen kann flutendes, fließendes, sich nicht nach außen in irgendeinem Sinne offenbarendes geistiges Licht. Das ist es zunächst, was gleichsam als ein inneres Erlebnis ein jeder Aspirant des Okkultismus kennenlernt.
[ 7 ] Nun, wenn der Aspirant des Okkultismus dieses Erlebnis zuerst hat und er ist eine schwache Natur, er ist nicht gewöhnt worden im Leben, viel zu denken, dann ist er schon hier gewissermaßen an. einer Klippe, denn er kann nicht leicht weiterkommen, wenn er nicht im Leben gelernt hat, viel zu denken. Daher ist jene Vorbereitung da, von der wir gestern gesprochen haben: die lange Übung eines sublimen Verstandes, einer sublimen Urteilskraft. Nicht was wir äußerlich durch diese sublime Urteilskraft, durch diesen sublimen Verstand uns aneignen, sondern die Zucht, die wir uns aneignen, indem wir in schärferer Weise denken lernen, ist es, die uns zugute kommt, wenn wir als Aspiranten des Okkultismus in dieses fließende Element des Lichtes eintreten. Denn es wirken dann gewissermaßen nicht die Gedanken, sondern die Erziehungskräfte unseres eigenen Selbst, welche uns durch die Gedanken gegeben worden sind. Diese wirken fort, und wir haben dann nicht nur um uns ein verfließendes, verborgenes Licht, sondern wir haben die Möglichkeit, daß in diesem fließenden Elemente auftauchen die Gestaltungen, von denen wir wissen, daß uns keine Wahrnehmungen der äußeren Gegenstände diese inneren Gebilde gegeben haben, sondern daß sie auftauchen in dem Elemente, in das wir selber nun eingetaucht sind.
[ 7 ] Nun, wenn der Aspirant des Okkultismus dieses Erlebnis zuerst hat und er ist eine schwache Natur, er ist nicht gewöhnt worden im Leben, viel zu denken, dann ist er schon hier gewissermaßen an. einer Klippe, denn er kann nicht leicht weiterkommen, wenn er nicht im Leben gelernt hat, viel zu denken. Daher ist jene Vorbereitung da, von der wir gestern gesprochen haben: die lange Übung eines sublimen Verstandes, einer sublimen Urteilskraft. Nicht was wir äußerlich durch diese sublime Urteilskraft, durch diesen sublimen Verstand uns aneignen, sondern die Zucht, die wir uns aneignen, indem wir in schärferer Weise denken lernen, ist es, die uns zugute kommt, wenn wir als Aspiranten des Okkultismus in dieses fließende Element des Lichtes eintreten. Denn es wirken dann gewissermaßen nicht die Gedanken, sondern die Erziehungskräfte unseres eigenen Selbst, welche uns durch die Gedanken gegeben worden sind. Diese wirken fort, und wir haben dann nicht nur um uns ein verfließendes, verborgenes Licht, sondern wir haben die Möglichkeit, daß in diesem fließenden Elemente auftauchen die Gestaltungen, von denen wir wissen, daß uns keine Wahrnehmungen der äußeren Gegenstände diese inneren Gebilde gegeben haben, sondern daß sie auftauchen in dem Elemente, in das wir selber nun eingetaucht sind.
[ 8 ] Wenn wir eine solche Lage des Lebens erreicht haben, dann verlieren wir uns nicht in diesem fließenden Lichte, sondern erleben darin Gestaltungen von einer viel größeren Lebendigkeit, als sie alle Traumbilder und Visionen haben. Aber zugleich erleben wir diese Bilder so, daß ihnen alles fehlt, was die äußeren Wahrnehmungen auszeichnet. Die Eigenschaften, welche wir nur durch die Sinne wahrnehmen, können wir da nicht finden; aber in verstärktem Maße können wir das finden, was wir sonst nur erleben, wenn wir uns Gedanken machen. Aber diese Gedanken sind eben nicht bloße Gedanken, die uns überkommen, sondern sind in gewisser Weise in sich selbst befestigte, in sich selbst wesenhaft erscheinende Gebilde.
[ 8 ] Wenn wir eine solche Lage des Lebens erreicht haben, dann verlieren wir uns nicht in diesem fließenden Lichte, sondern erleben darin Gestaltungen von einer viel größeren Lebendigkeit, als sie alle Traumbilder und Visionen haben. Aber zugleich erleben wir diese Bilder so, daß ihnen alles fehlt, was die äußeren Wahrnehmungen auszeichnet. Die Eigenschaften, welche wir nur durch die Sinne wahrnehmen, können wir da nicht finden; aber in verstärktem Maße können wir das finden, was wir sonst nur erleben, wenn wir uns Gedanken machen. Aber diese Gedanken sind eben nicht bloße Gedanken, die uns überkommen, sondern sind in gewisser Weise in sich selbst befestigte, in sich selbst wesenhaft erscheinende Gebilde.
[ 9 ] Das ist das erste, was der okkultistische Aspirant erlebt und was immer stärker und stärker auftritt im Verlaufe des okkulten Lebens. Zuerst ist es schwach, zuerst müssen wir uns begnügen mit einigem wenigen, was uns da erlebbar ist. Dann aber wird uns immer mehr und mehr gegeben, dann erfahren wir mehr und mehr, und wir lernen eine Welt kennen, die sich uns darbietet als eine hinter der Sinneswelt gelegene Welt. Wir erfahren da, indem wir ein solches Erlebnis haben, etwas ganz Besonderes. Wir erfahren nämlich, daß alle die Kräfte, die uns befähigen können, so etwas zu erleben, in dem Umkreise unseres Erdenlebens und der irdischen Gesetzmäßigkeit gar nicht zu finden sind. Wir merken, wenn wir dieses Erlebnis haben, ganz genau, daß alles, was uns befähigt, über das äußere Leben als Erdenmensch und über die naturwissenschaftlichen Dinge zu denken, in uns gebildet worden ist durch Kräfte, die der Erde angehören.
[ 9 ] Das ist das erste, was der okkultistische Aspirant erlebt und was immer stärker und stärker auftritt im Verlaufe des okkulten Lebens. Zuerst ist es schwach, zuerst müssen wir uns begnügen mit einigem wenigen, was uns da erlebbar ist. Dann aber wird uns immer mehr und mehr gegeben, dann erfahren wir mehr und mehr, und wir lernen eine Welt kennen, die sich uns darbietet als eine hinter der Sinneswelt gelegene Welt. Wir erfahren da, indem wir ein solches Erlebnis haben, etwas ganz Besonderes. Wir erfahren nämlich, daß alle die Kräfte, die uns befähigen können, so etwas zu erleben, in dem Umkreise unseres Erdenlebens und der irdischen Gesetzmäßigkeit gar nicht zu finden sind. Wir merken, wenn wir dieses Erlebnis haben, ganz genau, daß alles, was uns befähigt, über das äußere Leben als Erdenmensch und über die naturwissenschaftlichen Dinge zu denken, in uns gebildet worden ist durch Kräfte, die der Erde angehören.
[ 10 ] Der Mensch hat, wie Sie als Theosophen wissen, bevor er auf der Erde seine heutige Gestalt erlangt hat, vielerlei Umbildungen und Durchbildungen durchgemacht. Während dieser Zeit haben die Erdenkräfte auf ihn gewirkt. Nach und nach hat sein Gehirn, haben seine Sinneswerkzeuge die Gestalt durch die Erdenkräfte angenommen, welche sie heute haben. Und wenn wir das Auge, das Ohr, wenn wir das Gehirn selbst erklären wollen, so wie sie heute sind, so müssen wir sagen: Beim Beginne der Erdenentwickelung waren alle diese Organe ganz anders. Während der Erdenentwickelung haben die Erdenkräfte auf diese Organe gewirkt und ihnen eben die heutige Gestalt gegeben. Alles was diese Organe und auch was das Gehirn hat von den Erdenkräften, das verwenden wir, wenn wir für das alltägliche Leben oder wenn wir naturwissenschaftlich denken und forschen. Nichts ist in der Tätigkeit, die wir entwickeln, wenn wir so forschen, was nicht dem Menschen durch die Erdenkräfte zugekommen wäre. Sowohl der Alltagsmensch, der die Welt und die Dinge um sich her sieht und wahrnimmt und darüber nachdenkt, wie auch der Wissenschafter, der im Laboratorium oder auf der Sternwarte arbeitet, sie alle bedienen sich keiner anderen Einrichtungen ihrer Gehirn- und ihrer Sinnesorgane als solcher, die von Erdenkräften herrühren.
[ 10 ] Der Mensch hat, wie Sie als Theosophen wissen, bevor er auf der Erde seine heutige Gestalt erlangt hat, vielerlei Umbildungen und Durchbildungen durchgemacht. Während dieser Zeit haben die Erdenkräfte auf ihn gewirkt. Nach und nach hat sein Gehirn, haben seine Sinneswerkzeuge die Gestalt durch die Erdenkräfte angenommen, welche sie heute haben. Und wenn wir das Auge, das Ohr, wenn wir das Gehirn selbst erklären wollen, so wie sie heute sind, so müssen wir sagen: Beim Beginne der Erdenentwickelung waren alle diese Organe ganz anders. Während der Erdenentwickelung haben die Erdenkräfte auf diese Organe gewirkt und ihnen eben die heutige Gestalt gegeben. Alles was diese Organe und auch was das Gehirn hat von den Erdenkräften, das verwenden wir, wenn wir für das alltägliche Leben oder wenn wir naturwissenschaftlich denken und forschen. Nichts ist in der Tätigkeit, die wir entwickeln, wenn wir so forschen, was nicht dem Menschen durch die Erdenkräfte zugekommen wäre. Sowohl der Alltagsmensch, der die Welt und die Dinge um sich her sieht und wahrnimmt und darüber nachdenkt, wie auch der Wissenschafter, der im Laboratorium oder auf der Sternwarte arbeitet, sie alle bedienen sich keiner anderen Einrichtungen ihrer Gehirn- und ihrer Sinnesorgane als solcher, die von Erdenkräften herrühren.
[ 11 ] Was wir nun als Bildung unseres Gehirns haben und was uns befähigt, das Gehirn so zu bearbeiten, daß es die höheren Glieder der menschlichen Natur aus sich heraustreibt, und daß wir das, was eben jetzt beschrieben worden ist, dieses fließende, flutende geistige Licht schauen, das rührt nicht von irdischen Zuständen her, sondern ist eine Erbschaft jener Kräfte, die auf den Menschen gewirkt haben, bevor die Erde Erde geworden ist. So daß wir sagen müssen, wenn wir uns erinnern, daß die Erde, bevor sie Erde geworden ist, den Monden-, den Sonnen-, den Saturnzustand durchgemacht hat: Es rühren von diesem Saturn-, diesem Sonnen- und Mondenzustand die Kräfte nicht her, welche den Menschen befähigen, mit seinen Sinnen wahrzunehmen und die Wahrnehmung der Sinne mit dem Gedanken zu durchdringen. Aber alles, was uns frei werden läßt von dieser Sinnes- und Denkarbeit, von der Arbeit der Wissenschaft und so weiter, alles, was uns fähig macht, die höheren Glieder aus uns herauszutreiben, so daß aus dem Gehirn herausgequetscht wird der Ätherleib, der Astralleib und das Ich, so daß diese fähig werden, im flutenden Lichte zu leben, das haben wir in uns als Erbstück von der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit. Das stammt also aus vorirdischer Entwickelungszeit und kann im weiteren Umkreise des Erdendaseins nicht gefunden werden.
[ 11 ] Was wir nun als Bildung unseres Gehirns haben und was uns befähigt, das Gehirn so zu bearbeiten, daß es die höheren Glieder der menschlichen Natur aus sich heraustreibt, und daß wir das, was eben jetzt beschrieben worden ist, dieses fließende, flutende geistige Licht schauen, das rührt nicht von irdischen Zuständen her, sondern ist eine Erbschaft jener Kräfte, die auf den Menschen gewirkt haben, bevor die Erde Erde geworden ist. So daß wir sagen müssen, wenn wir uns erinnern, daß die Erde, bevor sie Erde geworden ist, den Monden-, den Sonnen-, den Saturnzustand durchgemacht hat: Es rühren von diesem Saturn-, diesem Sonnen- und Mondenzustand die Kräfte nicht her, welche den Menschen befähigen, mit seinen Sinnen wahrzunehmen und die Wahrnehmung der Sinne mit dem Gedanken zu durchdringen. Aber alles, was uns frei werden läßt von dieser Sinnes- und Denkarbeit, von der Arbeit der Wissenschaft und so weiter, alles, was uns fähig macht, die höheren Glieder aus uns herauszutreiben, so daß aus dem Gehirn herausgequetscht wird der Ätherleib, der Astralleib und das Ich, so daß diese fähig werden, im flutenden Lichte zu leben, das haben wir in uns als Erbstück von der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit. Das stammt also aus vorirdischer Entwickelungszeit und kann im weiteren Umkreise des Erdendaseins nicht gefunden werden.
[ 12 ] Wenn einmal die Wissenschaft so weit sein wird — und sie wird einmal dazu kommen, wenn es auch noch lange dauern wird —, sozusagen den Mechanismus der Sinne und des Gehirns zu begreifen, dann wird die Wissenschaft auf diese Errungenschaft außerordentlich stolz sein. Aber man wird nur begreifen jenes Denken und jenes Forschen, welches aus irdischen Verhältnissen erklärbar ist und daher auch nur für die irdischen Verhältnisse gilt. Man wird niemals das ganze Gehirn und auch nicht alle Einrichtungen der Sinnesorgane mit den Erdenkräften erklären können; sondern, um alles erklären zu können, was in unseren Sinnen und in unserem Gehirne tätig ist, was den Sinnen und dem Gehirn die jetzige Gestalt gegeben hat, wird man die Zuflucht nehmen müssen zu dem, was die Theosophen kennen als den Saturn-, den Sonnen- und den Mondenzustand.
[ 12 ] Wenn einmal die Wissenschaft so weit sein wird — und sie wird einmal dazu kommen, wenn es auch noch lange dauern wird —, sozusagen den Mechanismus der Sinne und des Gehirns zu begreifen, dann wird die Wissenschaft auf diese Errungenschaft außerordentlich stolz sein. Aber man wird nur begreifen jenes Denken und jenes Forschen, welches aus irdischen Verhältnissen erklärbar ist und daher auch nur für die irdischen Verhältnisse gilt. Man wird niemals das ganze Gehirn und auch nicht alle Einrichtungen der Sinnesorgane mit den Erdenkräften erklären können; sondern, um alles erklären zu können, was in unseren Sinnen und in unserem Gehirne tätig ist, was den Sinnen und dem Gehirn die jetzige Gestalt gegeben hat, wird man die Zuflucht nehmen müssen zu dem, was die Theosophen kennen als den Saturn-, den Sonnen- und den Mondenzustand.
[ 13 ] Diese vorhergehenden Zustände unserer Erdenbildung, diese Kräfte also, die wirksam sind, solange sich der Mensch nicht seines Gehirnes bedient und seiner äußeren Sinne, diese Kräfte, die wir geerbt haben von Saturn, Sonne und Mond, werden lahmgelegt, werden unterbunden durch das, was die Erde mit ihren Kräften aus dem Gehirn und den Sinnen gemacht hat. Alles das, was wir darin finden können, wenn wir in das flutende Licht eintreten, empfinden wir deshalb nicht so, als ob wir es denken würden. Denn was wir denken, von dem haben wir das Gefühl, daß wir es jetzt denken, aber das, was wir da zunächst erleben, das kommt uns nicht so vor, als wenn wir es jetzt dächten.
[ 13 ] Diese vorhergehenden Zustände unserer Erdenbildung, diese Kräfte also, die wirksam sind, solange sich der Mensch nicht seines Gehirnes bedient und seiner äußeren Sinne, diese Kräfte, die wir geerbt haben von Saturn, Sonne und Mond, werden lahmgelegt, werden unterbunden durch das, was die Erde mit ihren Kräften aus dem Gehirn und den Sinnen gemacht hat. Alles das, was wir darin finden können, wenn wir in das flutende Licht eintreten, empfinden wir deshalb nicht so, als ob wir es denken würden. Denn was wir denken, von dem haben wir das Gefühl, daß wir es jetzt denken, aber das, was wir da zunächst erleben, das kommt uns nicht so vor, als wenn wir es jetzt dächten.
[ 14 ] Das ist außerordentlich wichtig, daß Sie das ins Auge fassen. Dem Hellseher, der in diesen Zustand eintritt, erscheinen zunächst die Gebilde, von denen ich jetzt gesprochen habe, nicht wie Gedanken, die er jetzt denkt, sondern wie Gedanken, die nur vom Gedächtnisse, von der Erinnerung aufbewahrt sind, wie Gedanken, an die wir uns erinnern können.
[ 14 ] Das ist außerordentlich wichtig, daß Sie das ins Auge fassen. Dem Hellseher, der in diesen Zustand eintritt, erscheinen zunächst die Gebilde, von denen ich jetzt gesprochen habe, nicht wie Gedanken, die er jetzt denkt, sondern wie Gedanken, die nur vom Gedächtnisse, von der Erinnerung aufbewahrt sind, wie Gedanken, an die wir uns erinnern können.
[ 15 ] Jetzt wird es Ihnen auch erklärlich sein, warum wir unseren Verstand ignorieren müssen und genötigt sind, in eine Schärfung des Gedächtnisses einzutreten. Das ist deshalb so, weil wir das Gefühl uns aneignen müssen, daß das, was in dem sich ausbreitenden geistigen Lichtmeere ist, sozusagen Gebilde aufwirft, die man nur wahrnehmen kann wie erinnerte Gebilde. Würde man nicht eine Schärfung des Erinnerungsvermögens durchgemacht haben, so würden sie einem entgehen, und nichts würde wahrnehmbar für den Hellseher werden. Es würde dann so sein, daß er nur ausgebreitet sähe ein inneres flutendes Lichtmeer.
[ 15 ] Jetzt wird es Ihnen auch erklärlich sein, warum wir unseren Verstand ignorieren müssen und genötigt sind, in eine Schärfung des Gedächtnisses einzutreten. Das ist deshalb so, weil wir das Gefühl uns aneignen müssen, daß das, was in dem sich ausbreitenden geistigen Lichtmeere ist, sozusagen Gebilde aufwirft, die man nur wahrnehmen kann wie erinnerte Gebilde. Würde man nicht eine Schärfung des Erinnerungsvermögens durchgemacht haben, so würden sie einem entgehen, und nichts würde wahrnehmbar für den Hellseher werden. Es würde dann so sein, daß er nur ausgebreitet sähe ein inneres flutendes Lichtmeer.
[ 16 ] Daß also in dem inneren Lichtmeere Gedankengebilde schwimmend wahrgenommen werden können, geschieht dadurch, daß wir unser Erinnerungsvermögen so geschärft haben, daß das, was auftritt, nicht durch den Verstand, sondern durch das Erinnerungsvermögen, das Gedächtnis wahrgenommen werden kann; denn es muß durch das Gedächtnis wahrgenommen werden.
[ 16 ] Daß also in dem inneren Lichtmeere Gedankengebilde schwimmend wahrgenommen werden können, geschieht dadurch, daß wir unser Erinnerungsvermögen so geschärft haben, daß das, was auftritt, nicht durch den Verstand, sondern durch das Erinnerungsvermögen, das Gedächtnis wahrgenommen werden kann; denn es muß durch das Gedächtnis wahrgenommen werden.
[ 17 ] Aber es ist damit noch nicht alles gesagt. Das, was so durch das Gedächtnis wahrgenommen wird, befähigt uns zunächst, in längst verflossene Zustände unserer Entwickelung, in die Mond-, Sonnen- und Saturnzustände etwas hineinzuschauen. Aber die Gebilde, die da wahrgenommen werden, die da wie Erinnerungsvorstellungen auftreten, sind nicht die einzigen; und sie sind sogar auch die schwächeren. Es wird nämlich etwas wahrgenommen, was mit starker Kraft und Gewalt auf uns wirkt, wovon man sagen könnte — trotzdem man weiß, es ist nur schwimmendes Gedankenlicht, das auf uns wirkt —, daß es uns Schmerz und Lust bereitet, daß es beginnt, man möchte sagen, zu stechen und zu brennen und auch selige Zustände in uns hervorzurufen.
[ 17 ] Aber es ist damit noch nicht alles gesagt. Das, was so durch das Gedächtnis wahrgenommen wird, befähigt uns zunächst, in längst verflossene Zustände unserer Entwickelung, in die Mond-, Sonnen- und Saturnzustände etwas hineinzuschauen. Aber die Gebilde, die da wahrgenommen werden, die da wie Erinnerungsvorstellungen auftreten, sind nicht die einzigen; und sie sind sogar auch die schwächeren. Es wird nämlich etwas wahrgenommen, was mit starker Kraft und Gewalt auf uns wirkt, wovon man sagen könnte — trotzdem man weiß, es ist nur schwimmendes Gedankenlicht, das auf uns wirkt —, daß es uns Schmerz und Lust bereitet, daß es beginnt, man möchte sagen, zu stechen und zu brennen und auch selige Zustände in uns hervorzurufen.
[ 18 ] Und nun ist die Frage: Was bemerkt der Okkultist, der in diesem Meere schwimmend solche eigentümlichen Gebilde, die er jetzt mit dem Verstande fassen kann, wahrnimmt, zu denen er nicht das Gedächtnis bloß braucht, weil sie so stark geworden sind, daß der Verstand sie zu fassen vermag? Was bemerkt also der Okkultist von diesen Dingen?
[ 18 ] Und nun ist die Frage: Was bemerkt der Okkultist, der in diesem Meere schwimmend solche eigentümlichen Gebilde, die er jetzt mit dem Verstande fassen kann, wahrnimmt, zu denen er nicht das Gedächtnis bloß braucht, weil sie so stark geworden sind, daß der Verstand sie zu fassen vermag? Was bemerkt also der Okkultist von diesen Dingen?
[ 19 ] Sehen Sie, der Okkultist bemerkt von diesen Dingen allerdings nur dann etwas, wenn er vorher etwas gelernt hat, und zwar, wenn er vorher sich bekanntgemacht hat mit den verschiedenen Gedanken der Philosophen, wenn er sich ein wenig mit Philosophie befaßt hat. Dann tritt vor sein geistiges Auge die Erkenntnis, daß die wirklichen Gedanken der Philosophen Schattenbilder sind, daß es Abbilder dessen sind, was da als Lebendiges wahrgenommen wird im flutenden Lichte.
[ 19 ] Sehen Sie, der Okkultist bemerkt von diesen Dingen allerdings nur dann etwas, wenn er vorher etwas gelernt hat, und zwar, wenn er vorher sich bekanntgemacht hat mit den verschiedenen Gedanken der Philosophen, wenn er sich ein wenig mit Philosophie befaßt hat. Dann tritt vor sein geistiges Auge die Erkenntnis, daß die wirklichen Gedanken der Philosophen Schattenbilder sind, daß es Abbilder dessen sind, was da als Lebendiges wahrgenommen wird im flutenden Lichte.
[ 20 ] Jetzt ist die Zeit gekommen, wo Sie verstehen können, was eigentlich alle Philosophie der Welt ist. Alle Philosophie der Welt ist nichts anderes als eine Summe von Gedankenbildungen, von Ideen, welche wie Bilder hereingeworfen werden in unser physisches Leben und die eigentlich ihren Ursprung haben in dem überphysischen Leben, in dem, was der Hellseher in der geschilderten Weise wahrnehmen kann. Der Philosoph nimmt nicht dasjenige wahr, was hinter seinen Bildern liegt und was er in diesen Bildern hineinwirft in das physische Bewußtsein; aber die Bilder bekommt er. Von all den wichtigen, großen Gedanken der Philosophen, die jemals in der Welt eine Rolle gespielt haben, kann der Okkultist immer den Ursprung angeben. Der Philosoph sieht nur das Gedankenschattenbild, der Okkultist das reale, lebendige Lichtelement, das dahintersteht. Woher kommt denn das?
[ 20 ] Jetzt ist die Zeit gekommen, wo Sie verstehen können, was eigentlich alle Philosophie der Welt ist. Alle Philosophie der Welt ist nichts anderes als eine Summe von Gedankenbildungen, von Ideen, welche wie Bilder hereingeworfen werden in unser physisches Leben und die eigentlich ihren Ursprung haben in dem überphysischen Leben, in dem, was der Hellseher in der geschilderten Weise wahrnehmen kann. Der Philosoph nimmt nicht dasjenige wahr, was hinter seinen Bildern liegt und was er in diesen Bildern hineinwirft in das physische Bewußtsein; aber die Bilder bekommt er. Von all den wichtigen, großen Gedanken der Philosophen, die jemals in der Welt eine Rolle gespielt haben, kann der Okkultist immer den Ursprung angeben. Der Philosoph sieht nur das Gedankenschattenbild, der Okkultist das reale, lebendige Lichtelement, das dahintersteht. Woher kommt denn das?
[ 21 ] Nun, sehen Sie, das kommt davon her, daß wir aus alten Zeiten, obzwar wir — ganz im allgemeinen gesprochen — lahmgelegt haben die Kräfte, welche von der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung für das Gehirn herrühren, in unserem Gehirn dennoch einen gewissen Rest haben, durch den man wenigstens Schattenbilder, Abbilder wahrnehmen kann dessen, wozu das Gehirn fähig ist durch die vorirdischen Kräfte. Diejenigen Kräfte, die da im philosophischen Gehirn wirken, sind also nicht irdische Kräfte; sie sind ein schwacher, matter Abglanz vorirdischer Kräfte. Der Philosoph ist sich nur nicht bewußt, daß in seinem Gehirn eine Erbschaft aus den vorirdischen Zeiten lebt und daß er sich seines Gehirnes als eines Instrumentes bedient, insofern eine solche Erbschaft wirkt.
[ 21 ] Nun, sehen Sie, das kommt davon her, daß wir aus alten Zeiten, obzwar wir — ganz im allgemeinen gesprochen — lahmgelegt haben die Kräfte, welche von der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung für das Gehirn herrühren, in unserem Gehirn dennoch einen gewissen Rest haben, durch den man wenigstens Schattenbilder, Abbilder wahrnehmen kann dessen, wozu das Gehirn fähig ist durch die vorirdischen Kräfte. Diejenigen Kräfte, die da im philosophischen Gehirn wirken, sind also nicht irdische Kräfte; sie sind ein schwacher, matter Abglanz vorirdischer Kräfte. Der Philosoph ist sich nur nicht bewußt, daß in seinem Gehirn eine Erbschaft aus den vorirdischen Zeiten lebt und daß er sich seines Gehirnes als eines Instrumentes bedient, insofern eine solche Erbschaft wirkt.
[ 22 ] Diese Erbschaft würde nun aber auch nicht wirken, wenn nicht während der Erdenentwickelung etwas ganz Bestimmtes eingetreten wäre, etwas, wovon natürlich auch die Philosophen der heutigen Zeit nichts wissen wollen. Wenn alles nur so geblieben wäre, daß die Erde einfach die Wiederverkörperung dessen ist, was vorhanden war im alten Saturn, in der alten Sonne und im alten Monde; wenn also die Erde nichts weiter böte dem Menschen, nichts weiter brächte dem Menschen als die Kräfte, welche sie dadurch hat, daß in ihr noch weiterleben die Saturn-, Sonnen- und Mondenkräfte, also die vorirdischen Kräfte, dann würde auf der Erde überhaupt niemals ein solches Nachdenken haben entstehen können, wie es uns ausgeprägt erscheint, man möchte sagen, im höchsten Maße bei der Philosophie. Und Philosophie ist bei jedem Menschen vorhanden, denn bis zu einem gewissen Grade philosophiert jeder Mensch. Das ist also nur dadurch da, daß eine Unregelmäßigkeit eingetreten ist bei der Erdenwiederverkörperung, daß von den schaffenden Kräften, die die Erde zustande gebracht haben, sich eine Hauptkraft abgesondert hat und nicht so weiter wirkt wie die anderen, sondern so, daß wir sagen können: Diese Kraft wirkt in geistiger Beziehung auf den Menschen, wie das Mondenlicht wirkt auf die Erde in physischer Beziehung.
[ 22 ] Diese Erbschaft würde nun aber auch nicht wirken, wenn nicht während der Erdenentwickelung etwas ganz Bestimmtes eingetreten wäre, etwas, wovon natürlich auch die Philosophen der heutigen Zeit nichts wissen wollen. Wenn alles nur so geblieben wäre, daß die Erde einfach die Wiederverkörperung dessen ist, was vorhanden war im alten Saturn, in der alten Sonne und im alten Monde; wenn also die Erde nichts weiter böte dem Menschen, nichts weiter brächte dem Menschen als die Kräfte, welche sie dadurch hat, daß in ihr noch weiterleben die Saturn-, Sonnen- und Mondenkräfte, also die vorirdischen Kräfte, dann würde auf der Erde überhaupt niemals ein solches Nachdenken haben entstehen können, wie es uns ausgeprägt erscheint, man möchte sagen, im höchsten Maße bei der Philosophie. Und Philosophie ist bei jedem Menschen vorhanden, denn bis zu einem gewissen Grade philosophiert jeder Mensch. Das ist also nur dadurch da, daß eine Unregelmäßigkeit eingetreten ist bei der Erdenwiederverkörperung, daß von den schaffenden Kräften, die die Erde zustande gebracht haben, sich eine Hauptkraft abgesondert hat und nicht so weiter wirkt wie die anderen, sondern so, daß wir sagen können: Diese Kraft wirkt in geistiger Beziehung auf den Menschen, wie das Mondenlicht wirkt auf die Erde in physischer Beziehung.
[ 23 ] Sehen Sie, das Mondenlicht wirkt auf die Erde in physischer Beziehung in der Weise, daß der Mond das Sonnenlicht zurückwirft. Denn was uns als Mondenlicht zukommt, ist nur zurückgeworfenes Sonnenlicht. Was nun den Menschen befähigt, über die bloße Erinnerungsvorstellung beim Hellsehen hinauszugehen, und was ihn befähigt, noch etwas hineinzuwerfen in das physische Bewußtsein als Philosophie, das rührt davon her, daß in das menschliche Gehirn hineinwirkt, bildend, eine neue Kraft, die genau dieselbe Geisteskraft ist, welche in der mosaischen Urkunde Jahve oder Jehova benannt wird, und welche ebenso ein zurückgeworfenes Geisteslicht ist, wie das Mondenlicht in physischer Beziehung ein zurückgeworfenes Sonnenlicht ist.
[ 23 ] Sehen Sie, das Mondenlicht wirkt auf die Erde in physischer Beziehung in der Weise, daß der Mond das Sonnenlicht zurückwirft. Denn was uns als Mondenlicht zukommt, ist nur zurückgeworfenes Sonnenlicht. Was nun den Menschen befähigt, über die bloße Erinnerungsvorstellung beim Hellsehen hinauszugehen, und was ihn befähigt, noch etwas hineinzuwerfen in das physische Bewußtsein als Philosophie, das rührt davon her, daß in das menschliche Gehirn hineinwirkt, bildend, eine neue Kraft, die genau dieselbe Geisteskraft ist, welche in der mosaischen Urkunde Jahve oder Jehova benannt wird, und welche ebenso ein zurückgeworfenes Geisteslicht ist, wie das Mondenlicht in physischer Beziehung ein zurückgeworfenes Sonnenlicht ist.
[ 24 ] So ist der Mensch in der Tat in bezug auf sein Gehirn nicht nur durch das erklärbar, was er sich als Erbschaft mitgebracht hat von den vorirdischen Zuständen. Man versteht ihn und dieses menschliche Gehirn erst dann, wenn man weiß, daß ebenso wie das physische Sonnenlicht von dem Monde nach der Erde geworfen wird — auch dann, wenn dem gewissen Stück Erde das Sonnenlicht nicht erscheint —, dem Menschen, insofern er im Gehirn sich auslebt, geistiges Licht zurückgeworfen wird von außerhalb der Erde.
[ 24 ] So ist der Mensch in der Tat in bezug auf sein Gehirn nicht nur durch das erklärbar, was er sich als Erbschaft mitgebracht hat von den vorirdischen Zuständen. Man versteht ihn und dieses menschliche Gehirn erst dann, wenn man weiß, daß ebenso wie das physische Sonnenlicht von dem Monde nach der Erde geworfen wird — auch dann, wenn dem gewissen Stück Erde das Sonnenlicht nicht erscheint —, dem Menschen, insofern er im Gehirn sich auslebt, geistiges Licht zurückgeworfen wird von außerhalb der Erde.
[ 25 ] Jede Inspiration, und es ist eine Inspiration, welche dem Menschen geboten wird nicht durch seine eigenen Kräfte, sondern von außen herein, befähigt ihn, aufzusteigen zu einer Welterkenntnis, die als die philosophische bezeichnet werden kann. Diese Welterkenntnis zeichnet sich dadurch aus, daß sie den Menschen veranlaßt, in den verschiedenen Dingen der Welt den einheitlichen Grund zu suchen. Das ist das hauptsächlichste Charakteristikum. Ob der Mensch diesen einheitlichen Grund «Gott» oder «Weltgeist» nennt, darauf kommt es nicht an. Daß er aber alles zusammenfassen und auf einen einheitlichen Grund beziehen will, das rührt davon her, daß wir in dem Augenblick, wo wir als Hellseher den Ätherleib frei bekommen, wissen: Wir haben jetzt nicht nur das ausgequetscht, was wir aus früheren Zuständen haben, sondern wir haben auch in dem Gehirn wirksam Einflüsse der geistigen Welt, die sich mit den Einflüssen des Mondenlichtes vergleichen lassen, wie wir es eben getan haben.
[ 25 ] Jede Inspiration, und es ist eine Inspiration, welche dem Menschen geboten wird nicht durch seine eigenen Kräfte, sondern von außen herein, befähigt ihn, aufzusteigen zu einer Welterkenntnis, die als die philosophische bezeichnet werden kann. Diese Welterkenntnis zeichnet sich dadurch aus, daß sie den Menschen veranlaßt, in den verschiedenen Dingen der Welt den einheitlichen Grund zu suchen. Das ist das hauptsächlichste Charakteristikum. Ob der Mensch diesen einheitlichen Grund «Gott» oder «Weltgeist» nennt, darauf kommt es nicht an. Daß er aber alles zusammenfassen und auf einen einheitlichen Grund beziehen will, das rührt davon her, daß wir in dem Augenblick, wo wir als Hellseher den Ätherleib frei bekommen, wissen: Wir haben jetzt nicht nur das ausgequetscht, was wir aus früheren Zuständen haben, sondern wir haben auch in dem Gehirn wirksam Einflüsse der geistigen Welt, die sich mit den Einflüssen des Mondenlichtes vergleichen lassen, wie wir es eben getan haben.
[ 26 ] Ich mache Sie hier auf etwas aufmerksam, das Ihnen bezeichnend sein kann, wenn Sie ins Auge fassen, was jetzt ausgeführt worden ist. Der Mensch als Philosoph hat nicht das, was der Hellseher als Jahvekraft wahrnimmt, die sich vermischt mit den von früheren Zuständen ererbten Kräften. Er hat aber die Gedankenbilder und weiß nicht, daß hinter ihnen die Kräfte stehen, die in vorirdischen Zuständen wirksam gewesen sind und diejenigen, die als die Jahvekräfte bezeichnet werden. Er weiß nicht, daß das hinter seinem Denkprozesse steht. Er sieht nur die Gedankenschattenbilder, die ihm erzeugt werden dadurch, daß er aus seinem Ätherleibe sich herausarbeitet dieses flutende Licht, von dem ich gesprochen habe, und daß, indem dieses in seinem Gehirne wirkt, darinnen die Gedankenschattenbilder bewirkt werden, die wir als Philosophie bezeichnen. Das weiß der Philosoph nicht. Er weiß nur, daß er lebt in diesen Gedankenschattenbildern.
[ 26 ] Ich mache Sie hier auf etwas aufmerksam, das Ihnen bezeichnend sein kann, wenn Sie ins Auge fassen, was jetzt ausgeführt worden ist. Der Mensch als Philosoph hat nicht das, was der Hellseher als Jahvekraft wahrnimmt, die sich vermischt mit den von früheren Zuständen ererbten Kräften. Er hat aber die Gedankenbilder und weiß nicht, daß hinter ihnen die Kräfte stehen, die in vorirdischen Zuständen wirksam gewesen sind und diejenigen, die als die Jahvekräfte bezeichnet werden. Er weiß nicht, daß das hinter seinem Denkprozesse steht. Er sieht nur die Gedankenschattenbilder, die ihm erzeugt werden dadurch, daß er aus seinem Ätherleibe sich herausarbeitet dieses flutende Licht, von dem ich gesprochen habe, und daß, indem dieses in seinem Gehirne wirkt, darinnen die Gedankenschattenbilder bewirkt werden, die wir als Philosophie bezeichnen. Das weiß der Philosoph nicht. Er weiß nur, daß er lebt in diesen Gedankenschattenbildern.
[ 27 ] Aber auf eine Eigentümlichkeit mache ich Sie bei diesen Gedankenbildern aufmerksam, die Ihnen später nützlich sein wird, auf die Eigentümlichkeit nämlich, daß man als Philosoph unbewußt hellseherisch ist, das heißt, in Schattenbildern von hellseherischen Zuständen lebt, ohne daß man etwas von dem Hellsehertum weiß; daß man so in Schattenbildern lebt und alles aufbringt, was man als Philosoph aufbringen kann, und daß man schließlich dazu gelangt, alles, was man an philosophischen Ideen und Begriffen aufzubringen in der Lage ist, so zu verbinden und zu verknüpfen, daß man es auf ein einheitliches Wesen bezieht. Das ist die Eigentümlichkeit der Philosophie.
[ 27 ] Aber auf eine Eigentümlichkeit mache ich Sie bei diesen Gedankenbildern aufmerksam, die Ihnen später nützlich sein wird, auf die Eigentümlichkeit nämlich, daß man als Philosoph unbewußt hellseherisch ist, das heißt, in Schattenbildern von hellseherischen Zuständen lebt, ohne daß man etwas von dem Hellsehertum weiß; daß man so in Schattenbildern lebt und alles aufbringt, was man als Philosoph aufbringen kann, und daß man schließlich dazu gelangt, alles, was man an philosophischen Ideen und Begriffen aufzubringen in der Lage ist, so zu verbinden und zu verknüpfen, daß man es auf ein einheitliches Wesen bezieht. Das ist die Eigentümlichkeit der Philosophie.
[ 28 ] Diese Eigentümlichkeit ist immer bei der Philosophie vorhanden. Aber es gibt keine Möglichkeit, wenn man mit diesem Material des Philosophen arbeitet und ehrlich und aufrichtig zu Werke geht, innerhalb dieser Gedankenbilder — philosophisch also — so etwas zu finden wie das Christus-Wesen. Man findet einen einheitlichen Weltengrund, aber man findet nie einen Christus. Wenn Sie in einer Philosophie die Christus-Idee finden, so können Sie sicher sein, sie ist aus der äußeren Welt genommen; wo sie angetroffen werden kann in den Überlieferungen, ist sie auf unrichtige Weise, vielleicht unbewußt, in die Philosophie hineinpraktiziert worden. Wenn der Philosoph bei seiner Philosophie bleibt, ist es ganz unmöglich, etwas anderes zu finden als den neutralen Weltengott, niemals aber einen Christus. Den kann er nicht finden. Es gibt keine sich selbst verstehende Philosophie, welche die Christus-Idee haben kann. Es ist unmöglich. Also, halten wir dieses zunächst fest. Diejenigen aber, welche dazu Lust und Gelegenheit haben, mögen sich einmal bei den Philosophen umschauen, ob sie, soweit diese Philosophen bloß Philosophen sind, den Christus bei ihnen finden können. Sehen Sie sich ein so ausgebreitetes und ausgebildetes System der Philosophie durch wie das Hegelsche; Sie werden sehen, innerhalb des Systems der Philosophie kann Hegel nicht auf den Christus kommen. Er praktiziert ihn hinein aus der äußeren Welt. Seine Philosophie gibt ihm keinen Christus.
[ 28 ] Diese Eigentümlichkeit ist immer bei der Philosophie vorhanden. Aber es gibt keine Möglichkeit, wenn man mit diesem Material des Philosophen arbeitet und ehrlich und aufrichtig zu Werke geht, innerhalb dieser Gedankenbilder — philosophisch also — so etwas zu finden wie das Christus-Wesen. Man findet einen einheitlichen Weltengrund, aber man findet nie einen Christus. Wenn Sie in einer Philosophie die Christus-Idee finden, so können Sie sicher sein, sie ist aus der äußeren Welt genommen; wo sie angetroffen werden kann in den Überlieferungen, ist sie auf unrichtige Weise, vielleicht unbewußt, in die Philosophie hineinpraktiziert worden. Wenn der Philosoph bei seiner Philosophie bleibt, ist es ganz unmöglich, etwas anderes zu finden als den neutralen Weltengott, niemals aber einen Christus. Den kann er nicht finden. Es gibt keine sich selbst verstehende Philosophie, welche die Christus-Idee haben kann. Es ist unmöglich. Also, halten wir dieses zunächst fest. Diejenigen aber, welche dazu Lust und Gelegenheit haben, mögen sich einmal bei den Philosophen umschauen, ob sie, soweit diese Philosophen bloß Philosophen sind, den Christus bei ihnen finden können. Sehen Sie sich ein so ausgebreitetes und ausgebildetes System der Philosophie durch wie das Hegelsche; Sie werden sehen, innerhalb des Systems der Philosophie kann Hegel nicht auf den Christus kommen. Er praktiziert ihn hinein aus der äußeren Welt. Seine Philosophie gibt ihm keinen Christus.
[ 29 ] Vorläufig mag dies genug sein, was jetzt gesagt worden ist, zur Charakteristik dessen, was als erstes Erlebnis auftritt bei dem hellseherischen Aspiranten und was er bezeichnen lernt als unoffenbares Licht.
[ 29 ] Vorläufig mag dies genug sein, was jetzt gesagt worden ist, zur Charakteristik dessen, was als erstes Erlebnis auftritt bei dem hellseherischen Aspiranten und was er bezeichnen lernt als unoffenbares Licht.
[ 30 ] Ganz leise, zunächst kaum wahrnehmbar, tritt das zweite Erlebnis auf. Es tritt so auf, daß es in der Tat viele Hellseher gibt, die das erste Erlebnis, das eben charakterisiert worden ist, lange schon haben und bezüglich des zweiten kaum verstehen, was es ist. Es tritt auch das auf, was wir bezeichnen können etwa in der folgenden Weise: Während das flutende Licht, das ich eben charakterisiert habe, etwas ist, was uns so vorkommt, als ob wir in demselben auseinanderfließen würden, als ob wir uns verbreiten würden in dem Weltenraume, erscheint uns das, was das unaussprechliche Wort genannt werden kann, im Beginne so, wie wenn gleichsam von allen Seiten uns etwas entgegenkäme. In demselben Maße, in dem wir uns verbreiten über die ganze Welt, ist es so, als ob uns etwas entgegenkäme, als ob etwas von allen Seiten sich uns näherte, während wir auf der anderen Seite zerfließen. Und in der Tat, dieses Zerfließen ist für den Menschen, der es erlebt und sich noch nicht so recht hineinfinden kann, mit argen Furchtzuständen begleitet. Es kommt uns gleichsam von außen etwas wie eine Weltenhaut entgegen, die sich uns nähert, und wir können nicht anders sagen als: Dieses Annähern einer Weltenhaut ist so, wie wenn zunächst in einer uns schwer verständlichen Sprache, die nirgends auf der Erde gesprochen wird, zu uns gesprochen würde; in einer Weise, daß kein Wort sich damit vergleichen läßt, das durch einen Kehlkopf gegangen ist. Aber wenn wir vom Worte alles dasjenige wegnehmen, was als äußerer Laut damit verknüpft ist, dann bekommen wir allmählich eine Vorstellung davon, was uns da als sinnvolles Weltentönen entgegenrückt von allen Seiten. Schwach ist es anfangs, und nur mit zunehmender Kraft des okkulten Lernens und der okkulten Selbstzucht wird dieses Wahrnehmen einer geistigen Welt immer stärker und stärker.
[ 30 ] Ganz leise, zunächst kaum wahrnehmbar, tritt das zweite Erlebnis auf. Es tritt so auf, daß es in der Tat viele Hellseher gibt, die das erste Erlebnis, das eben charakterisiert worden ist, lange schon haben und bezüglich des zweiten kaum verstehen, was es ist. Es tritt auch das auf, was wir bezeichnen können etwa in der folgenden Weise: Während das flutende Licht, das ich eben charakterisiert habe, etwas ist, was uns so vorkommt, als ob wir in demselben auseinanderfließen würden, als ob wir uns verbreiten würden in dem Weltenraume, erscheint uns das, was das unaussprechliche Wort genannt werden kann, im Beginne so, wie wenn gleichsam von allen Seiten uns etwas entgegenkäme. In demselben Maße, in dem wir uns verbreiten über die ganze Welt, ist es so, als ob uns etwas entgegenkäme, als ob etwas von allen Seiten sich uns näherte, während wir auf der anderen Seite zerfließen. Und in der Tat, dieses Zerfließen ist für den Menschen, der es erlebt und sich noch nicht so recht hineinfinden kann, mit argen Furchtzuständen begleitet. Es kommt uns gleichsam von außen etwas wie eine Weltenhaut entgegen, die sich uns nähert, und wir können nicht anders sagen als: Dieses Annähern einer Weltenhaut ist so, wie wenn zunächst in einer uns schwer verständlichen Sprache, die nirgends auf der Erde gesprochen wird, zu uns gesprochen würde; in einer Weise, daß kein Wort sich damit vergleichen läßt, das durch einen Kehlkopf gegangen ist. Aber wenn wir vom Worte alles dasjenige wegnehmen, was als äußerer Laut damit verknüpft ist, dann bekommen wir allmählich eine Vorstellung davon, was uns da als sinnvolles Weltentönen entgegenrückt von allen Seiten. Schwach ist es anfangs, und nur mit zunehmender Kraft des okkulten Lernens und der okkulten Selbstzucht wird dieses Wahrnehmen einer geistigen Welt immer stärker und stärker.
[ 31 ] Wir haben dann als Hellseher ein sehr merkwürdiges Gefühl, wenn wir so herankommen sehen von allen Seiten etwas wie eine Weltenhaut; nicht wie eine äußere Weltenhaut, sondern etwas, was wie Töne herandringt. Dann haben wir eine sehr eigentümliche Empfindung; und daß wir diese haben, ist ein Zeichen, daß wir auf dem richtigen Wege sind. Wir. haben die Empfindung: Ja, eigentlich ist das erst unser eigenes Selbst, eigentlich ist das erst der richtige Mensch, der uns da entgegenkommt. Wir sind nur scheinbar in die Haut eingeschlossen, wenn wir im physischen Leibe leben. In Wahrheit füllt unser ganzes Wesen die Welt aus und es kommt uns entgegen, wenn wir in der geschilderten Weise in den okkulten Zustand übergehen. Es kommt uns von allen Seiten etwas entgegen. — Das ist es, was als gewisse Empfindung auftritt: Ausbreitung des geistigen Lebens und wiederum Zusammenziehung desselben.
[ 31 ] Wir haben dann als Hellseher ein sehr merkwürdiges Gefühl, wenn wir so herankommen sehen von allen Seiten etwas wie eine Weltenhaut; nicht wie eine äußere Weltenhaut, sondern etwas, was wie Töne herandringt. Dann haben wir eine sehr eigentümliche Empfindung; und daß wir diese haben, ist ein Zeichen, daß wir auf dem richtigen Wege sind. Wir. haben die Empfindung: Ja, eigentlich ist das erst unser eigenes Selbst, eigentlich ist das erst der richtige Mensch, der uns da entgegenkommt. Wir sind nur scheinbar in die Haut eingeschlossen, wenn wir im physischen Leibe leben. In Wahrheit füllt unser ganzes Wesen die Welt aus und es kommt uns entgegen, wenn wir in der geschilderten Weise in den okkulten Zustand übergehen. Es kommt uns von allen Seiten etwas entgegen. — Das ist es, was als gewisse Empfindung auftritt: Ausbreitung des geistigen Lebens und wiederum Zusammenziehung desselben.
[ 32 ] Das ist es, was wir erleben, und wir verbinden damit einen bestimmten Begriff, weil es uns wie sinnvolle Worte entgegenkommt, die nur geistig zu uns tönen, den Begriff «unaussprechliches Wort», «unaussprechliche Sprache».
[ 32 ] Das ist es, was wir erleben, und wir verbinden damit einen bestimmten Begriff, weil es uns wie sinnvolle Worte entgegenkommt, die nur geistig zu uns tönen, den Begriff «unaussprechliches Wort», «unaussprechliche Sprache».
[ 33 ] Nun, sehen Sie, so wie der Mensch eine gewisse Erbschaft hat, von der ich eben gesprochen habe, die nicht von irdischen Kräften herrührt und von seinem irdischen Wesen, sondern von vorirdischen Zuständen, die an der Bildung seines Gehirns mitwirkten, wie wir das charakterisiert haben, so hat er auch als Erbschaft Kräfte in sich, welche von vorirdischen Zuständen herrühren und welche jetzt nicht arbeiten in seinem Gehirn, sondern in seinem Herzen. Das Herz ist ein sehr kompliziertes Organ, und ebenso wie im Gehirn nicht allein tätig sind die irdischen Kräfte, sondern auch vorirdische Kräfte, obwohl wir uns zur äußeren Forschung nur dessen bedienen, was aus dem Irdischen kommt, so sind auch im Herzen vorirdische Kräfte tätig. Das was der Mensch braucht, um irdische Luft, irdische Nahrung aufzunehmen, um den Organismus des Lebens wegen gegenüber den Erdenelementen zu versorgen, das hat er von irdischen Kräften. Damit der Mensch das wahrnehmen kann, was jetzt mit dem Worte «unaussprechliches Wort» belegt worden ist, muß nicht nur aus seinem Gehirn das herausgequetscht werden, was seine höheren Seelenglieder sind, sondern auch aus seinem Herzen.
[ 33 ] Nun, sehen Sie, so wie der Mensch eine gewisse Erbschaft hat, von der ich eben gesprochen habe, die nicht von irdischen Kräften herrührt und von seinem irdischen Wesen, sondern von vorirdischen Zuständen, die an der Bildung seines Gehirns mitwirkten, wie wir das charakterisiert haben, so hat er auch als Erbschaft Kräfte in sich, welche von vorirdischen Zuständen herrühren und welche jetzt nicht arbeiten in seinem Gehirn, sondern in seinem Herzen. Das Herz ist ein sehr kompliziertes Organ, und ebenso wie im Gehirn nicht allein tätig sind die irdischen Kräfte, sondern auch vorirdische Kräfte, obwohl wir uns zur äußeren Forschung nur dessen bedienen, was aus dem Irdischen kommt, so sind auch im Herzen vorirdische Kräfte tätig. Das was der Mensch braucht, um irdische Luft, irdische Nahrung aufzunehmen, um den Organismus des Lebens wegen gegenüber den Erdenelementen zu versorgen, das hat er von irdischen Kräften. Damit der Mensch das wahrnehmen kann, was jetzt mit dem Worte «unaussprechliches Wort» belegt worden ist, muß nicht nur aus seinem Gehirn das herausgequetscht werden, was seine höheren Seelenglieder sind, sondern auch aus seinem Herzen.
[ 34 ] Man kann lange Zeit als Hellseher das geistige Licht wahrnehmen, wenn man aus seinem Gehirn seine höheren Leibesglieder herausgequetscht hat. Wenn aber noch mit dem Herzen fest verbunden bleiben diese höheren Leibesglieder wie im gewöhnlichen Leben, dann hat man es mit Hellsehern zu tun, die da sehen mit ihren vom Gehirn frei gewordenen Seelenkräften das flutende Licht, die aber nicht das von allen Seiten herankommende unaussprechliche Wort vernehmen können. Das fangen sie erst an zu hören, wenn die höheren übersinnlichen Menschenkräfte auch aus dem Herzen herausgequetscht sind. Das was das Herz befähigt, herauszuquetschen diese höheren übersinnlichen Glieder, so daß der Mensch lernt, ein Seelenleben zu entfalten, das nicht an das Instrument seines Herzens gebunden ist, das hängt mit einem höheren Herzensorganismus zusammen. Das was als gewöhnliches Seelenleben auf dem physischen Plane vorhanden ist, ist an das Organ des Herzens gebunden. Wenn die Menschen aus ihrem physischen Herzen die höheren Leibesglieder werden freimachen können, dann werden sie lernen, ein Seelenleben zu empfinden, das an einen höheren Herzensorganismus als an den physischen Herzmuskel und an das Blut gebunden ist. Wenn der Mensch lernt, mit seiner Seele zu erleben seine Herzenskräfte, die höher sind als die, welche an das physische Herz gebunden sind, dann lernt er dasjenige wirklich kennen, was um ihn herum sich geltend macht wie ein von allen Seiten herankommendes unaussprechliches Wort.
[ 34 ] Man kann lange Zeit als Hellseher das geistige Licht wahrnehmen, wenn man aus seinem Gehirn seine höheren Leibesglieder herausgequetscht hat. Wenn aber noch mit dem Herzen fest verbunden bleiben diese höheren Leibesglieder wie im gewöhnlichen Leben, dann hat man es mit Hellsehern zu tun, die da sehen mit ihren vom Gehirn frei gewordenen Seelenkräften das flutende Licht, die aber nicht das von allen Seiten herankommende unaussprechliche Wort vernehmen können. Das fangen sie erst an zu hören, wenn die höheren übersinnlichen Menschenkräfte auch aus dem Herzen herausgequetscht sind. Das was das Herz befähigt, herauszuquetschen diese höheren übersinnlichen Glieder, so daß der Mensch lernt, ein Seelenleben zu entfalten, das nicht an das Instrument seines Herzens gebunden ist, das hängt mit einem höheren Herzensorganismus zusammen. Das was als gewöhnliches Seelenleben auf dem physischen Plane vorhanden ist, ist an das Organ des Herzens gebunden. Wenn die Menschen aus ihrem physischen Herzen die höheren Leibesglieder werden freimachen können, dann werden sie lernen, ein Seelenleben zu empfinden, das an einen höheren Herzensorganismus als an den physischen Herzmuskel und an das Blut gebunden ist. Wenn der Mensch lernt, mit seiner Seele zu erleben seine Herzenskräfte, die höher sind als die, welche an das physische Herz gebunden sind, dann lernt er dasjenige wirklich kennen, was um ihn herum sich geltend macht wie ein von allen Seiten herankommendes unaussprechliches Wort.
[ 35 ] Das also hängt ab von der Emanzipation unserer übersinnlichen Menschenglieder von dem Herzen. Während die Wahrnehmung des übersinnlichen Lichtes von der Emanzipation unseres höheren Menschen von dem physischen Gehirn abhängt, hängt die Wahrnehmung des unaussprechlichen Wortes von der Emanzipation unserer höheren Glieder von dem physischen Herzen ab.
[ 35 ] Das also hängt ab von der Emanzipation unserer übersinnlichen Menschenglieder von dem Herzen. Während die Wahrnehmung des übersinnlichen Lichtes von der Emanzipation unseres höheren Menschen von dem physischen Gehirn abhängt, hängt die Wahrnehmung des unaussprechlichen Wortes von der Emanzipation unserer höheren Glieder von dem physischen Herzen ab.
[ 36 ] Geradeso wie es Menschen gibt, welche, nur sozusagen unbewußt, etwas in sich haben von den vorirdischen Kräften der Gehirnbildung, so gibt es eben auch Menschen, die etwas in sich haben von vorirdischen Kräften der Herzensorganisation, der Herzensbildung. Und diese Menschen sind viel zahlreicher, als man gewöhnlich annimmt. Wenn es heute keine solche Menschen gäbe, die diese alten Erbstücke an sich hätten und an denen sie, aus Gründen, die wir noch anführen werden, besonders heute arbeiten, dann gäbe es keine Theosophen, dann säßen Sie alle nicht da. Denn der Grund, warum Sie dasitzen, ist kein anderer als der, daß Sie einmal empfunden haben, wenn Ihnen ein theosophisches Buch in die Hand gekommen ist, oder wenn Ihnen in einem Vortrage eine Mitteilung zugeflossen ist aus der Theosophie, etwas von jener uralten Erbschaft, die in Kräften besteht, welche an Ihrem Herzen gearbeitet haben, schon bevor die Erde sich gebildet hat. Sie haben gleichsam, indem Sie ergriffen worden sind von irgend etwas, was Ihnen durch die Theosophie zugeflossen ist, in sich etwas erlebt — so wie die Philosophen jene Schattenbilder erleben, von denen gesprochen worden ist —, Sie haben erlebt die Schattenbilder dessen, was, Ihnen unbewußt, der Herzenshellseher in Ihnen vernehmen könnte, nicht durch Worte, die in irgendeiner Sprache zu Ihnen gesprochen worden sind. Sie haben da etwas ganz Besonderes durchgehört, sonst wären Sie nicht Theosophen geworden. Sie haben gehört, daß dieses äußere Wort nur ein äußerer Nachklang dessen ist, was erforscht worden ist durch das hellseherische Herz, ein Nachklang dessen, was aus den Gebieten des Okkultismus heraus stammt, was mit den vorirdischen Herzenskräften erforscht worden ist und was zu Ihnen gesprochen hat in den Schattenbildern, die Sie selber erleben können. Sie haben durch das äußere Wort hindurch gehört das innere Wort. Durch das gesprochene Wort haben Sie vernommen den Nachklang des unaussprechlichen Wortes; durch Menschensprache, in Menschenwort haben Sie gehört dasjenige, was gehört worden ist in Göttersprache aus Götterwelten.
[ 36 ] Geradeso wie es Menschen gibt, welche, nur sozusagen unbewußt, etwas in sich haben von den vorirdischen Kräften der Gehirnbildung, so gibt es eben auch Menschen, die etwas in sich haben von vorirdischen Kräften der Herzensorganisation, der Herzensbildung. Und diese Menschen sind viel zahlreicher, als man gewöhnlich annimmt. Wenn es heute keine solche Menschen gäbe, die diese alten Erbstücke an sich hätten und an denen sie, aus Gründen, die wir noch anführen werden, besonders heute arbeiten, dann gäbe es keine Theosophen, dann säßen Sie alle nicht da. Denn der Grund, warum Sie dasitzen, ist kein anderer als der, daß Sie einmal empfunden haben, wenn Ihnen ein theosophisches Buch in die Hand gekommen ist, oder wenn Ihnen in einem Vortrage eine Mitteilung zugeflossen ist aus der Theosophie, etwas von jener uralten Erbschaft, die in Kräften besteht, welche an Ihrem Herzen gearbeitet haben, schon bevor die Erde sich gebildet hat. Sie haben gleichsam, indem Sie ergriffen worden sind von irgend etwas, was Ihnen durch die Theosophie zugeflossen ist, in sich etwas erlebt — so wie die Philosophen jene Schattenbilder erleben, von denen gesprochen worden ist —, Sie haben erlebt die Schattenbilder dessen, was, Ihnen unbewußt, der Herzenshellseher in Ihnen vernehmen könnte, nicht durch Worte, die in irgendeiner Sprache zu Ihnen gesprochen worden sind. Sie haben da etwas ganz Besonderes durchgehört, sonst wären Sie nicht Theosophen geworden. Sie haben gehört, daß dieses äußere Wort nur ein äußerer Nachklang dessen ist, was erforscht worden ist durch das hellseherische Herz, ein Nachklang dessen, was aus den Gebieten des Okkultismus heraus stammt, was mit den vorirdischen Herzenskräften erforscht worden ist und was zu Ihnen gesprochen hat in den Schattenbildern, die Sie selber erleben können. Sie haben durch das äußere Wort hindurch gehört das innere Wort. Durch das gesprochene Wort haben Sie vernommen den Nachklang des unaussprechlichen Wortes; durch Menschensprache, in Menschenwort haben Sie gehört dasjenige, was gehört worden ist in Göttersprache aus Götterwelten.
[ 37 ] Und wenn auch die Menschen, die heute in ehrlicher und aufrichtiger Weise sich hingezogen fühlen zu theosophischem Streben, dies nicht immer wissen, daß in ihnen unbewußt etwas sozusagen hellseherisch schon arbeitet, so ist es bei diesen Menschen gerade so, wie es bei den Philosophen ist, die die Schattenbilder des unbewußten hellseherischen Gehirnes sehen und nicht wissen, in welchem eigentümlichen Gedankenelemente sie eigentlich leben. Weil das Gehirn leichter den Erdenkräften zugänglich ist, durch Erdenkräfte leichter affiziert wird, daher leichter zu einem irdischen Organe gemacht wird als das Herz, das schwer zugänglich ist für irdische Kräfte, daher kommt es auch, daß, insbesondere in unserer Gegenwart, die Menschen dadurch, daß sie nach Erdengesetzen forschen und mit äußerem Wissen ihr Gehirn beschäftigen, die irdischen Teile des Gehirns so stark machen, daß dasjenige, was überirdisches Gehirn ist, ganz und gar abgelähmt wird im Inneren. Durch das, was die Theosophie herunterbringen wird, weil das Herz viel weniger zugänglich ist für die Verarbeitung der irdischen Kräfte, kann man, indem man von 'Theosophie spricht, viel leichter den Zugang zu den menschlichen Seelen finden als durch die bloße Philosophie. Denn wenn die Menschen durch die rein materiellen Interessen des äußeren Lebens sich nicht verlegt haben, was in der geschilderten Weise zu ihren Herzen sprechen kann, so werden sie immer empfänglich sein, insbesondere in unserer Zeit, für die theosophischen Wahrheiten. Diese theosophischen Wahrheiten können von jedem verstanden werden, nur nicht von denen, welche sich durch äußere materielle Interessen in dieser oder jener Form zu sehr engagiert haben, sei es durch theoretisch-materielle Interessen, sei es durch Lebensinteressen, die rein im Materiellen aufgehen. Nur solche Menschen können sie nicht verstehen, welche sich haben gefangennehmen lassen von diesen Interessen, Menschen, die für nichts Sinn haben als für diese äußeren materiellen Interessen. Ihnen breitet sich ein Nebel aus über das, was das Herz entfalten soll, wenn es von der Theosophie ergriffen wird.
[ 37 ] Und wenn auch die Menschen, die heute in ehrlicher und aufrichtiger Weise sich hingezogen fühlen zu theosophischem Streben, dies nicht immer wissen, daß in ihnen unbewußt etwas sozusagen hellseherisch schon arbeitet, so ist es bei diesen Menschen gerade so, wie es bei den Philosophen ist, die die Schattenbilder des unbewußten hellseherischen Gehirnes sehen und nicht wissen, in welchem eigentümlichen Gedankenelemente sie eigentlich leben. Weil das Gehirn leichter den Erdenkräften zugänglich ist, durch Erdenkräfte leichter affiziert wird, daher leichter zu einem irdischen Organe gemacht wird als das Herz, das schwer zugänglich ist für irdische Kräfte, daher kommt es auch, daß, insbesondere in unserer Gegenwart, die Menschen dadurch, daß sie nach Erdengesetzen forschen und mit äußerem Wissen ihr Gehirn beschäftigen, die irdischen Teile des Gehirns so stark machen, daß dasjenige, was überirdisches Gehirn ist, ganz und gar abgelähmt wird im Inneren. Durch das, was die Theosophie herunterbringen wird, weil das Herz viel weniger zugänglich ist für die Verarbeitung der irdischen Kräfte, kann man, indem man von 'Theosophie spricht, viel leichter den Zugang zu den menschlichen Seelen finden als durch die bloße Philosophie. Denn wenn die Menschen durch die rein materiellen Interessen des äußeren Lebens sich nicht verlegt haben, was in der geschilderten Weise zu ihren Herzen sprechen kann, so werden sie immer empfänglich sein, insbesondere in unserer Zeit, für die theosophischen Wahrheiten. Diese theosophischen Wahrheiten können von jedem verstanden werden, nur nicht von denen, welche sich durch äußere materielle Interessen in dieser oder jener Form zu sehr engagiert haben, sei es durch theoretisch-materielle Interessen, sei es durch Lebensinteressen, die rein im Materiellen aufgehen. Nur solche Menschen können sie nicht verstehen, welche sich haben gefangennehmen lassen von diesen Interessen, Menschen, die für nichts Sinn haben als für diese äußeren materiellen Interessen. Ihnen breitet sich ein Nebel aus über das, was das Herz entfalten soll, wenn es von der Theosophie ergriffen wird.
[ 38 ] Daher muß man, um Philosophie zu verstehen, etwas haben, was den eigentümlichen Gebilden, von denen vorhin gesprochen worden ist, entgegenkommt und Schattenbilder von ihnen entwirft; man muß gewissermaßen sein Gehirn dressiert haben auf feinere Gedanken hin, in denen sich abschatten können die höheren, überphysischen Kräfte. Nun wissen Sie aber, daß die Menschen in den wenigsten Fällen das Gehirn so dressieren. Um Theosophie zu verstehen, braucht man keine Vorbildung. Um wahr zu finden, um zu verstehen das, was aus den okkulten Forschungen herausgeholt ist, wenn die okkulten Forscher ihre höheren Kräfte, ihre geistigen Leibesglieder emanzipiert haben von ihrem Herzen und Gehirn, brauchen die Menschen bloß nicht abgelenkt zu sein durch das äußere Leben, nicht aufzugehen im äußeren Leben. Der schlichteste, einfachste Mensch hat solche Kräfte, die hinreichen, die Theosophie zu verstehen. Er braucht nicht wissenschaftlich gebildet zu sein. Jeder kann, wenn er nur nicht mit Vormeinungen, mit Vorurteilen der Sache entgegenkommt, gewisse theosophische Wahrheiten verstehen. Denn diese theosophischen Wahrheiten sind in den gewöhnlichen Erlebnissen wie in Schattenbildern wiedergegebene Tatsachen der okkulten Forschung, die herrühren von dem unaussprechlichen Worte, das dann gehört wird — wenn wir das Wort vergleichsweise gebrauchen dürfen —, wenn der Mensch freigemacht hat, emanzipiert hat seine höheren Leibesglieder von dem physischen Herzen, wenn er also nicht nur leben kann in einem überphysischen Gehirn, sondern leben kann in einem überphysischen Herzensorgan.
[ 38 ] Daher muß man, um Philosophie zu verstehen, etwas haben, was den eigentümlichen Gebilden, von denen vorhin gesprochen worden ist, entgegenkommt und Schattenbilder von ihnen entwirft; man muß gewissermaßen sein Gehirn dressiert haben auf feinere Gedanken hin, in denen sich abschatten können die höheren, überphysischen Kräfte. Nun wissen Sie aber, daß die Menschen in den wenigsten Fällen das Gehirn so dressieren. Um Theosophie zu verstehen, braucht man keine Vorbildung. Um wahr zu finden, um zu verstehen das, was aus den okkulten Forschungen herausgeholt ist, wenn die okkulten Forscher ihre höheren Kräfte, ihre geistigen Leibesglieder emanzipiert haben von ihrem Herzen und Gehirn, brauchen die Menschen bloß nicht abgelenkt zu sein durch das äußere Leben, nicht aufzugehen im äußeren Leben. Der schlichteste, einfachste Mensch hat solche Kräfte, die hinreichen, die Theosophie zu verstehen. Er braucht nicht wissenschaftlich gebildet zu sein. Jeder kann, wenn er nur nicht mit Vormeinungen, mit Vorurteilen der Sache entgegenkommt, gewisse theosophische Wahrheiten verstehen. Denn diese theosophischen Wahrheiten sind in den gewöhnlichen Erlebnissen wie in Schattenbildern wiedergegebene Tatsachen der okkulten Forschung, die herrühren von dem unaussprechlichen Worte, das dann gehört wird — wenn wir das Wort vergleichsweise gebrauchen dürfen —, wenn der Mensch freigemacht hat, emanzipiert hat seine höheren Leibesglieder von dem physischen Herzen, wenn er also nicht nur leben kann in einem überphysischen Gehirn, sondern leben kann in einem überphysischen Herzensorgan.
[ 39 ] Richtige, logische Ausdrücke zu finden gerade für wissenschaftliche Begriffe, um das auszudrücken, was durch das überphysische Herz erforscht ist, dazu wird notwendig sein, daß man bekannt ist mit solchen wissenschaftlichen Begriffen. Aber selbst darauf kommt es in der Theosophie nicht an. Die wichtigsten theosophischen Wahrheiten können tatsächlich in einfache Begriffe gekleidet werden, und Sie wissen, wie wenig man dazu braucht, um hinreichendes Verständnis zu haben für die Grundwahrheiten der Theosophie. Das meiste, was wir oftmals vorbringen, ist ja eigentlich nicht nur dazu bestimmt, bloß für einfache schlichte Gemüter Überzeugungen hervorzurufen; die können schon sehr bald da sein. Bei einer gesunden Seele werden sie immer da sein; bei einer Seele, die nicht krank gemacht ist durch materielle Interessen, werden sie immer da sein. Was aber notwendig ist in unserer Zeit, ist, daß die Theosophie auch Schutz gegen die ungerechten Angriffe einer vermeintlich auf ihrem Recht bestehenden Wissenschaft finde. Wir müssen die einfachen, schlichten, leicht zu begründenden theosophischen Wahrheiten so vor die Welt hinstellen, daß sie zeigen, sie können sich halten, wenn man subtil und durchaus klar und richtig denkt. Allerdings, das letztere muß von den Menschen verlangt werden. Ein rastloses, ordentliches Denken muß verlangt werden, damit man einsehen kann, daß es keine Wahrheit gibt, die im Widerspruch steht mit dem, was Theosophie ist. Aber ein solches Denken ist, ich möchte nicht nur sagen, außerordentlich wenig vorhanden, sondern es ist sogar außerordentlich schwer zu erreichen. Die Art, wie äußere wissenschaftliche Vorurteile zwar nicht mit persönlicher Autorität, aber mit unangreifbarer äußerer Autorität auftreten, mit einer Autorität, die an unbestimmten Dingen haftet, die ist allerdings sehr verbreitet; und es ist geradezu gewaltig, was dadurch an Vorurteilen hervorgebracht wird.
[ 39 ] Richtige, logische Ausdrücke zu finden gerade für wissenschaftliche Begriffe, um das auszudrücken, was durch das überphysische Herz erforscht ist, dazu wird notwendig sein, daß man bekannt ist mit solchen wissenschaftlichen Begriffen. Aber selbst darauf kommt es in der Theosophie nicht an. Die wichtigsten theosophischen Wahrheiten können tatsächlich in einfache Begriffe gekleidet werden, und Sie wissen, wie wenig man dazu braucht, um hinreichendes Verständnis zu haben für die Grundwahrheiten der Theosophie. Das meiste, was wir oftmals vorbringen, ist ja eigentlich nicht nur dazu bestimmt, bloß für einfache schlichte Gemüter Überzeugungen hervorzurufen; die können schon sehr bald da sein. Bei einer gesunden Seele werden sie immer da sein; bei einer Seele, die nicht krank gemacht ist durch materielle Interessen, werden sie immer da sein. Was aber notwendig ist in unserer Zeit, ist, daß die Theosophie auch Schutz gegen die ungerechten Angriffe einer vermeintlich auf ihrem Recht bestehenden Wissenschaft finde. Wir müssen die einfachen, schlichten, leicht zu begründenden theosophischen Wahrheiten so vor die Welt hinstellen, daß sie zeigen, sie können sich halten, wenn man subtil und durchaus klar und richtig denkt. Allerdings, das letztere muß von den Menschen verlangt werden. Ein rastloses, ordentliches Denken muß verlangt werden, damit man einsehen kann, daß es keine Wahrheit gibt, die im Widerspruch steht mit dem, was Theosophie ist. Aber ein solches Denken ist, ich möchte nicht nur sagen, außerordentlich wenig vorhanden, sondern es ist sogar außerordentlich schwer zu erreichen. Die Art, wie äußere wissenschaftliche Vorurteile zwar nicht mit persönlicher Autorität, aber mit unangreifbarer äußerer Autorität auftreten, mit einer Autorität, die an unbestimmten Dingen haftet, die ist allerdings sehr verbreitet; und es ist geradezu gewaltig, was dadurch an Vorurteilen hervorgebracht wird.
[ 40 ] So sehen wir, daß selbstverständlich diejenigen, die sich auszukennen glauben auf dem Gebiete einer besonderen Wissenschaft, oder die in populärer Weise sich bekanntgemacht haben mit irgendwelchen Ergebnissen der Wissenschaft, auch glauben, mit ihrem Denken so weit zu sein, daß sie durchschauen können die Beziehungen von 'Theosophie zur Wissenschaft. Das können die Menschen aber gewöhnlich nicht, weil ein klares, geordnetes Denken keineswegs in der heutigen Zeit so weit verbreitet ist, als man glauben möchte. Gewisse Wissenschaften kann man heute mit einem recht ungeordneten Denken treiben, mit einem Denken, das herangebildet ist in dem engen Rahmen einer Spezialwissenschaft, und das nicht über den engen Rahmen dieser Wissenschaft hinausreicht. Und ein literarisch Tätiger, ein schreibender Mensch, ein Mensch, der heute dieses oder jenes publiziert, kann man schon sein, wenn man mit seinem Denken wirklich gar nicht sonderlich weit ist. Denn ob geordnetes, richtiges Denken hinter dem ist, was heute scheinbar geistig produziert wird, danach forschen gewöhnlich die Menschen gar nicht, weil man sozusagen kein Spürvermögen dafür hat. Es gehört nicht viel dazu, dieses Spürvermögen zu haben; man kann es wie eine Art Instinkt haben; aber es wird nur verstärkt dieses Spürvermögen, wenn man ein wenig mit okkulter Forschung und okkulten Kräften vertraut ist.
[ 40 ] So sehen wir, daß selbstverständlich diejenigen, die sich auszukennen glauben auf dem Gebiete einer besonderen Wissenschaft, oder die in populärer Weise sich bekanntgemacht haben mit irgendwelchen Ergebnissen der Wissenschaft, auch glauben, mit ihrem Denken so weit zu sein, daß sie durchschauen können die Beziehungen von 'Theosophie zur Wissenschaft. Das können die Menschen aber gewöhnlich nicht, weil ein klares, geordnetes Denken keineswegs in der heutigen Zeit so weit verbreitet ist, als man glauben möchte. Gewisse Wissenschaften kann man heute mit einem recht ungeordneten Denken treiben, mit einem Denken, das herangebildet ist in dem engen Rahmen einer Spezialwissenschaft, und das nicht über den engen Rahmen dieser Wissenschaft hinausreicht. Und ein literarisch Tätiger, ein schreibender Mensch, ein Mensch, der heute dieses oder jenes publiziert, kann man schon sein, wenn man mit seinem Denken wirklich gar nicht sonderlich weit ist. Denn ob geordnetes, richtiges Denken hinter dem ist, was heute scheinbar geistig produziert wird, danach forschen gewöhnlich die Menschen gar nicht, weil man sozusagen kein Spürvermögen dafür hat. Es gehört nicht viel dazu, dieses Spürvermögen zu haben; man kann es wie eine Art Instinkt haben; aber es wird nur verstärkt dieses Spürvermögen, wenn man ein wenig mit okkulter Forschung und okkulten Kräften vertraut ist.
[ 41 ] Lassen Sie mich im Zusammenhang mit dem, was ich jetzt gesagt habe, eine Bemerkung machen, die nur dazu dienen soll, zu illustrieren, wie einem, wenn man ein bißchen Empfindung hat, manchmal sonderbare Dinge begegnen können. Es ist zwar ein recht unbedeutendes Erlebnis, was ich zu sagen habe, aber es ist doch bezeichnend. Ich ging gestern vormittag durch eine Straße. Mein Blick fiel, sagen wir unwillkürlich, auf eine bestimmte Stelle des Schaufensters einer Buchhandlung. Und siehe da, ich fühlte, wie wenn mich etwas stechen würde, wie wenn mich eine Bremse oder eine Biene stechen würde. Ich meine den Vorgang geistig. Nun war ich neugierig, was da gestochen hat. Zunächst war ich nicht klar darüber, was aus diesem Schaufenster heraus gestochen haben kann, und ich schaute zu und fand, daß da eine Broschüre lag. An dieser Broschüre fiel mir ein Motto auf, und dieses Motto schien mir so, als ob es zur Verteidigung der Gesinnung dieser Broschüre bestimmt wäre, als ob der Autor dieses Motto bestimmt haben wollte zur Bezeichnung seiner Gesinnung. Warum hat aber nun das Motto gestochen? Wir werden gleich darüber klarwerden. Es steht nämlich folgendes darauf:
[ 41 ] Lassen Sie mich im Zusammenhang mit dem, was ich jetzt gesagt habe, eine Bemerkung machen, die nur dazu dienen soll, zu illustrieren, wie einem, wenn man ein bißchen Empfindung hat, manchmal sonderbare Dinge begegnen können. Es ist zwar ein recht unbedeutendes Erlebnis, was ich zu sagen habe, aber es ist doch bezeichnend. Ich ging gestern vormittag durch eine Straße. Mein Blick fiel, sagen wir unwillkürlich, auf eine bestimmte Stelle des Schaufensters einer Buchhandlung. Und siehe da, ich fühlte, wie wenn mich etwas stechen würde, wie wenn mich eine Bremse oder eine Biene stechen würde. Ich meine den Vorgang geistig. Nun war ich neugierig, was da gestochen hat. Zunächst war ich nicht klar darüber, was aus diesem Schaufenster heraus gestochen haben kann, und ich schaute zu und fand, daß da eine Broschüre lag. An dieser Broschüre fiel mir ein Motto auf, und dieses Motto schien mir so, als ob es zur Verteidigung der Gesinnung dieser Broschüre bestimmt wäre, als ob der Autor dieses Motto bestimmt haben wollte zur Bezeichnung seiner Gesinnung. Warum hat aber nun das Motto gestochen? Wir werden gleich darüber klarwerden. Es steht nämlich folgendes darauf:
Ein Kerl, der spekuliert, ist wie ein Tier, auf dürrer Heide
Von einem bösen Geist im Kreis herumgeführt,
Und ringsumher liegt schöne, grüne Weide.
Ein Kerl, der spekuliert, ist wie ein Tier, auf dürrer Heide
Von einem bösen Geist im Kreis herumgeführt,
Und ringsumher liegt schöne, grüne Weide.
[ 42 ] Darunter steht: Goethe, «Faust». Aber wer sagt es denn im «Faust»? Mephisto! — Es ist kein Ausspruch, auf den man sich berufen darf, wenn man auf Goethe Bezug nehmen will. Es ist ein Ausspruch, der dem Mephisto in den Mund gelegt wird. Wenn ihn also jemand dazu verwendet, ihn im guten, richtigen Sinne zu benützen, dann denkt er nicht ordentlich. Er will sich auf Goethe berufen; aber innere Gründe zwingen ihn dazu, sich nicht auf Goethe, sondern auf Mephisto, den Teufel zu berufen. Das zeigte mir, daß es da mit dem Denken etwas hapert. Der Stich rührte von einem undisziplinierten, ganz unordent lichen Denken her.
[ 42 ] Darunter steht: Goethe, «Faust». Aber wer sagt es denn im «Faust»? Mephisto! — Es ist kein Ausspruch, auf den man sich berufen darf, wenn man auf Goethe Bezug nehmen will. Es ist ein Ausspruch, der dem Mephisto in den Mund gelegt wird. Wenn ihn also jemand dazu verwendet, ihn im guten, richtigen Sinne zu benützen, dann denkt er nicht ordentlich. Er will sich auf Goethe berufen; aber innere Gründe zwingen ihn dazu, sich nicht auf Goethe, sondern auf Mephisto, den Teufel zu berufen. Das zeigte mir, daß es da mit dem Denken etwas hapert. Der Stich rührte von einem undisziplinierten, ganz unordent lichen Denken her.
