Spiritual Hierarchies
and their Reflection in the Physical World
GA 110
14 April 1909, Düsseldorf
Translated by Steiner Online Library
Fifth Lecture
[ 1 ] Wir haben das Wirken höherer geistiger Wesenheiten innerhalb unseres Kosmos an zwei Beispielen uns vor die Seele geführt, an dem Beispiel des alten Saturn und an der aus ihm als seine Wiederverkörperung hervorgehenden Sonne. Es wird nunmehr notwendig sein, daß wir zunächst heute in das geistige Reich selber eindringen, in dem diese höheren geistigen Wesenheiten sind, und uns noch von einer anderen Seite ihre Wirkungsweise vor Augen führen. Es wird im Laufe der ersten Hälfte der Vorträge manches gesagt werden müssen, was ein großer Teil von Ihnen, meine lieben Freunde, schon da oder dort gehört hat. Aber abgesehen davon, daß wiederum viele Zuhörer da sind, die von dem, was Voraussetzung ist, mancherlei noch nicht gehört haben, so ist es doch auch notwendig, gerade weil wir in diesem Vortragszyklus hoch hinaufsteigen müssen in die Regionen des Geisteslebens, manches wieder zu erwähnen, was schon einmal eine solche Voraussetzung ist.
[ 2 ] Aus dem bisher Gesagten werden Sie erkannt haben, daß innerhalb eines sich entwickelnden Weltsystems in der mannigfaltigsten Art geistige Wesenheiten tätig sind. Was ist eigentlich im Grunde genommen dieser alte Saturn? Machen wir uns davon einmal eine genaue Vorstellung. Natürlich hat der alte Saturn zunächst nichts zu tun mit dem gegenwärtigen Saturn. Sie können sich vielmehr vorstellen, daß in dem alten Saturn alles schon im Keime darinnen war, was heute unserem ganzen Sonnensystem angehört: unsere Sonne, unser Mond, unser Merkur, unsere Venus, unser Mars, unser Jupiter, alle diese Weltenkörper waren im alten Saturn drinnen und haben sich aus ihm herausgebildet. Denken Sie sich also einen Weltenkörper, der heute die Sonne zu seinem Mittelpunkt hätte und hinausreichen würde so, daß der heutige Saturn noch drinnen wäre, dann würden Sie diesen, unser heutiges Sonnensystem an Größe übertreffenden alten Saturn erst richtig in der Vorstellung haben. Also, aus diesem alten Saturn ist sozusagen unser ganzes Sonnensystem hervorgegangen. Man könnte ihn sogar vergleichen, zwar nicht vollständig, doch annähernd, mit dem gesamten Kant-Laplaceschen Welten-Urnebel, woraus nach der Ansicht vieler moderner Menschen unser Sonnensystem sich herausgebildet hat. Doch stimmt der Vergleich nicht vollständig, da die meisten sich eine Art von Gas als Ausgangspunkt unseres Sonnensystems denken, während wir gesehen haben, daß es nicht ein Gas-, sondern ein Wärmeleib war. Ein Riesenwärmeleib, das ist der alte Saturn.
[ 3 ] Und nun haben wir gestern gesagt: Da, wo dieser alte Saturn sich schon umgewandelt hat in die spätere Sonne, wirken aus dem Umfange, aus dem Universum herein die Cherubim. Nun haben Sie sich vorzustellen, daß diese Cherubim, die da im Umkreis der alten Sonne wirken, auch schon vorhanden waren im Umkreis des alten Saturn. Nur waren sie sozusagen noch nicht aufgerufen zu ihrer Wirksamkeit; sie waren, wenn es trivial gesagt werden darf, noch nicht daran gekommen, etwas Erhebliches zu tun, aber vorhanden waren sie schon im Umkreis des alten Saturn. Und auch noch andere Wesenheiten waren im Umkreis des alten Saturn vorhanden, eine Klasse noch erhabenerer Wesenheiten als die Cherubim: Das sind die Seraphim. Und aus derselben Region her kommen ja auch die Throne. Nur fließt sozusagen die Substanz der Throne, die einen Grad niedriger sind als die Cherubim, herunter und bildet die Wärmesubstanz des Saturn, wie wir das ausgeführt haben. So also können wir uns vorstellen diesen Saturn als Riesen-Wärmekugel, umgeben von einem Reigen geistiger Wesenheiten, die außerordentlich erhabener Natur sind. Man nennt sie im Sinne der christlichen Esoterik Throne, Cherubim, Seraphim. Es sind die dhyanischen Wesenheiten der östlichen Lehre.
[ 4 ] Nun fragen wir uns einmal: Woher kommt denn dieser Reigen erhabener Wesenheiten? Alles in der Welt, alles im Universum hat sich entwickelt. Und wenn wir uns eine Vorstellung machen wollen davon, woher diese Cherubim, Seraphim und Throne kommen, so tun wir gut, uns auf unser eigenes Sonnensystem zunächst einmal einzulassen und uns zu fragen, was wird denn aus unserem Sonnensystem einstmals werden? Wir wollen die Entwickelung unseres Sonnensystems einmal kurz zeichnen. Wir wissen, es ist ausgegangen von dem alten Saturn, dann hat sich dieser alte Saturn umgewandelt zur alten Sonne, diese wandelt sich um zum alten Mond. In der Zeit, in welcher die alte Sonne Mond wird, tritt eine besondere Entwickelung ein. Dieser Mond geht aus der Sonne zum erstenmal heraus, und wir haben in dem alten Mond zuerst einen Weltenkörper, der außerhalb der Sonne ist. Dadurch kann die Sonne sich höher entwickeln, daß sie das Gröbste aus sich herausgesetzt hat. Nun entwickelt sich das ganze System zum System unserer heutigen Erde. Unsere Erde kommt dadurch zustande, daß sich wiederum außer allem übrigen Mond und Erde als die gröberen Substanzen und die Träger der gröberen Wesenheiten von der Sonne heraussondern. Aber die Entwickelung geht weiter. Die Wesenheiten, die jetzt auf der Erde abgesondert wohnen müssen, die aus der Sonne sozusagen herausgeworfen sind, diese Wesenheiten entwickeln sich in ihrer Sonnenabgesondertheit immer höher und höher. Sie müssen noch einen Zustand durchmachen, den Jupiterzustand. Aber dadurch reifen sie allmählich heran, sich wiederum mit der Sonne zu vereinigen. Und wenn der Zustand der Venusentwickelung gekommen sein wird, dann werden alle die Wesen, die heute auf unserer Erde wogen und leben, sozusagen wiederum aufgenommen worden sein in die Sonne, und die Sonne wird selbst eine höhere Stufe der Entwickelung erreicht haben, eben dadurch, daß sie alle ihre Wesenheiten, die sie aus sich herausgesetzt hat, wieder zurückerlöst hat. Und dann kommt die Vulkanentwikkelung, die höchste Stufe der Entwickelung unseres Systems. Denn das sind die sieben Entwickelungsstufen unseres Systems: Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus und Vulkan. In der Vulkanentwikkelung sind alle die Wesenheiten, die sozusagen aus kleinen Anfängen des Saturndaseins hervorgegangen sind, im höchsten Sinne vergeistigt, sie sind zusammen nicht nur Sonne, sondern Über-Sonne geworden. Der Vulkan ist mehr als Sonne und damit hat er erlangt die Reife zum Opfer, die Reife dazu, sich aufzulösen.
[ 5 ] Das ist die nächste Stufe der Entwickelung, daß ein solches System, in welchem von einem Ausgangspunkte aus eine Sonne entsteht, diese Sonne sozusagen zuerst schwach ist und ihre Planeten hinauswerfen muß, damit sie sich selbst weiterentwickeln kann. Sie wird stark, nimmt ihre Planeten wieder auf, wird zum Vulkan. Und nun löst sich das Ganze auf, und es wird aus der Vulkankugel nachher eine Hohlkugel, es wird dann eben etwas Ähnliches, wie es dieser Reigen der Throne, Cherubim und Seraphim ist. Es wird also die Sonne sich auflösen, ins Universum hinaus sich hinopfern, ausstrahlen ihre Wesenheit. Und dadurch wird sie selbst ein Reigen von solchen Wesenheiten, wie die Seraphim, Cherubim und Throne es sind, der nun zum neuen Schaffen im Weltall fortschreitet.
[ 6 ] Warum können die Throne aus ihrer Substanz heraus dasjenige abgeben, was der Saturn braucht? Weil die Throne sich vorbereitet haben in einem früheren System durch solche sieben Zustände hindurch, wie unser Sonnensystem es jetzt durchmacht. Bevor etwas ein System wird von Thronen, Cherubim, Seraphim, muß es ein Sonnensystem gewesen sein; das heißt, wenn eine Sonne so weit ist, daß sie sich mit ihren Planeten wieder vereinigt hat, dann wird sie Umkreis, dann wird sie selber ein Tierkreis. Das, was wir im Tierkreis kennengelernt haben, diese erhabenen Wesenheiten, sind die Reste, die uns herübergekommen sind aus einem alten Sonnensystem. Was früher innerhalb eines Sonnensystems sich entwickelt hat, das kann jetzt herunterwirken aus dem Weltenraum und kann selber ein neues Sonnensystem aus sich gebären und schaffen. Deshalb sind diese Wesenheiten, die Seraphim, Cherubim, Throne, für uns zunächst die höchste Hierarchie unter den göttlichen Wesenheiten, weil sie ihre Sonnensystem-Entwickelung bereits durchgemacht haben und zum großen kosmischen Opferdienst aufgestiegen sind.
[ 7 ] Diese Wesenheiten sind dadurch erst in wirklich unmittelbare Nähe gekommen der höchsten Göttlichkeit, von der wir zunächst überhaupt sprechen können, der Trinität, der dreifachen Göttlichkeit. Jenseits also der Seraphim haben wir zu sehen jene höchste Göttlichkeit, welche Sie bei fast allen Völkern finden als die dreifache Göttlichkeit, ausgedrückt als Brahma, Shiva, Vishnu, als Vater, Wort und Heiliger Geist. Dieser höchsten Göttlichkeit, der obersten Dreieinigkeit, entspringen gleichsam die Pläne zu einem jeden neuen Weltensystem. Blicken wir zurück zum alten Saturn, so sagen wir uns: Bevor irgend etwas ins Dasein getreten ist von diesem alten Saturn, ist in der göttlichen Dreieinigkeitder Plan erwachsen. Aber diese Dreieinigkeit braucht Wesenheiten zur Ausführung des Planes. Diese Wesenheiten müssen sich erst reif machen dazu. Die ersten Wesenheiten, die um die Gottheit sozusagen selber sind, die, wie man es schön ausgedrückt hat in der christlichen abendländischen Esoterik, «unmittelbar den Anblick Gottes genießen», das sind die Seraphim, Cherubim, Throne. Die nehmen nun die Pläne eines neuen Weltensystems entgegen von der göttlichen Dreieinigkeit, der sie entspringen. Es ist das natürlich, Sie verstehen, meine lieben Freunde, mehr bildlich gesprochen als wirklich, denn wir müssen mit menschlichen Worten solch erhabene Tätigkeiten ausdrücken, für die menschliche Worte wahrhaftig nicht geschaffen sind. Menschliche Worte sind nicht da, um solch hohe Tätigkeit auszudrücken, durch die zum Beispiel am Beginn unseres Sonnensystems die Seraphim entgegennahmen die höchsten Pläne der göttlichen Dreieinigkeit, die da enthalten, wie sich unser Sonnensystem durch Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus und Vulkan hindurchentwickeln soll. Seraphim ist ein Name, der von all denen, die ihn richtig im Sinne der alten hebräischen Esoterik selbst verstanden haben, immer so gedeutet worden ist, daß die Seraphim die Aufgabe haben, die höchsten Ideen, die Ziele eines Weltensystems entgegenzunehmen aus der Trinität. Die Cherubim, die nächstniedrige Stufe der Hierarchie, haben die Aufgabe, in Weisheit nunmehr auszubauen die Ziele, die Ideen, die von den höchsten Göttern entgegengenommen werden. Die Cherubim sind also Geister höchster Weisheit, die in ausführbare Pläne dasjenige umzusetzen verstehen, was ihnen angegeben wird von den Seraphim. Und die Throne hinwiederum, der dritte Grad der Hierarchie von oben, der hat die Aufgabe, nunmehr, natürlich sehr bildlich gesprochen, Hand anzulegen, damit das, was in Weisheit ausgedacht ist, damit diese hehren Weltengedanken, die die Seraphim von den Göttern empfangen, die die Cherubim durchgedacht haben, in Wirklichkeit umgesetzt werden.
[ 8 ] Wir sehen förmlich, wenn wir nur mit der Seele sehen wollen, wie durch das Herunterfließen der Feuersubstanz durch die Throne die erste Stufe der Verwirklichung der göttlichen Pläne geschieht. So stellen uns die Throne diejenigen Wesenheiten dar, die die Kraft haben, das zunächst durch die Cherubim Ausgedachte umzusetzen in eine erste Wirklichkeit. Das geschieht, indem diese Throne hineinfließen lassen in den Raum, der sozusagen in Aussicht genommen worden ist für ein neues Weltensystem, ihre eigene Substanz, die Substanz des ursprünglichen Weltenfeuers. Wenn wir uns das recht bildlich vorstellen wollen, so können wir sagen: Ein altes Sonnensystem ist verschwunden und verklungen; innerhalb dieses alten Sonnensystems sind herangereift zur höchsten Reife der Reigen der Seraphim, Cherubim, Throne. Nun suchen sich diese nach den Angaben der höchsten Dreieinigkeit einen Kugelraum im Weltenraum aus und sagen sich, hier wollen wir beginnen. Und jetzt nehmen die Seraphim die Ziele des Weltensystems entgegen, die Cherubim arbeiten dieses Ziel aus, und in diesen Kugelraum lassen fließen aus ihrer eigenen Wesenheit heraus die Throne das Urfeuer. So haben wir den Anfang unseres Weltensystems erfaßt.
[ 9 ] Aber es sind nun auch noch andere Wesenheiten in einer gewissen Weise schon dabeigewesen bei dem früheren Sonnensystem, dessen Nachfolger das unsrige ist. Diese Wesenheiten sind nur nicht so hoch gestiegen wie die Seraphim, Cherubim, Throng; sie sind auf niedrigerer Stufe stehengeblieben, sind so herübergekommen, daß sie selber noch eine gewisse Entwickelung durchmachen müssen, bevor sie schöpferisch tätig sein können, bevor sie Opfer bringen können. Diese Wesenheiten sind nun die Wesenheiten der zweiten dreigliederigen Hierarchie. Die erste dreigliederige Hierarchie haben wir soeben betrachtet. Die Wesenheiten der zweiten sind diejenigen, deren Namen wir auch schon angeführt haben: die Kyriotetes oder Herrschaften oder Dominationes oder auch Geister der Weisheit, dann die sogenannten Mächte oder Dynamis, wie sie Dionysius der Areopagite nennt und nach ihm die Lehrer des Abendlandes Virtues, Tugenden. Das ist die zweite Stufe der zweiten Hierarchie. Und die dritte Stufe sind die sogenannten Gewalten. Es sind die Geister der Form, die auch genannt werden von den Lehrern des Abendlandes Potestates, das ist Gewalten.
[ 10 ] Nun wollen wir uns einmal fragen: Wenn wir auf den alten Saturn zurückblicken, wo sind denn nun, nachdem wir gesehen haben, daß die erste Hierarchie im Umkreis des Saturn ist, die Wesenheiten dieser zweiten Hierarchie? Wo haben wir die Herrschaften, die Mächte, die Gewalten zu suchen? Wir haben sie innerhalb des alten Saturn zu suchen. Wenn die Throne sozusagen gerade bis an die Grenze heranreichen, so haben wir innerhalb des alten Saturn die Herrschaften, Mächte und Gewalten. Also im alten Saturn, in seiner Masse drinnen, wirken wiederum wie drei Reigen die Gewalten, die Mächte, die Herrschaften. Sie sind innerhalb der Saturnsubstanz wirkende geistige Wesenheiten.
[ 11 ] Jetzt wollen wir uns einmal ein wenig verständigen mit der so außerordentlich phantastischen modernen Weltentstehungstheorie, indem wir uns noch einmal vor Augen führen, was diese als KantLaplacesche Theorie hingestellt hat. Eine Nebelmasse hat sie hingestellt als Ausgangspunkt für unser Sonnensystem, und nun stellt sich ja diese Kant-Laplacesche Theorie vor, daß diese ganze Riesengasmasse anfängt, sich herumzudrehen, herumzuwirbeln. Bekanntlich findet sie das außerordentlich einleuchtend, daß, wenn sich das herumdreht, sich nach und nach die äußeren Planeten abspalten. Zuerst werden es Ringe, die ziehen sich dann zusammen; in der Mitte bleibt die Sonne und die anderen rotieren um sie herum. Sie stellt sich das ganz mechanisch vor. Nun, nicht wahr, es wird ein sehr niedliches Schulexperiment zur Verdeutlichung dieser Sache gemacht. Man zeigt, wie im kleinen ein solches Sonnensystem gebildet wird. Man nimmt ein Gefäß mit Wasser, nimmt einen großen Öltropfen, dann schneidet man, so daß man die Größe des Äquators ins Auge faßt, ein Kartenblatt, steckt es in der Äquatorrichtung durch und von oben eine Stecknadel hinein. Dann bringt man diesen Öltropfen zur Rotation. Es spalten sich kleine Tröpfchen ab und kreisen herum, und da sagt derjenige, der das den Schülern vorgeführt hat, manchmal recht alten Schülern: Nun seht einmal, da habt ihr die Entstehung eines Weltensystems im kleinen! — Und es leuchtet das sofort ein. Denn was sollte mehr einleuchten, als wenn man mit seinen Augen sieht, wie ein solches Sonnensystem entsteht? Warum sollte man nicht begreifen, daß da draußen einmal ein Riesenweltennebel war und sich gedreht hat und daß sich Planeten abgetrennt haben wie die Tröpfchen, die Miniatur-Merkure und -Saturne von dem großen Öltropfen? Man muß allerdings ein wenig über die Naivität, mit der da vorgegangen wird, staunen. Denn die Betreffenden, die also das Kant-Laplacesche System recht begreiflich zu machen versuchen, die vergessen dabei nur eins, was sonst ja ganz gut ist zu vergessen, aber in diesem Falle geht es halt nicht - sie vergessen nämlich sich selbst, sie vergessen, daß sie dagestanden und erstgedreht haben. Das ist natürlich eine unglaubliche Naivität, aber die Naivität der modernen matersalistischen Mythologie ist eben sehr groß, größer als die irgendeiner anderen Mythologie war. Das werden erst zukünftige Zeiten einsehen. Also, es ist da einer, der veranstaltet das Ganze, der dreht das Ganze. Es muß also notwendig, wenn man überhaupt denken kann, wenn man nicht verlassen ist von allen guten Geistern der Logik, vorausgesetzt werden, daß geistige Mächte beteiligt sind da draußen bei der Drehung der Weltenkörper. Wenn man also schon absehen will von dem Fehler, daß ein Urgas an die Stelle des Urfeuers gesetzt wird, so darf man doch nicht voraussetzen, daß diese Gasmasse von selber anfängt herumzuwirbeln. Man muß fragen: Wo sind die geistigen Kräfte und Mächte, die diese Masse, also für uns die Masse des Urfeuers, in Bewegung versetzen, so daß drinnen etwas geschieht? Wir haben sie jetzt aufgezählt: Aus der Umgebung und im Innern arbeiten die geistigen Kräfte. Die da ringsherum sind, die Wesenheiten, die ihre Fähigkeiten erworben haben in früheren Systemen, die arbeiten von außen; da drinnen sind Wesenheiten von geringerer Reife, die nun im Innern die Masse differenzieren, die das hervorbringen, was wir im Auge hatten, als wir sagten, daß da drinnen Gebilde von Wärme entstehen und so weiter. Es sind das Wesenheiten von höchster Intelligenz, die alles das anordnen, was da geschieht.
[ 12 ] Was für eine Aufgabe haben zunächst die ersten Wesenheiten dieser zweiten Hierarchie? Die Herrschaften oder Dominationes nehmen dasjenige, was die Throne sozusagen aus dem Universum herunterbringen, zunächst auf und ordnen es so an, daß eine Zusammenstimmung stattfinden kann zwischen dem einzelnen Weltenkörper, der da entsteht, zwischen dem Saturn und dem ganzen Universum. Es muß ja im Innern des Saturn alles so angeordnet werden, daß drinnen alles dem entspricht, was draußen ist. Es muß also das, was die Seraphim, Cherubim und Throne aus der Hand Gottes herunterbringen auf den Saturn, so geordnet werden, daß drinnen diese Befehle ausgeführt und diese Impulse auch verwirklicht werden. Also es empfangen die Herrschaften oder Kyriotetes aus dem Umfang des Saturn dasjenige, was durch die Vermittelung der höchsten Hierarchie herunterkommt, um es umzugestalten, daß es in den Saturn hineinpaßt.
[ 13 ] In einer weiteren Art wird das umgearbeitet, was die Herrschaften entgegennehmen, durch die Mächte, Dynamis. Und zwar geschieht das so, daß, wenn die Herrschaften innerhalb des Saturn gleichsam die obersten Anordnungen treffen, die Mächte nunmehr die nächste Ausführung dieser Anordnungen übernehmen. Die Gewalten dagegen, die sorgen dafür — wir werden noch genauer darüber sprechen, wir wollen jetzt nur im großen die Sache charakterisieren —, daß dasjenige, was also gebaut worden ist nach der Absicht des Universums, Bestand hat, solange es notwendig ist, daß es also nicht sogleich wieder zugrunde geht. Sie sind die Erhalter. So haben wir in den Herrschaften die Anordner innerhalb des Saturn, in den Mächten haben wir diejenigen, die diese Anordnungen zunächst ausführen, und die Gewalten sind die Erhalter dessen, was die Mächte also gebaut haben.
[ 14 ] Nun wollen wir heute einmal davon absehen, wie die nächste Hierarchie, von der wir ja auch schon gesprochen haben, arbeitet, die Geister der Persönlichkeit, die Feuergeister und die Engel. Wir wollen aber heute noch mit den neu gewonnenen Erkenntnissen den Übergang vom alten Saturn zur alten Sonne einmal in Betracht ziehen. Ich habe Ihnen ja die wesentlichen Vorgänge bereits gestern beschrieben. Was da geschieht, wenn der alte Saturn Sonne wird, ist, daß das Urfeuer nun übergeht in den Gas- oder Luftzustand, so daß also die alte Sonne aus dem besteht, was man nennt den Rest des gebliebenen Urfeuers. Hineingemischt und untermischt ist dieses Urfeuer jetzt mit dem, was sich verdichtet hat zu Gas oder Rauch. Also zwei Substanzen sind da vorhanden: Urfeuer und ein Teil des Urfeuers, verdichtet zu Gas oder Rauch oder Luft - wie Sie es nennen wollen. Das gilt im wesentlichen für die alte Sonne. Wir werden schon sehen, daß es anders geworden ist bei unserer Sonne; die hat sich bis heute durch Zwischenzustände zu etwas anderem entwickelt, obwohl es Leute gibt, die da behaupten, daß das Innere unserer Sonne heute auch bloß eine Art von Gas sei.
[ 15 ] Wenn Sie aber sich überhaupt ein klein wenig einlassen auf allerlei Theorien, zu denen unsere materialistische Naturwissenschaft kommt, da werden Sie, wenn Sie das denkend tun, überhaupt rechte Wunder erleben. So findet sich ein populäres Büchelchen, das durch seine Billigkeit viel gekauft wird, worin behauptet wird von der heutigen Sonne, sie müsse in der Mitte nicht etwas Festes haben, sondern eben Gas. Nur sei dieses Gas — man sollte es eigentlich nicht glauben, aber es steht in einem populären Schriftchen - so dick wie Honig oder Teer. Nun, demjenigen, der sich zu der Anschauung aufschwingt, daß ein Gas unter Druckverhältnissen wie Honig oder Teer aussieht, dem will ich zwar gerne gönnen, daß er in einem solchen Schlaraffenland wandeln kann, wo er sich in einer Luft bewegt, die aus Honig besteht, und will ihm nicht wünschen, sich in einer Luft bewegen zu müssen, die so dick ist wie Teer. Solche Auswüchse der materialistischen Theorie gibt es.
[ 16 ] Also wir sprechen nicht von unserer heutigen Sonne, sondern von jener alten Sonne, die wirklich besteht aus dem Urfeuer und aus dem, was man nennt Feuernebel oder Feuerluft. Sie finden im «Faust» den Ausdruck, weil Goethe ihn sehr gut kannte, und in der theosophischen Literatur finden Sie den Ausdruck Feuernebel durchaus vertreten. Also aus einem Gemisch dieser beiden Substanzen müssen wir uns diese alte Sonne denken. Das ist aber nicht von selbst gekommen. Es verdichten sich Weltenkörper nicht von selbst; es müssen geistige Wesenheiten diese Verdichtung bewirken. Welche geistigen Wesenheiten sind es nun, die die Verdichtung der Substanz vom alten Saturn zur Sonne herüber bewirken? Das sind die Wesenheiten, welche wir Herrschaften genannt haben. Diese Herrschaften sind es, die nunmehr von außen hereindrücken und die ursprünglich gewaltige Saturnmasse zusammendrängen, so daß sie kleiner wird. Und so lange haben die Herrschaften gedrückt, daß nun diese alte Sonne geworden ist von der Größe einer Weltenkugel, deren Masse Sie sich, wenn Sie die Sonne in den Mittelpunkt setzen, bis zum Jupiter denken müssen. Also der Saturn war so groß wie eine Weltenkugel, die die Sonne zum Mittelpunkt hat und bis zum heutigen Saturn reicht — eine gewaltige Kugel, so groß wie unser ganzes Sonnensystem, bis zum Saturn. Die Sonne, von der wir jetzt sprechen, war eine Weltenkugel, die sich ausdehnte bis zum heutigen Jupiter. Dieser ist die Grenzmarke für die Ausdehnung jener alten Sonne. Sie tun überhaupt gut, in diesen Planeten draußen sich Grenzmarken für die Ausdehnung der alten Weltenkörper vorzustellen.
[ 17 ] Sie sehen, so nähern wir uns allmählich der Theorie der Planetenentstehung, indem wir sie herleiten aus der Tätigkeit der Hierarchien. Und gehen wir jetzt weiter. Wir wissen ja nun, daß der nächste Zustand wiederum ein Verdichtungszustand ist. Der dritte Zustand unseres Weltensystems ist der des alten Mondes. Diejenigen, die sich beschäftigt haben mit den Mitteilungen aus der Akasha-Chronik, wissen, daß der alte Mond dadurch entstanden ist, daß sich wiederum die Substanz der Sonne weiter verdichtet hat bis zum Wässerigen. Der Mond hat noch nicht feste Erde, aber er hat Feuer, Luft und Wasser. Er hat das wässerige Element sich eingeordnet. Es hat sich das Gas oder die Luft verdichtet zum wässerigen Element. Wer hat das bewirkt? Das hat die zweite Gruppe aus dieser Hierarchie der geistigen Wesenheiten bewirkt, diejenige Gruppe, die wir Mächte, Virtues, nennen. Und es ist also durch die Virtues geschehen, daß die Masse der alten Sonne zusammengedrängt worden ist bis zur Grenze des heutigen Mars. Der Mars ist wiederum der Grenzstein für die Größe des alten Mondes. Wenn Sie sich eine Kugel vorstellen, in der Mitte die Sonne und die Masse ausgedehnt bis dahin, wo heute der Mars kreist, dann haben Sie den alten Mond in seiner Größe.
[ 18 ] Jetzt sind wir an demjenigen Punkt angelangt, wo wir uns erinnern wollen, daß, als aus Saturn und Sonne der alte Mond entstand, etwas ganz Neues geschah. Es wurde jetzt ein Teil der dichten Substanz hinausgeworfen, und es entstanden zwei Körper. Der eine Körper nahm die feinsten Substanzen und Wesenheiten und wurde eine feinere Sonne, der zweite Körper wurde ein um so dichterer Mond. Es entwickelt sich dieser dritte Zustand unseres Planetensystems also so, daß er nur eine Zeitlang ein einheitlicher Planet ist; dann aber wirft er einen Planeten aus sich heraus, der nun neben ihm ist. Zuerst reicht also der Mond, solange er ein einheitlicher Körper ist, bis zum Mars. Dann aber zieht sich die Sonne zusammen, und sie wird umkreist von einem Körper, und zwar ungefähr da, wo der heutige Mars sie umkreist, das heißt ungefähr in der Peripherie des ursprünglichen einheitlichen Körpers.
[ 19 ] Wodurch ist nun überhaupt diese Abspaltung zustande gekommen? Wodurch ist ein Weltenkörper zu zweien geworden? Es ist das geschehen zur Zeit der Herrschaft der Mächte, Dynamis. Für diejenigen, die mancherlei auf diesem Gebiet mit mir schon verfolgt haben, ist es nicht unbekannt, daß im ganzen Weltenall etwas ähnliches geschieht wie im gewöhnlichen Menschenleben. Wo sich Wesen entwickeln, da gibt es solche, die vorschreiten, und andere, die zurückbleiben. Wie mancher Vater hat es zu beklagen, daß sein Sohn sitzenbleibt im Gymnasium, während andere rasch vorschreiten. Also wir haben es mit einem verschiedenen Tempo der Entwickelung zu tun. So ist es auch im ganzen Kosmos. Und insbesondere tritt durch gewisse Gründe, die wir noch kennenlernen werden, jetzt, wo die Mächte ihre Mission, ihre Funktion angetreten hatten, etwas ein, was man in der ganzen Esoterik, in allen Mysterien nennt den Streit am Himmel. Und diese Lehre vom Streit am Himmel bildet einen wesentlichen, einen integrierenden Teil in allen Mysterien; sie enthält auch das Urgeheimnis über die Entstehung des Bösen. Die Virtues, die Mächte, waren nämlich in einem bestimmten Zeitpunkt der Mondenentwickelung von sehr verschiedenen Reifegraden. Die einen sehnten sich danach, so hoch wie möglich geistig zu steigen, andere wieder waren zurückgeblieben oder wenigstens in normaler Weise in ihrer Entwickelung weitergeschritten. Also es gab Mächte, welche ihren Genossen auf dem alten Monde weit vorangeschritten waren. Die Folge davon war, daß sich diese zwei Klassen von Mächten oder Virtues trennten. Die Fortgeschritteneren, die zogen den Sonnenkörper heraus, und die mehr Zurückgebliebenen bildeten den ihn umkreisenden Mond. So also haben wir zunächst skizzenhaft geschildert den Streit am Himmel, das Auseinanderzerren des alten Mondes, so daß der Nebenplanet, der alte Mond, unter die Herrschaft der zurückgebliebenen Virtues kommt und die alte Sonne unter die Herrschaft der fortgeschritteneren Virtues.
[ 20 ] Etwas von diesem Streit am Himmel klingt hinein in die ersten Sätze der Göttlichen Gita, die symbolisch im Kampf am Anfang manches nachklingen läßt von diesem gewaltigen Streit am Himmel. Oh, es war ein mächtiges Kampffeld, das da vorhanden war. Von der Zeit an, wo die Herrschaften oder Dominationes oder Kyriotetes gewirkt haben zur Herstellung der alten Sonne bis hinein in die Zeit der Herstellung des alten Mondes, wo angetreten haben die Mächte oder Dynamis ihre Mission, da war ein mächtiges Kampffeld, ein gewaltiger Streit am Himmel. Zusammengezogen haben unsere gesamte SonnensystemMasse die Herrschaften bis zum Markstein des Jupiter, zusammengezogen haben die Virtues oder Mächte dann das ganze System bis zum Markstein des heutigen Mars. Zwischen diesen beiden planetarischen Marksteinen am Himmel liegt das große Kampffeld des Streites am Himmel mitten drinnen. Sehen Sie sich an dieses Schlachtfeld am Himmel! Erst das 19. Jahrhundert hat mit physischen Augen sozusagen wiederentdeckt die Verwüstungen, die angerichtet worden sind durch den Streit am Himmel. Zwischen Mars und Jupiter haben Sie das Heer der kleinen Planetoiden hineingesprengt. Das sind die Trümmer des Schlachtfeldes vom Streit am Himmel, der ausgefochten worden ist zwischen den zwei kosmischen Zeitpunkten, da zusammengezogen wurde unser Sonnensystem bis zum Jupiter und später bis zum Mars. Und wenn unsere Astronomen die Fernrohre hinausrichten in den Himmelsraum und noch immer Planetoiden entdekken, so sind das Trümmer jenes großen Schlachtfeldes des Streites zwischen den fortgeschritteneren Virtues und den weniger fortgeschrittenen Virtues, die auch das Absprengen des Mondes von seiner Sonne zustande gebracht haben.
[ 21 ] So sehen wir: Wenn wir die Taten der göttlich-geistigen Wesenheiten betrachten, erscheinen uns die äußeren Dinge als Ausdruck, als äußere Physiognomie der göttlich-geistigen Wesenheiten.
--- TRANSLATIONS --- Fifth Lecture[ 1 ] We have brought the workings of higher spiritual beings within our cosmos to life through two examples: the example of ancient Saturn and that of the Sun, which emerged from it as its reincarnation. It will now be necessary for us to first enter today into the spiritual realm itself, where these higher spiritual beings dwell, and to examine their mode of action from yet another perspective. In the course of the first half of these lectures, much will have to be said that a large number of you, my dear friends, have already heard here and there. But apart from the fact that there are again many listeners here who have not yet heard much of what is a prerequisite, it is nevertheless also necessary—precisely because we must ascend high into the regions of spiritual life in this lecture series—to mention again certain things that are already such a prerequisite.
[ 2 ] From what has been said so far, you will have realized that spiritual beings are active in the most diverse ways within a developing world system. What, in essence, is this ancient Saturn? Let us try to form a clear picture of it. Of course, the ancient Saturn has nothing to do with the present-day Saturn. Rather, you can imagine that within the ancient Saturn lay the seeds of everything that today belongs to our entire solar system: our Sun, our Moon, our Mercury, our Venus, our Mars, our Jupiter—all these celestial bodies were contained within the ancient Saturn and emerged from it. So imagine a celestial body that today would have the Sun at its center and would extend outward so that today’s Saturn would still be inside it; then you would truly have a mental image of this ancient Saturn, which surpasses our present-day solar system in size. So, our entire solar system emerged, so to speak, from this ancient Saturn. One could even compare it—not entirely, but approximately—to the entire Kant-Laplacean primordial cosmic nebula, from which, in the view of many modern people, our solar system emerged. Yet the comparison is not entirely accurate, since most people imagine a kind of gas as the starting point of our solar system, whereas we have seen that it was not a gas but a body of heat. A giant heat body—that is the ancient Saturn.
[ 3 ] And now, as we said yesterday: where this ancient Saturn has already transformed into the future Sun, the Cherubim are at work from the outer reaches, from the universe. Now you must imagine that these Cherubim, who are active in the sphere of the ancient Sun, were already present in the sphere of the ancient Saturn. Only they had not yet, so to speak, been called upon to act; they had not yet, if I may put it simply, had the opportunity to do anything significant, but they were already present in the sphere of the old Saturn. And there were also other beings present in the sphere of the old Saturn, a class of beings even more exalted than the Cherubim: these are the Seraphim. And the Thrones also come from the same region. Only, so to speak, the substance of the Thrones, which are one degree lower than the Cherubim, flows downward and forms the heat substance of Saturn, as we have explained. Thus we can imagine this Saturn as a giant sphere of heat, surrounded by a circle of spiritual beings of an extraordinarily exalted nature. In the context of Christian esotericism, they are called Thrones, Cherubim, and Seraphim. They are the Dhyanic beings of Eastern teachings.
[ 4 ] Now let us ask ourselves: Where does this procession of sublime beings come from? Everything in the world, everything in the universe has evolved. And if we want to form an idea of where these cherubim, seraphim, and thrones come from, we would do well to first consider our own solar system and ask ourselves: What will become of our solar system one day? Let us briefly outline the evolution of our solar system. We know it originated from the ancient Saturn; then this ancient Saturn transformed into the ancient Sun, which in turn transforms into the ancient Moon. During the time when the ancient Sun becomes the Moon, a special development takes place. This Moon emerges from the Sun for the first time, and in the ancient Moon we first have a world body that is outside the Sun. Through this, the Sun is able to develop to a higher level, having cast out the coarsest elements from itself. Now the entire system develops into the system of our present-day Earth. Our Earth comes into being because, in turn, apart from everything else, the Moon and Earth—as the coarser substances and the bearers of the coarser beings—separate from the Sun. But the development continues. The beings who must now dwell in isolation on Earth—who have been, so to speak, cast out of the Sun—these beings develop ever higher and higher in their separation from the Sun. They must still pass through a stage, the Jupiter stage. But through this they gradually mature to reunite with the Sun once more. And when the stage of Venusian development has arrived, then all the beings that today dwell and live on our Earth will, so to speak, have been taken back into the Sun, and the Sun itself will have reached a higher stage of development, precisely by having redeemed all the beings it had sent forth from itself. And then comes the Vulcan stage of development, the highest stage of development in our solar system. For these are the seven stages of development in our solar system: Saturn, Sun, Moon, Earth, Jupiter, Venus, and Vulcan. In the volcanic stage, all the beings that emerged, so to speak, from the small beginnings of Saturn’s existence have been spiritualized in the highest sense; together they have become not merely the Sun, but the Super-Sun. The volcano is more than the Sun, and thus it has attained the maturity for sacrifice, the maturity to dissolve itself.
[ 5 ] This is the next stage of development: in such a system, where a sun arises from a single point of origin, this sun is, so to speak, weak at first and must cast out its planets so that it can continue to develop on its own. It grows strong, draws its planets back in, and becomes a volcano. And now the whole thing dissolves, and the volcanic sphere subsequently becomes a hollow sphere; it then becomes something similar to this circle of Thrones, Cherubim, and Seraphim. Thus the sun will dissolve, sacrifice itself out into the universe, and radiate its essence. And through this, it itself becomes a procession of such beings as the seraphim, cherubim, and thrones, which now proceeds to new creation in the cosmos.
[ 6 ] Why are the Thrones able, by their very nature, to provide what Saturn needs? Because the Thrones prepared themselves in an earlier system by passing through seven stages similar to those our solar system is currently undergoing. Before a system of Thrones, Cherubim, and Seraphim comes into being, it must first have been a solar system; that is to say, when a sun has reached the point where it has reunited with its planets, it becomes a zodiac, it itself becomes a zodiac. What we have come to know in the zodiac—these exalted beings—are the remnants that have come down to us from an ancient solar system. What once developed within a solar system can now work down from outer space and can itself give birth to and create a new solar system. That is why these beings—the Seraphim, Cherubim, and Thrones—are for us, for the time being, the highest hierarchy among the divine beings, because they have already undergone their solar system development and have ascended to the great cosmic service of sacrifice.
[ 7 ] It is only through this that these beings have come into truly immediate proximity to the highest divinity of which we can speak at all: the Trinity, the triune divinity. Beyond the Seraphim, then, we must consider that highest Divinity, which you find among almost all peoples as the triune Divinity, expressed as Brahma, Shiva, Vishnu, as Father, Word, and Holy Spirit. From this highest Divinity, the supreme Trinity, spring, as it were, the plans for every new world system. If we look back to ancient Saturn, we say to ourselves: Before anything came into being from this ancient Saturn, the plan had already taken shape within the divine Trinity. But this Trinity requires beings to carry out the plan. These beings must first mature for this purpose. The first beings who are, so to speak, around the Godhead itself—those who, as it has been beautifully expressed in Christian Western esotericism, “directly enjoy the sight of God”—these are the Seraphim, Cherubim, and Thrones. They now receive the plans for a new world system from the divine Trinity from which they spring. Of course, my dear friends, this is spoken more figuratively than literally, for we must express such sublime activities with human words, for which human words are truly not created. Human words are not meant to express such lofty activity, through which, for example, at the beginning of our solar system, the Seraphim received the highest plans of the Divine Trinity, which contain how our solar system is to develop through Saturn, the Sun, the Moon, Earth, Jupiter, Venus, and Vulcan. Seraphim is a name that has always been interpreted by all those who have understood it correctly in the sense of ancient Hebrew esotericism to mean that the Seraphim have the task of receiving the highest ideas, the goals of a world system, from the Trinity. The Cherubim, the next lower level of the hierarchy, have the task of now developing in wisdom the goals and ideas received from the highest gods. The Cherubim are thus spirits of the highest wisdom who know how to translate into executable plans what is given to them by the Seraphim. And the Thrones, in turn, the third level of the hierarchy from the top, have the task—speaking very figuratively, of course—of rolling up their sleeves so that what has been conceived in wisdom, so that these noble cosmic ideas which the Seraphim receive from the gods and which the Cherubim have thought through, may be put into reality.
[ 8 ] If we are willing to see with our souls, we can literally see how the first stage of the realization of the divine plans takes place through the downward flow of the fire substance through the Thrones. Thus the Thrones represent those beings who have the power to translate what was first conceived by the Cherubim into a first reality. This occurs when these Thrones allow their own substance—the substance of the original world fire—to flow into the space that has, so to speak, been set aside for a new world system. If we wish to picture this quite vividly, we can say: An old solar system has vanished and faded away; within this old solar system, the ranks of the Seraphim, Cherubim, and Thrones have matured to their highest perfection. Now, according to the instructions of the Highest Trinity, they select a spherical space within the cosmos and say to themselves, “Here we will begin.” And now the Seraphim receive the goals of the world system, the Cherubim work out this goal, and into this spherical space the Thrones let the primordial fire flow from their own being. Thus we have grasped the beginning of our world system.
[ 9 ] But there are also other beings who, in a certain sense, were already present in the earlier solar system, the successor to which is our own. These beings have simply not risen as high as the Seraphim, Cherubim, and Throne; they have remained at a lower level and have come over in such a way that they themselves must still undergo a certain development before they can be creatively active, before they can make sacrifices. These beings are now the beings of the second threefold hierarchy. We have just considered the first threefold hierarchy. The beings of the second are those whose names we have already mentioned: the Kyriotetes or Dominations or Dominationes, or also Spirits of Wisdom; then the so-called Powers or Dynamis, as Dionysius the Areopagite calls them, and following him, the teachers of the West call them Virtues, or Virtues. This is the second level of the second hierarchy. And the third level consists of the so-called Powers. These are the Spirits of Form, which are also called Potestates by the teachers of the West—that is, Powers.
[ 10 ] Now let us ask ourselves: When we look back at the old Saturn, where, having seen that the first hierarchy is in the sphere of Saturn, are the beings of this second hierarchy? Where are we to look for the principalities, the powers, and the authorities? We must look for them within the old Saturn. If the Thrones, so to speak, extend right up to the boundary, then within the old Saturn we have the Dominions, Powers, and Principalities. Thus, within the old Saturn, within its mass, the Principalities, Powers, and Dominions operate in turn like three circles. They are spiritual beings active within the substance of Saturn.
[ 11 ] Let us now take a closer look at this extraordinarily fantastical modern theory of the origin of the universe by recalling what it has presented as the Kant-Laplace theory. It posits a nebular mass as the starting point for our solar system, and now this Kant-Laplacean theory imagines that this entire gigantic gas mass begins to spin around, to whirl about. As is well known, it finds it extraordinarily plausible that, as this rotates, the outer planets gradually break away. First, rings form, which then contract; the Sun remains in the center, and the others rotate around it. It envisions this in a purely mechanical way. Well, isn’t it true that a very cute school experiment is conducted to illustrate this? They demonstrate how such a solar system is formed on a small scale. You take a container of water, take a large drop of oil, then cut a sheet of paper so that the size of the equator is visible, insert it in the direction of the equator, and stick a pin into it from above. Then you set this drop of oil in rotation. Small droplets break off and circle around, and the person demonstrating this to the students—sometimes quite older students—says: “Now look, there you have the formation of a solar system on a small scale!” —And it makes perfect sense immediately. For what could be more obvious than seeing with one’s own eyes how such a solar system comes into being? Why shouldn’t one understand that out there there was once a giant cosmic nebula that was spinning, and that planets separated off like the droplets—the miniature Mercuries and Saturns—from the large drop of oil? One must, however, marvel a little at the naivety with which this is approached. For those involved—who are thus trying to make the Kant-Laplacean system quite comprehensible—forget only one thing in the process, something that is otherwise quite good to forget, but in this case simply won’t do—namely, they forget themselves; they forget that they stood there and set it spinning in the first place. This is, of course, an incredible naivety, but the naivety of modern materialist mythology is simply very great, greater than that of any other mythology. Only future times will come to realize this. So, there is someone who orchestrates the whole thing, who sets the whole thing in motion. It must therefore necessarily be assumed—if one can think at all, if one has not been forsaken by all the good spirits of logic—that spiritual powers are involved out there in the rotation of the celestial bodies. So even if one is willing to overlook the error of substituting a primordial gas for the primordial fire, one must not assume that this mass of gas begins to swirl around on its own. One must ask: Where are the spiritual forces and powers that set this mass—that is, for us, the mass of the primordial fire—in motion so that something happens within? We have now listed them: Spiritual forces work from the surroundings and from within. Those that are all around, the beings who have acquired their abilities in earlier systems, work from the outside; inside are beings of lesser maturity who now differentiate the mass from within, bringing about what we had in mind when we said that formations of heat arise there and so on. These are beings of the highest intelligence who orchestrate everything that happens there.
[ 12 ] What, then, is the initial task of the first beings of this second hierarchy? The Dominations first receive what the Thrones bring down, so to speak, from the universe, and arrange it in such a way that harmony can be established between the individual world-body that is emerging there, between Saturn and the entire universe. After all, everything within Saturn must be arranged so that what is inside corresponds to what is outside. Thus, what the Seraphim, Cherubim, and Thrones bring down from the hand of God onto Saturn must be organized so that these commands are carried out and these impulses are also realized within. Thus, the Kyriotetes from the periphery of Saturn receive what descends through the mediation of the highest hierarchy in order to transform it so that it fits within Saturn.
[ 13 ] In another sense, what the Lords receive is processed by the Powers, the Dynamis. This occurs in such a way that when the Lords, within Saturn, issue the highest commands, so to speak, the Powers then take over the subsequent execution of these commands. The Powers, on the other hand—we will speak more precisely about this later; for now we wish only to characterize the matter in broad terms—ensure that what has been built according to the intention of the universe endures as long as necessary, so that it does not immediately perish again. They are the Preservers. Thus, in the Dominions we have the directors within Saturn; in the Powers we have those who initially carry out these directives; and the Virtues are the preservers of what the Powers have thus built.
[ 14 ] Today, let us set aside for the moment how the next hierarchy—which we have already discussed—functions: the spirits of the personality, the fire spirits, and the angels. Instead, let us use our newly gained insights to consider the transition from the Old Saturn to the Old Sun. I already described the essential processes to you yesterday. What happens when the old Saturn becomes the Sun is that the primordial fire now transitions into a gaseous or airy state, so that the old Sun consists of what is called the remnant of the remaining primordial fire. This primordial fire is now mixed and blended with what has condensed into gas or smoke. So two substances are present there: primordial fire and a part of the primordial fire, condensed into gas or smoke or air—whatever you wish to call it. This essentially applies to the ancient Sun. We shall see that things have turned out differently with our Sun; it has developed into something else through intermediate states up to the present day, although there are people who claim that the interior of our Sun today is also merely a kind of gas.
[ 15 ] But if you are at all open to the various theories that our materialistic natural science arrives at, you will, if you do so thoughtfully, experience some real wonders. For instance, there is a popular little book—which sells well because of its low price—that claims the sun today must not have anything solid at its center, but rather gas. Only this gas—one would hardly believe it, but it is written in a popular little book—is as thick as honey or tar. Well, to anyone who rises to the view that a gas looks like honey or tar under certain pressure conditions, I’m happy to grant that they can walk in such a land of milk and honey, where they move through air consisting of honey, and I wouldn’t wish them to have to move through air as thick as tar. Such excesses of materialistic theory do exist.
[ 16 ] So we are not speaking of our present-day sun, but of that ancient sun, which truly consists of the primordial fire and of what is called a “fire mist” or “fire air.” You will find this term used in *Faust*, because Goethe was very familiar with it, and in theosophical literature the term “fire mist” is certainly in use. So we must conceive of this ancient Sun as a mixture of these two substances. But this did not happen of its own accord. Celestial bodies do not condense on their own; spiritual beings must bring about this condensation. Which spiritual beings, then, bring about the condensation of the substance from the old Saturn into the Sun? These are the beings we have called the Lords. It is these Lords who now press in from the outside and compress the originally immense mass of Saturn, so that it becomes smaller. And the Lords pressed for so long that this ancient Sun has now become the size of a world sphere, the mass of which—if you place the Sun at the center—you must imagine extending all the way to Jupiter. Thus, Saturn was as large as a world sphere with the Sun at its center and extending to the present-day Saturn—a colossal sphere, as large as our entire solar system, extending to Saturn. The Sun we are now speaking of was a celestial sphere that extended as far as today’s Jupiter. This is the boundary mark for the extent of that ancient Sun. You would do well to imagine boundary marks for the extent of the ancient celestial bodies in these planets out there.
[ 17 ] As you can see, we are gradually approaching the theory of planetary formation by deriving it from the activity of the hierarchies. And now let us continue. We now know, of course, that the next state is again a state of condensation. The third state of our world system is that of the ancient Moon. Those who have studied the messages from the Akashic Records know that the ancient Moon came into being because the substance of the Sun condensed further into the watery element. The Moon does not yet have solid earth, but it has fire, air, and water. The watery element has taken its place. The gas or air has condensed into the watery element. Who brought this about? It was brought about by the second group from this hierarchy of spiritual beings, the group we call the Virtues. And so it was through the Virtues that the mass of the old Sun was compressed to the boundary of what is now Mars. Mars, in turn, marks the boundary of the old Moon’s size. If you imagine a sphere with the Sun at the center and the mass extending to where Mars orbits today, then you have the old Moon in its full size.
[ 18 ] We have now reached the point where we must recall that, when the ancient Moon arose from Saturn and the Sun, something entirely new took place. A portion of the dense substance was now cast out, and two bodies came into being. One body took the finest substances and beings and became a finer Sun; the second body became an all the more dense Moon. This third state of our planetary system thus develops in such a way that it is a unified planet only for a time; but then it ejects a planet from itself, which now lies beside it. At first, therefore, as long as it is a unified body, the moon extends as far as Mars. But then the sun contracts, and it is orbited by a body, roughly where today’s Mars orbits it, that is, roughly at the periphery of the original unified body.
[ 19 ] How did this separation come about in the first place? How did a single world body become two? It happened during the reign of the Powers, Dynamis. For those who have already explored various aspects of this field with me, it is not unknown that something similar happens throughout the entire universe as in ordinary human life. Where beings develop, there are those who advance and others who lag behind. How many a father laments that his son is held back in high school, while others advance rapidly. So we are dealing with different paces of development. It is the same throughout the cosmos. And in particular, for certain reasons that we will yet come to know, now that the Powers have taken up their mission, their function, something occurs that is called in all esotericism, in all the Mysteries, the conflict in heaven. And this teaching of the conflict in heaven forms an essential, an integral part of all the mysteries; it also contains the primordial mystery of the origin of evil. The Virtues, the Powers, were in fact, at a certain point in the development of the Moon, at very different stages of maturity. Some longed to rise as high as possible spiritually, while others had lagged behind or at least progressed normally in their development. Thus, there were powers that had far outstripped their companions on the old Moon. The consequence of this was that these two classes of powers, or Virtues, separated. The more advanced ones drew the solar body out, and the more backward ones formed the moon orbiting it. Thus, we have sketched out the conflict in the heavens, the tearing apart of the old moon, so that the satellite, the old moon, comes under the dominion of the backward Virtues and the old sun under the dominion of the more advanced Virtues.
[ 20 ] Something of this celestial conflict resonates in the opening lines of the Bhagavad Gita, which, through the symbolic battle at the beginning, echoes aspects of that mighty conflict in the heavens. Oh, it was a mighty battlefield that existed there. From the time when the Lords or Dominations or Kyriotetes worked to create the ancient Sun, right through to the time of the creation of the ancient Moon, when the Powers or Dynamis began their mission—there was a mighty battlefield, a tremendous conflict in the heavens. The Dominations drew together the entire mass of our solar system up to the landmark of Jupiter; the Virtues or Powers then drew together the entire system up to the landmark of today’s Mars. Between these two planetary landmarks in the heavens lies the great battlefield of the conflict in the heavens right in the middle. Look at this battlefield in the heavens! It was not until the 19th century that the devastation wrought by the conflict in the heavens was, so to speak, rediscovered with physical eyes. Between Mars and Jupiter, they have blasted in the army of small asteroids. These are the debris of the battlefield of the celestial conflict that was fought out between the two cosmic moments when our solar system was contracted to Jupiter and later to Mars. And when our astronomers point their telescopes out into space and still discover asteroids, these are the debris of that great battlefield of the conflict between the more advanced Virtues and the less advanced Virtues, which also brought about the ejection of the Moon from its Sun.
[ 21 ] Thus we see: When we consider the actions of the divine-spiritual beings, external things appear to us as an expression, as the external physiognomy of the divine-spiritual beings.
