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Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a

10 October 1904, Berlin

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60. Apokalypse II

60. Apokalypse II

[ 1 ] Ich habe das letzte Mal von der Entwicklungsstufe des Menschen gesprochen, auf der er fähig wird, von einer Apokalypse zu sprechen. Ich habe gezeigt, dass er die Welt so betrachten soll, dass sein Blick hinübergeht über so große Zeiträume, dass von ihm die Zeit, bevor der Mensch angefangen hat, seine individuellen Inkarnationen durchzumachen, überschaut wird, überschaut wird auch diejenige Zeit, die nach diesen Wanderungen durch Geburt und Tod liegt. Ich habe ferner gesagt, dass dazu notwendig ist, dass der sogenannte Chela den dritten Grad der Chelaschaft errungen hat.

[ 1 ] Ich habe das letzte Mal von der Entwicklungsstufe des Menschen gesprochen, auf der er fähig wird, von einer Apokalypse zu sprechen. Ich habe gezeigt, dass er die Welt so betrachten soll, dass sein Blick hinübergeht über so große Zeiträume, dass von ihm die Zeit, bevor der Mensch angefangen hat, seine individuellen Inkarnationen durchzumachen, überschaut wird, überschaut wird auch diejenige Zeit, die nach diesen Wanderungen durch Geburt und Tod liegt. Ich habe ferner gesagt, dass dazu notwendig ist, dass der sogenannte Chela den dritten Grad der Chelaschaft errungen hat.

[ 2 ] Auch die Apokalypse des Johannes ist aus einer solchen Schule hervorgegangen. Derjenige, der so die Welt überblickt, der sieht sie nicht etwa anders, als andere Eingeweihte sie sehen. Das ist etwas, womit Sie sich vor allen Dingen bekannt machen müssen, dass die ‹Gesichte›, die «höheren Erfahrungen» oder wie Sie es sonst nennen mögen, nicht von einander verschieden sind, dass - so merkwürdig es auch dem Uneingeweihten erscheinen muss —, wenn zum Beispiel von den vier Tieren erzählt wird, es aus dem Munde des einen nie anders klingen wird als aus dem Munde des anderen. Zwei Eingeweihte werden über dieselbe Sache nicht in verschiedener Art berichten.

[ 2 ] Auch die Apokalypse des Johannes ist aus einer solchen Schule hervorgegangen. Derjenige, der so die Welt überblickt, der sieht sie nicht etwa anders, als andere Eingeweihte sie sehen. Das ist etwas, womit Sie sich vor allen Dingen bekannt machen müssen, dass die ‹Gesichte›, die «höheren Erfahrungen» oder wie Sie es sonst nennen mögen, nicht von einander verschieden sind, dass - so merkwürdig es auch dem Uneingeweihten erscheinen muss —, wenn zum Beispiel von den vier Tieren erzählt wird, es aus dem Munde des einen nie anders klingen wird als aus dem Munde des anderen. Zwei Eingeweihte werden über dieselbe Sache nicht in verschiedener Art berichten.

[ 3 ] Um Ihnen ein Bild zu geben, möchte ich von dem sprechen, was jeder so geartete Eingeweihte über den Entwicklungsgang der Menschheit erfährt. Derjenige also, der die Mitteilungen gemacht hat, die in der Apokalypse enthalten sind, der überblickte jenen Zeitraum, der vor unserer gegenwärtigen Wurzelrasse liegt, er überblickte die unserer Rasse vorangehenden beiden Rassen, er überblickte die Zeit, in der der Mensch seine gegenwärtige Gestalt erst angenommen hat in der Mitte der lemurischen Zeit, und er überblickte das Leben über Geburt und Tod hinaus. Nun liegt vor dem Zeitpunkt, was wir den Zeitpunkt der Menschwerdung in der Mitte der lemurischen Zeit nennen, eine ganz bestimmte Ausgestaltung der Menschheit, die sich anders ausnimmt als das, was wir jetzt Mensch nennen. Ich will von einem ganz bestimmten Punkte ausgehen.

[ 3 ] Um Ihnen ein Bild zu geben, möchte ich von dem sprechen, was jeder so geartete Eingeweihte über den Entwicklungsgang der Menschheit erfährt. Derjenige also, der die Mitteilungen gemacht hat, die in der Apokalypse enthalten sind, der überblickte jenen Zeitraum, der vor unserer gegenwärtigen Wurzelrasse liegt, er überblickte die unserer Rasse vorangehenden beiden Rassen, er überblickte die Zeit, in der der Mensch seine gegenwärtige Gestalt erst angenommen hat in der Mitte der lemurischen Zeit, und er überblickte das Leben über Geburt und Tod hinaus. Nun liegt vor dem Zeitpunkt, was wir den Zeitpunkt der Menschwerdung in der Mitte der lemurischen Zeit nennen, eine ganz bestimmte Ausgestaltung der Menschheit, die sich anders ausnimmt als das, was wir jetzt Mensch nennen. Ich will von einem ganz bestimmten Punkte ausgehen.

[ 4 ] Der gegenwärtige Mensch besteht, wie Sie wissen, aus sieben Körpern. Wir haben da zunächst den physischen Körper, dann den Ätherdoppelkörper, drittens den Astralkörper und weitere vier. Zunächst interessieren uns nur die drei unteren Körper: Der physische Körper, der mit den gewöhnlichen Sinnen wahrzunehmen ist, dann der sogenannte Ätherdoppelkörper, der nicht mit gewöhnlichen Sinnen wahrgenommen werden kann. Dieser Ätherdoppelkörper kann von denjenigen, die sich die Fähigkeit dazu erworben haben, gesehen werden, wenn sie sich den physischen Körper absuggerieren. Sie sehen dann im Raume einen Doppelgänger des Menschen, der ungefähr die Farbe hat, wie sie die Pfirsichblüte besitzt. In diesen ist gleichsam eingebettet der Astralkörper, ein leuchtendes Oval. Wenn der Mensch stirbt, so bedeutet das Ereignis des Todes zunächst, dass sich die ganze Summe der höheren Körper, der Ätherkörper mit den höheren Körpern heraushebt aus dem physischen Körper. In der ersten Zeit nach dem Tode ist der Astralkörper mit dem Ätherdoppelkörper vereinigt. Später, in wenigen Tagen, verlässt der Astralkörper den Ätherdoppelkörper. Der Astralkörper geht dann die Wege, die er durchzumachen hat zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Heute hat der Ätherdoppelkörper nur eine vermittelnde Stellung. Er vermittelt die Tätigkeit des Astralkörpers mit dem physischen Körper. Während der Mensch heute auf der Erde wandelt, hat der physische Körper für ihn die größte Bedeutung. Das physische Gehirn ist das Instrument der höchsten geistigen Tätigkeit des Menschen. Der Ätherdoppelkörper vermittelt als ein Bindeglied die Tätigkeit des physischen Körpers mit den höheren Körpern. Die Auflösung [des Ätherkörpers] fand noch nicht statt in der Zeit der ersten Rassen und auch noch nicht in der ersten Zeit der dritten Rasse. Dies war noch nicht der Fall in der ersten Zeit der dritten Wurzelrasse. Bei der sogenannten polarischen Rasse war der Ätherkörper das Bedeutsamste. Eine feine dünne Äthermaterie war der ganze Körper. Erst später verdichtete sich der Ätherkörper dadurch, dass er sich durchtränkte mit physischer Materie. Am Ende der ersten Wurzelrasse war der Mensch auf unserer Erde noch nicht in jener Weise an den Boden gefesselt wie heute; er durchschwebte die ätherhafte Erde, und auch seine Organe waren ätherisch. Der Mensch war ein Ätherwesen. Allmählich verdichtete er sich, bis er in der Mitte der lemurischen Zeit so weit war, dass er in physische Körperlichkeit überging. Aber auch in der Mitte der lemurischen Zeit war der Mensch noch nicht in der Dichtigkeit vorhanden wie heute. Die Materie am Anfang unserer dritten Wurzelrasse war etwas dichter als die Materie, die Sie heute in den Nebelwolken, welche über die Berge hinziehen, verfolgen können. Wie feurige Wolken würden uns heute diese Menschen erscheinen. Daher nennt man auch diejenigen, die dazumal als die höchsten Intelligenzen von anderen Regionen auf die Erde kamen, um die Menschen zu unterrichten, die «Söhne des Feuernebels.

[ 4 ] Der gegenwärtige Mensch besteht, wie Sie wissen, aus sieben Körpern. Wir haben da zunächst den physischen Körper, dann den Ätherdoppelkörper, drittens den Astralkörper und weitere vier. Zunächst interessieren uns nur die drei unteren Körper: Der physische Körper, der mit den gewöhnlichen Sinnen wahrzunehmen ist, dann der sogenannte Ätherdoppelkörper, der nicht mit gewöhnlichen Sinnen wahrgenommen werden kann. Dieser Ätherdoppelkörper kann von denjenigen, die sich die Fähigkeit dazu erworben haben, gesehen werden, wenn sie sich den physischen Körper absuggerieren. Sie sehen dann im Raume einen Doppelgänger des Menschen, der ungefähr die Farbe hat, wie sie die Pfirsichblüte besitzt. In diesen ist gleichsam eingebettet der Astralkörper, ein leuchtendes Oval. Wenn der Mensch stirbt, so bedeutet das Ereignis des Todes zunächst, dass sich die ganze Summe der höheren Körper, der Ätherkörper mit den höheren Körpern heraushebt aus dem physischen Körper. In der ersten Zeit nach dem Tode ist der Astralkörper mit dem Ätherdoppelkörper vereinigt. Später, in wenigen Tagen, verlässt der Astralkörper den Ätherdoppelkörper. Der Astralkörper geht dann die Wege, die er durchzumachen hat zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Heute hat der Ätherdoppelkörper nur eine vermittelnde Stellung. Er vermittelt die Tätigkeit des Astralkörpers mit dem physischen Körper. Während der Mensch heute auf der Erde wandelt, hat der physische Körper für ihn die größte Bedeutung. Das physische Gehirn ist das Instrument der höchsten geistigen Tätigkeit des Menschen. Der Ätherdoppelkörper vermittelt als ein Bindeglied die Tätigkeit des physischen Körpers mit den höheren Körpern. Die Auflösung [des Ätherkörpers] fand noch nicht statt in der Zeit der ersten Rassen und auch noch nicht in der ersten Zeit der dritten Rasse. Dies war noch nicht der Fall in der ersten Zeit der dritten Wurzelrasse. Bei der sogenannten polarischen Rasse war der Ätherkörper das Bedeutsamste. Eine feine dünne Äthermaterie war der ganze Körper. Erst später verdichtete sich der Ätherkörper dadurch, dass er sich durchtränkte mit physischer Materie. Am Ende der ersten Wurzelrasse war der Mensch auf unserer Erde noch nicht in jener Weise an den Boden gefesselt wie heute; er durchschwebte die ätherhafte Erde, und auch seine Organe waren ätherisch. Der Mensch war ein Ätherwesen. Allmählich verdichtete er sich, bis er in der Mitte der lemurischen Zeit so weit war, dass er in physische Körperlichkeit überging. Aber auch in der Mitte der lemurischen Zeit war der Mensch noch nicht in der Dichtigkeit vorhanden wie heute. Die Materie am Anfang unserer dritten Wurzelrasse war etwas dichter als die Materie, die Sie heute in den Nebelwolken, welche über die Berge hinziehen, verfolgen können. Wie feurige Wolken würden uns heute diese Menschen erscheinen. Daher nennt man auch diejenigen, die dazumal als die höchsten Intelligenzen von anderen Regionen auf die Erde kamen, um die Menschen zu unterrichten, die «Söhne des Feuernebels.

[ 5 ] Wenn der Geologe uns zurückführt bis zu dem bestimmten Punkt der Erde, wo zuerst die physischen Überreste der Menschen aufhören, so verliert sich die physische Spur. Der Mensch war eben in einer gewissen Zeit von so feiner Materie, dass sich von ihr keine physischen Abdrücke in den frühen Erdschichten finden. Jenen Übergang von der feineren Materie zu der physischen Materie, jene Wesen, welche sich heraufentwickelt haben bis zur physischen Dichtigkeit, die bezeichnet der Esoteriker - um ein Wort dafür zu haben in unserer Sprache - als das «Adler»-Stadium des Menschen. Er bezeichnete den physischen Menschen von damals als den Adler. Der Adler ist in der esoterischen Sprache der Mensch der lemurischen Rasse, der Mensch, der sich heraufarbeitet aus der ätherischen Materie in die dichte Materie.

[ 5 ] Wenn der Geologe uns zurückführt bis zu dem bestimmten Punkt der Erde, wo zuerst die physischen Überreste der Menschen aufhören, so verliert sich die physische Spur. Der Mensch war eben in einer gewissen Zeit von so feiner Materie, dass sich von ihr keine physischen Abdrücke in den frühen Erdschichten finden. Jenen Übergang von der feineren Materie zu der physischen Materie, jene Wesen, welche sich heraufentwickelt haben bis zur physischen Dichtigkeit, die bezeichnet der Esoteriker - um ein Wort dafür zu haben in unserer Sprache - als das «Adler»-Stadium des Menschen. Er bezeichnete den physischen Menschen von damals als den Adler. Der Adler ist in der esoterischen Sprache der Mensch der lemurischen Rasse, der Mensch, der sich heraufarbeitet aus der ätherischen Materie in die dichte Materie.

[ 6 ] Dann folgt die atlantische Rasse. Sie war zunächst nur mit einem dichteren Ätherkörper versehen. Der Mensch bemeisterte damals noch die Samenlebenskräfte in den Pflanzen. Mit dem Prana der Pflanzen heizte er die Schiffe, wie Sie in dem Buch «Atlantis» von Scott-Elliot geschildert sind. Das zeigt uns, dass damals der Mensch eine größere Herrschaft über seinen Ätherdoppelkörper hatte als der heutige Mensch. Später wird der Mensch die Herrschaft über die höherstehenden Körper erringen. Diesen Vorgang, der ein wirklicher, realer Vorgang ist, schildert der Apokalyptiker in seinen Einzelheiten.

[ 6 ] Dann folgt die atlantische Rasse. Sie war zunächst nur mit einem dichteren Ätherkörper versehen. Der Mensch bemeisterte damals noch die Samenlebenskräfte in den Pflanzen. Mit dem Prana der Pflanzen heizte er die Schiffe, wie Sie in dem Buch «Atlantis» von Scott-Elliot geschildert sind. Das zeigt uns, dass damals der Mensch eine größere Herrschaft über seinen Ätherdoppelkörper hatte als der heutige Mensch. Später wird der Mensch die Herrschaft über die höherstehenden Körper erringen. Diesen Vorgang, der ein wirklicher, realer Vorgang ist, schildert der Apokalyptiker in seinen Einzelheiten.

[ 7 ] Das zweite Stadium, in welchem der Mensch noch Herrschaft hat über den Ätherkörper, bezeichnet man mit dem esoterischen Kunstausdruck als das Stadium des «Löwenmenschen. Dies ist ein technischer Ausdruck für den Atlantier.

[ 7 ] Das zweite Stadium, in welchem der Mensch noch Herrschaft hat über den Ätherkörper, bezeichnet man mit dem esoterischen Kunstausdruck als das Stadium des «Löwenmenschen. Dies ist ein technischer Ausdruck für den Atlantier.

[ 8 ] Dann kommt der Mensch der fünften, der arischen Rasse, der mit dem Worte «Stier bezeichnet wird, weil da die physische Kraft vorzugsweise zum Ausdruck kommt.

[ 8 ] Dann kommt der Mensch der fünften, der arischen Rasse, der mit dem Worte «Stier bezeichnet wird, weil da die physische Kraft vorzugsweise zum Ausdruck kommt.

[ 9 ] Wenn Sie diese drei Bezeichnungen nehmen, so haben Sie damit drei ganz bestimmte aufeinanderfolgende Stadien der Menschheitsentwicklung bezeichnet. Derjenige, der in gewissen Mysterienschulen eingeweiht wird, lernt eine ganz bestimmte Sprache und Schrift, in welcher sich diejenigen, die die umfassenden Wahrheiten kennenlernen, auszudrücken verstehen, in denen sie ihre Erfahrungen kennenlernen. Es ist eine Sprache, die alle Eingeweihten auf dem Erdenrund schreiben und sprechen. Es ist eine symbolische Sprache. Jeder, der sie gelernt hat, versteht sie und weiß, wenn er ein bestimmtes Zeichen in alten Urkunden findet, dass damit etwas ganz Bestimmtes gemeint ist.

[ 9 ] Wenn Sie diese drei Bezeichnungen nehmen, so haben Sie damit drei ganz bestimmte aufeinanderfolgende Stadien der Menschheitsentwicklung bezeichnet. Derjenige, der in gewissen Mysterienschulen eingeweiht wird, lernt eine ganz bestimmte Sprache und Schrift, in welcher sich diejenigen, die die umfassenden Wahrheiten kennenlernen, auszudrücken verstehen, in denen sie ihre Erfahrungen kennenlernen. Es ist eine Sprache, die alle Eingeweihten auf dem Erdenrund schreiben und sprechen. Es ist eine symbolische Sprache. Jeder, der sie gelernt hat, versteht sie und weiß, wenn er ein bestimmtes Zeichen in alten Urkunden findet, dass damit etwas ganz Bestimmtes gemeint ist.

[ 10 ] Einzelne dieser Schriftzeichen, die elementarsten, werde ich im Laufe dieser Vorträge anführen. Ein häufig gebrauchtes Schriftzeichen, das diese Stufe der Menschheit kennzeichnen soll, sind zwei ineinander gehende Dreiecke, die zusammen eine sechseckige Figur bilden. Diese zwei Dreiecke haben immer noch etwas anderes in sich, wenn sie in okkulten Werken auftreten. [Hier - siehe Zeichnung - in den mit A, L und St ausgefüllten Winkeln befinden sich die Bilder von Adler, Löwe und Stier.] Und hier unten liegt ein Dreieck, das die vorhergehenden Zustände symbolisiert. Die drei Winkel bleiben unausgefüllt. Sie bedeuten die ursprünglichen drei Zustände der Menschheit. In der Mitte ist immer der eigentliche Mensch. Dieses Bleibende, das sich durch alle Inkarnationen hindurchzieht, bleibt durch alle Stadien hindurch. Das bezeichnet man als Mensch.

[ 10 ] Einzelne dieser Schriftzeichen, die elementarsten, werde ich im Laufe dieser Vorträge anführen. Ein häufig gebrauchtes Schriftzeichen, das diese Stufe der Menschheit kennzeichnen soll, sind zwei ineinander gehende Dreiecke, die zusammen eine sechseckige Figur bilden. Diese zwei Dreiecke haben immer noch etwas anderes in sich, wenn sie in okkulten Werken auftreten. [Hier - siehe Zeichnung - in den mit A, L und St ausgefüllten Winkeln befinden sich die Bilder von Adler, Löwe und Stier.] Und hier unten liegt ein Dreieck, das die vorhergehenden Zustände symbolisiert. Die drei Winkel bleiben unausgefüllt. Sie bedeuten die ursprünglichen drei Zustände der Menschheit. In der Mitte ist immer der eigentliche Mensch. Dieses Bleibende, das sich durch alle Inkarnationen hindurchzieht, bleibt durch alle Stadien hindurch. Das bezeichnet man als Mensch.

Diagram 1Diagram 1

[ 11 ] Sie haben hier die vier Wesensarten, durch die der Mensch Mensch geworden ist im Verlaufe seiner Entwicklung. Die haben Sie in den zwei ineinander verschlungenen Dreiecken angegeben. Wenn Sie dieses Zeichen sich betrachten, so werden Sie verstehen, warum diese Tiere überall auftreten, wo ein Apokalyptiker über diese drei Entwicklungsstadien spricht. Bei dem Propheten Hesekiel treten sie auch auf. Bei Johannes werden sie in einer ganz besonderen Weise geschildert.

[ 11 ] Sie haben hier die vier Wesensarten, durch die der Mensch Mensch geworden ist im Verlaufe seiner Entwicklung. Die haben Sie in den zwei ineinander verschlungenen Dreiecken angegeben. Wenn Sie dieses Zeichen sich betrachten, so werden Sie verstehen, warum diese Tiere überall auftreten, wo ein Apokalyptiker über diese drei Entwicklungsstadien spricht. Bei dem Propheten Hesekiel treten sie auch auf. Bei Johannes werden sie in einer ganz besonderen Weise geschildert.

[ 12 ] Die Apokalyptiker überwinden jene Hülle, die den Menschen trennt von den Gebieten, in denen er jene früheren Stadien schauen kann. Damit der Mensch wirklich durchblicken kann auf das, was sich auf der Erde vollzogen hat, dazu müssen sich ihm andere Organe entwickeln. [Diese Organe sind dem heutigen Menschen fremd.] Diejenigen Entwicklungsstadien, die die Menschheit durchgemacht hat, und die für sie unwahrnehmbar, unbewusst geworden sind, müssen wieder belebt werden. Es muss also bei dem Apokalyptiker der Ätherkörper belebt werden, er muss anfangen, wirklich sehend zu werden, Auge, ganz Auge zu werden.

[ 12 ] Die Apokalyptiker überwinden jene Hülle, die den Menschen trennt von den Gebieten, in denen er jene früheren Stadien schauen kann. Damit der Mensch wirklich durchblicken kann auf das, was sich auf der Erde vollzogen hat, dazu müssen sich ihm andere Organe entwickeln. [Diese Organe sind dem heutigen Menschen fremd.] Diejenigen Entwicklungsstadien, die die Menschheit durchgemacht hat, und die für sie unwahrnehmbar, unbewusst geworden sind, müssen wieder belebt werden. Es muss also bei dem Apokalyptiker der Ätherkörper belebt werden, er muss anfangen, wirklich sehend zu werden, Auge, ganz Auge zu werden.

[ 13 ] Daher muss sich der Apokalyptiker nicht nur zurückversetzen können in das Stadium des Adlers, in das Stadium des Löwen und des Stiers, sondern er muss sich auch sehend zurückversetzen können. Auf der dritten Stufe erreicht der Chela wirklich dieses Sehen.

[ 13 ] Daher muss sich der Apokalyptiker nicht nur zurückversetzen können in das Stadium des Adlers, in das Stadium des Löwen und des Stiers, sondern er muss sich auch sehend zurückversetzen können. Auf der dritten Stufe erreicht der Chela wirklich dieses Sehen.

[ 14 ] Was ich hier beschrieben habe, ist das, was Sie im vierten Kapitel der Apokalypse [des Johannes] finden. Die Apokalypse schildert uns nicht nur die vergangenen Stadien der Menschheit, sondern auch die zukünftigen Stadien der Menschheitsentwicklung. Nur derjenige begreift dieses Künftige, der einen Blick hat für das Aufsteigen zum Gebrauche des Ätherkörpers und der höheren Körper, die im Laufe der Entwicklung sozusagen außer Gebrauch gekommen sind. Der Mensch der fünften Rasse kann sich nur frei bewegen, sich nur bewusst werden im physischen Körper. Nun entwickelt er sich aber so, dass er sich später wieder in den höheren Körpern bewusst werden kann.

[ 14 ] Was ich hier beschrieben habe, ist das, was Sie im vierten Kapitel der Apokalypse [des Johannes] finden. Die Apokalypse schildert uns nicht nur die vergangenen Stadien der Menschheit, sondern auch die zukünftigen Stadien der Menschheitsentwicklung. Nur derjenige begreift dieses Künftige, der einen Blick hat für das Aufsteigen zum Gebrauche des Ätherkörpers und der höheren Körper, die im Laufe der Entwicklung sozusagen außer Gebrauch gekommen sind. Der Mensch der fünften Rasse kann sich nur frei bewegen, sich nur bewusst werden im physischen Körper. Nun entwickelt er sich aber so, dass er sich später wieder in den höheren Körpern bewusst werden kann.

[ 15 ] Eine sehr tiefe Entwicklung, die Entwicklung des rein physischen Verstandes, haben wir in der jetzigen Unterrasse der fünften Wurzelrasse gebildet, erreicht. Unsere jetzige Unterrasse wird von der sechsten und diese von der siebenten gefolgt sein. Damit ist unsere Wurzelrasse zu Ende. Dann kommt eine neue, höhere Wurzelrasse und dann noch eine weitere. Diese Entwicklung besteht also darin, dass der Mensch sich immer mehr und mehr hineinfindet in den Gebrauch seiner höheren Körper.

[ 15 ] Eine sehr tiefe Entwicklung, die Entwicklung des rein physischen Verstandes, haben wir in der jetzigen Unterrasse der fünften Wurzelrasse gebildet, erreicht. Unsere jetzige Unterrasse wird von der sechsten und diese von der siebenten gefolgt sein. Damit ist unsere Wurzelrasse zu Ende. Dann kommt eine neue, höhere Wurzelrasse und dann noch eine weitere. Diese Entwicklung besteht also darin, dass der Mensch sich immer mehr und mehr hineinfindet in den Gebrauch seiner höheren Körper.

[ 16 ] Wir steuern einem ganz bestimmten Ziele zu, denn wir sind ja auf dem Wege von der fünften zur sechsten Rasse. Bei allem bedient sich der Mensch des physischen Verstandes, er bedient sich einer ganz bestimmten Sittenlehre und einer Religion. Das beherrscht ihn aus dem Grunde, weil der physische Verstand herrscht. Der einzelne muss im Wesentlichen sein Glück auf Kosten des anderen suchen. Der Einzelne, der nach dem Höheren strebt, strebt schon über das, was das allgemeine Leben bedingt, hinaus. In okkulten Schulen hat man drei Worte, die das neue Zeitalter, das Zeitalter einer neuen, späteren Menschheit bezeichnen. Auf dem Gebiete des gesellschaftlichen Lebens ist es die ‹Bruderliebe›, Gemeinsamkeitsliebe.

[ 16 ] Wir steuern einem ganz bestimmten Ziele zu, denn wir sind ja auf dem Wege von der fünften zur sechsten Rasse. Bei allem bedient sich der Mensch des physischen Verstandes, er bedient sich einer ganz bestimmten Sittenlehre und einer Religion. Das beherrscht ihn aus dem Grunde, weil der physische Verstand herrscht. Der einzelne muss im Wesentlichen sein Glück auf Kosten des anderen suchen. Der Einzelne, der nach dem Höheren strebt, strebt schon über das, was das allgemeine Leben bedingt, hinaus. In okkulten Schulen hat man drei Worte, die das neue Zeitalter, das Zeitalter einer neuen, späteren Menschheit bezeichnen. Auf dem Gebiete des gesellschaftlichen Lebens ist es die ‹Bruderliebe›, Gemeinsamkeitsliebe.

[ 17 ] Deshalb hat die Theosophische Gesellschaft die allgemeine Brüderlichkeit als den wichtigsten ihrer Programmpunkte aufgenommen, weil sie vorbereiten will für das Leben in der sechsten Wurzelrasse. Der Mensch wird sich da nur glücklich fühlen, wenn das Glück nicht auf Kosten der anderen erlangt wird. Das ist Sittlichkeit. Unsere Wissenschaft ist materialistisch. Diese wird anders sein in der nächsten Unterrasse. Wir streben einem anderen wissenschaftlichen Zustand zu. Das heißt: «Pneumatologie, die Lehre vom Geist und vom Geistigen wird in der neuen Rasse ausschlaggebend sein. Und vor allem auf dem Gebiete der Religion wird etwas maßgebend sein, was heute noch nicht möglich ist, weil der Verstand sich davor lagert: ‹Selbstautorität›. Der Mensch wird selbst die Kunde von dem Dasein eines göttlichen Weltengeistes vernehmen. Das ist das freie religiöse Prinzip der nächsten Rasse. Brüderlichkeit, Pneumatologie und Selbstautorität in religiösen Dingen charakterisieren die Rasse, die sich allmählich, langsam vorbereitet, und die die Zukunft bezeichnen. Eine siebente Rasse wird noch ganz andere Gestaltungen annehmen, mit denen wir uns ein anderes Mal beschäftigen werden.

[ 17 ] Deshalb hat die Theosophische Gesellschaft die allgemeine Brüderlichkeit als den wichtigsten ihrer Programmpunkte aufgenommen, weil sie vorbereiten will für das Leben in der sechsten Wurzelrasse. Der Mensch wird sich da nur glücklich fühlen, wenn das Glück nicht auf Kosten der anderen erlangt wird. Das ist Sittlichkeit. Unsere Wissenschaft ist materialistisch. Diese wird anders sein in der nächsten Unterrasse. Wir streben einem anderen wissenschaftlichen Zustand zu. Das heißt: «Pneumatologie, die Lehre vom Geist und vom Geistigen wird in der neuen Rasse ausschlaggebend sein. Und vor allem auf dem Gebiete der Religion wird etwas maßgebend sein, was heute noch nicht möglich ist, weil der Verstand sich davor lagert: ‹Selbstautorität›. Der Mensch wird selbst die Kunde von dem Dasein eines göttlichen Weltengeistes vernehmen. Das ist das freie religiöse Prinzip der nächsten Rasse. Brüderlichkeit, Pneumatologie und Selbstautorität in religiösen Dingen charakterisieren die Rasse, die sich allmählich, langsam vorbereitet, und die die Zukunft bezeichnen. Eine siebente Rasse wird noch ganz andere Gestaltungen annehmen, mit denen wir uns ein anderes Mal beschäftigen werden.

[ 18 ] Diejenige Rasse, in der sich das Christentum entwickelt hat, ist die vierte. Dieser ging die dritte Rasse voran. In gewissen Zeitläufen wird das wiederholt, was sich schon abgespielt hat. Die drei ersten Unterrassen wiederholten kurz das Adler-, Löwen- und Stierstadium. Das waren vorbereitende Rassen, während dasjenige, was die dann folgende Rasse zur Aufgabe hatte, herauskam innerhalb der vierten Unterrasse, die im Wesentlichen bezeichnet wird mit dem Menschen oder mit dem Mensch-gewordenen Gott. Das Christentum ging innerhalb der vierten Unterrasse auf. Ungefähr in der Mitte des Mittelalters wurde sie abgelöst durch die fünfte, unsere gegenwärtige Unterrasse, die wir im weitesten Sinne als die «germanische bezeichnen. Sie löste die sogenannte «lateinische Rasse ab; unter dieser verstand man alles dasjenige, was den Strom des Christentums langsam aufgenommen hat und sich auch langsam in geistiger Beziehung in Europa entwickelte. Ihr gingen vorher drei andere Rassen, die im Wesentlichen die früheren Zustände kurz wiederholten.

[ 18 ] Diejenige Rasse, in der sich das Christentum entwickelt hat, ist die vierte. Dieser ging die dritte Rasse voran. In gewissen Zeitläufen wird das wiederholt, was sich schon abgespielt hat. Die drei ersten Unterrassen wiederholten kurz das Adler-, Löwen- und Stierstadium. Das waren vorbereitende Rassen, während dasjenige, was die dann folgende Rasse zur Aufgabe hatte, herauskam innerhalb der vierten Unterrasse, die im Wesentlichen bezeichnet wird mit dem Menschen oder mit dem Mensch-gewordenen Gott. Das Christentum ging innerhalb der vierten Unterrasse auf. Ungefähr in der Mitte des Mittelalters wurde sie abgelöst durch die fünfte, unsere gegenwärtige Unterrasse, die wir im weitesten Sinne als die «germanische bezeichnen. Sie löste die sogenannte «lateinische Rasse ab; unter dieser verstand man alles dasjenige, was den Strom des Christentums langsam aufgenommen hat und sich auch langsam in geistiger Beziehung in Europa entwickelte. Ihr gingen vorher drei andere Rassen, die im Wesentlichen die früheren Zustände kurz wiederholten.

[ 19 ] Innerhalb der Apokalypse kommen diese sieben Zustände als die sieben Gemeinden zum Ausdruck. Die Gemeinden sind die Repräsentanten der sieben Unterrassen. Was gesprochen wird zu der Gemeinde von Ephesus, zu der Gemeinde von Smyrna und so weiter, das sind die Worte, die gerichtet werden an die verschiedenen Unterrassen. Es leben auch heute in der Welt noch Angehörige der verschiedenen Rassen, es leben noch Mitglieder der ersten Unterrasse der fünften Wurzelrasse. Das indische Volk gehört im Wesentlichen dazu. Das indische Volk hat die Denkkultur im höchsten Sinne zum Ausdruck gebracht. Die höchste Vergöttlichung des Gedankens kam im alten Indien zum Ausdruck. Dieses musste kurz wiederholen, was der lemurische Mensch entwickelt hatte. Der lemurische Mensch war Empfindungsmensch. Die Mitglieder unserer Rasse sind Denkmenschen. Das Gedächtnis entwickelte sich erst in der atlantischen Rasse. Der Lemurier hatte noch kein Gedächtnis. Der Mensch in der ersten Unterrasse dachte zwar, aber er dachte in Empfindungen, und was er dachte, das finden Sie dargestellt in der alten Veden-Kultur. Sie lesen diese Werke richtig, wenn Sie sie lesen in dem Gedanken, dass der Gedanke schwelgt in einer wunderbaren Welt der Empfindung. In den Kulturen, die mehr den Gedanken mit dem Gedächtnis dienen, in denen dann äußere Sitte die Gedächtniskultur festhält im Heroendienst, da das Gedächtnis eines großen Erfinders oder Entdeckers oder Königs in der Sittlichkeit festgelegt wird und in der die langen Kataloge angelegt werden, die dann zu dem Kalender geführt haben. Es wurde viel notiert in den ersten Rassen von den alten Indern und von den persischen Magiern. Und aus diesen Notierungen sind die ersten Anfänge des Kalenders hervorgegangen. Aus diesen ersten Unterrassen sind die heutigen Menschen hervorgegangen. Der Mensch ist zur fünften Rasse vorgerückt, weil er verstanden hat: In ihm selbst ist der Gott; weil er verstanden hat das apokalyptische Vorrücken.

[ 19 ] Innerhalb der Apokalypse kommen diese sieben Zustände als die sieben Gemeinden zum Ausdruck. Die Gemeinden sind die Repräsentanten der sieben Unterrassen. Was gesprochen wird zu der Gemeinde von Ephesus, zu der Gemeinde von Smyrna und so weiter, das sind die Worte, die gerichtet werden an die verschiedenen Unterrassen. Es leben auch heute in der Welt noch Angehörige der verschiedenen Rassen, es leben noch Mitglieder der ersten Unterrasse der fünften Wurzelrasse. Das indische Volk gehört im Wesentlichen dazu. Das indische Volk hat die Denkkultur im höchsten Sinne zum Ausdruck gebracht. Die höchste Vergöttlichung des Gedankens kam im alten Indien zum Ausdruck. Dieses musste kurz wiederholen, was der lemurische Mensch entwickelt hatte. Der lemurische Mensch war Empfindungsmensch. Die Mitglieder unserer Rasse sind Denkmenschen. Das Gedächtnis entwickelte sich erst in der atlantischen Rasse. Der Lemurier hatte noch kein Gedächtnis. Der Mensch in der ersten Unterrasse dachte zwar, aber er dachte in Empfindungen, und was er dachte, das finden Sie dargestellt in der alten Veden-Kultur. Sie lesen diese Werke richtig, wenn Sie sie lesen in dem Gedanken, dass der Gedanke schwelgt in einer wunderbaren Welt der Empfindung. In den Kulturen, die mehr den Gedanken mit dem Gedächtnis dienen, in denen dann äußere Sitte die Gedächtniskultur festhält im Heroendienst, da das Gedächtnis eines großen Erfinders oder Entdeckers oder Königs in der Sittlichkeit festgelegt wird und in der die langen Kataloge angelegt werden, die dann zu dem Kalender geführt haben. Es wurde viel notiert in den ersten Rassen von den alten Indern und von den persischen Magiern. Und aus diesen Notierungen sind die ersten Anfänge des Kalenders hervorgegangen. Aus diesen ersten Unterrassen sind die heutigen Menschen hervorgegangen. Der Mensch ist zur fünften Rasse vorgerückt, weil er verstanden hat: In ihm selbst ist der Gott; weil er verstanden hat das apokalyptische Vorrücken.

[ 20 ] Aber die erste Rasse, die sich in den Veden ausdrückt, konnte auch am leichtesten dem Irrtum verfallen. Die Empfindung ist noch nicht stark genug, dass der Gedanke sich verinnerlichen kann. So ist es gekommen, dass die indische Kulturepoche zweierlei nebeneinander hat. Auf der einen Seite haben wir die wunderbaren hohen Vorstellungen von geistigen Gottheiten, wie wir sie in der alten Veden-Kultur finden, jene wunderbare Religion, von der sich der, welcher sie nicht kennt, keine Vorstellung machen kann von der Tiefe der Vedanta. Dieses alles ist eine rein geistige Lehre von einer Klarheit, dass in Europa gesagt wird -— was aber mehr oder weniger bloß stimmt: Jeder Tag, an dem man neu eindringt in diese wunderbaren Tiefen, ist für den, der sich schon angewöhnt hat, still und ruhig zu bleiben, doch wieder ein Quell neuer Bewunderung. Gegenüber dem, was die alte VedenKultur Indiens bietet, kann die Bewunderung, welche sich auf unser heutiges Leben bezieht, nicht nachhaltig sein. Da gibt es nichts, was sich damit vergleichen lässt, was diese uralte indische Kultur bietet. Auf der anderen Seite haben wir den wüstesten Götzendienst, in den das Volk verfallen ist. Was man gewöhnlich in Büchern über die indische Kultur findet, ist ein buntes Durcheinander von Götzenvorstellungen und religiösen Vorstellungen und gibt gar kein Bild. Der Götzendienst im Volke und die große und gewaltige Geisteswelt der Brahmanen müssen auseinandergehalten werden. Die großen Lichtseiten der Menschheit haben immer auch große Schattenseiten. Menschen, die innerhalb ihrer Nation, innerhalb ihres Stammes oftmals Mitglieder haben von höchster, spiritueller Vollendung, sind selbst oft am Alleräußerlichsten hängen geblieben. Diese Erscheinungen, die ich Ihnen geschildert habe, sucht uns die Apokalypse anschaulich zu machen in der Gemeinde von Ephesus, auf der einen Seite in denen, die sich die erste Liebe bewahrt haben, und auf der anderen Seite die Werke der ersten Liebe verlassen haben und hinuntergesunken sind. Die Nikolaiten werden angeführt, die nur im Äußerlichen sehen, was der Mensch anzustreben hat. Ein monumentales Wort soll gerichtet werden an diejenigen, welche in einer solchen Gemeinde leben.

[ 20 ] Aber die erste Rasse, die sich in den Veden ausdrückt, konnte auch am leichtesten dem Irrtum verfallen. Die Empfindung ist noch nicht stark genug, dass der Gedanke sich verinnerlichen kann. So ist es gekommen, dass die indische Kulturepoche zweierlei nebeneinander hat. Auf der einen Seite haben wir die wunderbaren hohen Vorstellungen von geistigen Gottheiten, wie wir sie in der alten Veden-Kultur finden, jene wunderbare Religion, von der sich der, welcher sie nicht kennt, keine Vorstellung machen kann von der Tiefe der Vedanta. Dieses alles ist eine rein geistige Lehre von einer Klarheit, dass in Europa gesagt wird -— was aber mehr oder weniger bloß stimmt: Jeder Tag, an dem man neu eindringt in diese wunderbaren Tiefen, ist für den, der sich schon angewöhnt hat, still und ruhig zu bleiben, doch wieder ein Quell neuer Bewunderung. Gegenüber dem, was die alte VedenKultur Indiens bietet, kann die Bewunderung, welche sich auf unser heutiges Leben bezieht, nicht nachhaltig sein. Da gibt es nichts, was sich damit vergleichen lässt, was diese uralte indische Kultur bietet. Auf der anderen Seite haben wir den wüstesten Götzendienst, in den das Volk verfallen ist. Was man gewöhnlich in Büchern über die indische Kultur findet, ist ein buntes Durcheinander von Götzenvorstellungen und religiösen Vorstellungen und gibt gar kein Bild. Der Götzendienst im Volke und die große und gewaltige Geisteswelt der Brahmanen müssen auseinandergehalten werden. Die großen Lichtseiten der Menschheit haben immer auch große Schattenseiten. Menschen, die innerhalb ihrer Nation, innerhalb ihres Stammes oftmals Mitglieder haben von höchster, spiritueller Vollendung, sind selbst oft am Alleräußerlichsten hängen geblieben. Diese Erscheinungen, die ich Ihnen geschildert habe, sucht uns die Apokalypse anschaulich zu machen in der Gemeinde von Ephesus, auf der einen Seite in denen, die sich die erste Liebe bewahrt haben, und auf der anderen Seite die Werke der ersten Liebe verlassen haben und hinuntergesunken sind. Die Nikolaiten werden angeführt, die nur im Äußerlichen sehen, was der Mensch anzustreben hat. Ein monumentales Wort soll gerichtet werden an diejenigen, welche in einer solchen Gemeinde leben.

[ 21 ] Ich wollte nur zeigen, wie weltbedeutsame Vorgänge getroffen werden durch eine solche Stelle, wie sie an die Gemeinde von Ephesus gerichtet ist, als Repräsentant für diese Zustände:

[ 21 ] Ich wollte nur zeigen, wie weltbedeutsame Vorgänge getroffen werden durch eine solche Stelle, wie sie an die Gemeinde von Ephesus gerichtet ist, als Repräsentant für diese Zustände:

Ich weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld und dass du die Bösen nicht tragen kannst; und hast versucht die, so da sagen, sie seien Apostel und sind es nicht, und hast sie Lügner erfunden. Und verträgst und hast Geduld und um meines Namens willen arbeitest du und bist nicht müde geworden. Aber ich habe wider dich, dass du die erste Liebe verlässest. Gedenke, wovon du abgefallen bist und tue Buße und tue die ersten Werke. Wo aber nicht, werde ich dir kommen bald und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte, wo du nicht Buße tust. Aber das hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hassest, welche ich auch hasse. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Holz des Lebens, das im Paradiese Gottes ist. [Off 2,2-7]

Ich weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld und dass du die Bösen nicht tragen kannst; und hast versucht die, so da sagen, sie seien Apostel und sind es nicht, und hast sie Lügner erfunden. Und verträgst und hast Geduld und um meines Namens willen arbeitest du und bist nicht müde geworden. Aber ich habe wider dich, dass du die erste Liebe verlässest. Gedenke, wovon du abgefallen bist und tue Buße und tue die ersten Werke. Wo aber nicht, werde ich dir kommen bald und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte, wo du nicht Buße tust. Aber das hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hassest, welche ich auch hasse. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Holz des Lebens, das im Paradiese Gottes ist. [Off 2,2-7]