Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I
Theosophie, Christologie und Mythologie
GA 90a
30 Dezember 1904, Berlin
80. Das Dreikönigsfest
[ 1 ] Bevor ich ein neues Kapitel anfange, werde ich, wie ich das letzte Mal sagte, etwas einfügen und anfügen an die Weihnachtsbetrachtung, die ich in den Montagsvorträgen gegeben habe. Sie erinnern sich, wie ich die Bedeutung des Weihnachtsfestes angeschlossen habe an die ganze Entwicklung unserer Kulturepochen, und wie gerade dadurch das Weihnachtsfest nach rückwärts und vorwärts seine Bedeutung in der Zeitenwende erhält.
[ 2 ] Heute möchte ich sprechen über ein Fest, das für die neueren Völker weniger Bedeutung zu haben scheint als das Weihnachtsfest, über das Fest der «Heiligen Drei Könige, das am sechsten Januar gefeiert wird, über das Fest der Magier, die aus dem Morgenlande kommen und den eben geborenen Jesus von Nazareth begrüßen. Dieses Fest der Epiphanien wird immer mehr Bedeutung gewinnen, wenn man wiederum die wahre, tatsächliche Symbolik auch dieses Festes verstehen wird. Wir haben es da mit etwas Wichtigem zu tun. Das können Sie schon daraus ersehen, dass eine sehr ausgebildete Symbolik diesem Feste der drei Magier aus dem Morgenlande zugrunde liegt. Es wurde diese Symbolik - wie alle Mysterien - sehr geheim gehalten bis ins fünfzehnte Jahrhundert hinein, und bis dahin hat man auch keine besonderen Andeutungen gemacht. Vom fünfzehnten Jahrhundert ab wird aber einiges Licht auf dieses Fest der Magier aus dem Morgenlande geworfen, dadurch dass exoterische Abbildungen erschienen, welche die Heiligen Drei Könige darstellen als einen Mohren - einen Bewohner Afrikas -, das ist Balthasar; dann einen Weißen - einen Europäer -, das ist Melchior; und einen asiatischen König, der die Hautfarbe der Bewohner Indiens hat -, das ist der Kaspar. Sie bringen Gold, Weihrauch und Myrrhen dem Jesuskindlein in Bethlehem als ihre Opfergaben dar.
[ 3 ] Das sind drei sehr bedeutende Opfergaben, und das klingt zusammen mit der bedeutungsvollen Symbolik dieses Festes vom sechsten Januar. Esoterisch ist das Fest aber ein sehr wichtiges. Der sechste Januar ist dasselbe Datum, an welchem im alten Ägypten das sogenannte Ösiris-Fest gefeiert wurde, das Fest des wiedergefundenen Osiris. Osiris wird bekanntlich überwunden von seinem Gegner Typhon, er wird von der Isis gesucht und wiedergefunden. Dieses Wiederfinden des Osiris, des Sohnes Gottes, wird dargestellt durch das Fest vom sechsten Januar. Das Dreikönigsfest ist dasselbe Fest, nur dass es christlich geworden ist. Dieses Fest finden wir auch bei den Assyrern, den Armeniern und den Phöniziern. Überall ist es da ein Fest, das verknüpft ist mit einer Art von allgemeiner Taufe, wo aus dem Wasser heraus eine Wiedergeburt stattfindet. Das deutet schon den Zusammenhang an mit dem wiedergefundenen Osiris.
[ 4 ] Was ist überhaupt der verschwundene Osiris? Der verschwundene Osiris stellt uns dar jenen Übergang, der stattfindet zwischen den Zeiten vor der Mitte der lemurischen Rasse und den Zeiten nach der Mitte der lemurischen Rasse. Vor der Mitte der lemurischen Rasse gab es keinen Menschen, der mit Manas begabt war. Erst in der Mitte der lemurischen Zeit senkte sich Manas hernieder und befruchtete den Menschen. In jedem einzelnen Menschen wird ein Grab geschaffen für den in die Menschheit aufgeteilten Manas für Osiris, der dargestellt wird als zerstückelt. Es werden so und so viele Gräber in Ägypten gezeigt - das ist die manasische Gottheit, die aufgeteilt worden ist und in den Menschen wohnt. «Gräber des Osiris heißen die menschlichen Körper in der ägyptischen Geheimsprache. [Gräber nennt noch Platon die menschlichen Körper.] Manas ist so lange nicht befreit, bis die wiedererscheinende Liebe Manas befreien kann.
[ 5 ] Was ist die wiedererscheinende Liebe? Dasjenige, was entstanden ist mit der Manas-Befruchtung in der Mitte der lemurischen Zeit - etwas vorher und etwas nachher -, das war das Einziehen des Leidenschaftsprinzips in die Menschheit. Vor dieser Zeit hat es kein eigentliches Leidenschaftsprinzip gegeben. Die Tiere der vorhergehenden Zeiten waren Kaltblüter. Und auch der Mensch selbst war damals noch nicht mit warmem Blute begabt. Vergleichsweise wie Fische sind die Menschen auf dem Monde gewesen, und auch die Menschen der dritten Runde, sie hatten gleiche Wärme mit ihrer Umgebung.
[ 6 ] «Der Geist Gottes brütete über den Wassern>, heißt es in der Bibel von dieser Zeit. Das Prinzip der Liebe war noch nicht im Innern der Wesen, sondern draußen als sich offenbarendes irdisches Kama und irdische Leidenschaft. Das ist die egoistische Liebe. Der erste Bringer der egoismusfreien Liebe ist nun Christus, der in Jesus von Nazareth erscheinen sollte.
[ 7 ] Wer sind nun die Magier? Das sind die Initiierten der vorhergehenden drei Rassen, die Initiierten der Menschheit bis zum Erscheinen des Christus-Wesens, der Egoismus-freien Liebe, des wiedererstandenen Osiris. Die Initiierten waren mit Manas begabte Wesen, sind Magier. Sie bringen Gold, Weihrauch, Myrrhen als Opfergabe dar. Und warum erscheinen sie in den drei Farben Schwarz, Weiß und Gelb? Schwarz als Afrikaner, weiß als Europäer, gelb als Inder. Das hängt zusammen mit den Wurzelrassen. Schwarz sind die Überreste der lemurischen Rasse, gelb sind die Überreste der atlantischen Rasse, und weiß sind die Repräsentanten der fünften Wurzelrasse, der Arier. So haben wir in den drei Königen oder Magiern die Repräsentanten der Lemurier, der Atlantier und Arier. Sie bringen die drei Opfergaben: Der Europäer bringt Gold, das Symbol der Weisheit, der Intelligenz, die vorzugsweise in der fünften Wurzelrasse zum Ausdruck gekommen ist. Die Initiierten der vierten Wurzelrasse, der Atlantier, haben als Opfer das, was für sie das Wichtigste ist. Sie hatten eine nicht mehr unmittelbare Verbindung mit der Gottheit, so eine Art suggestiven Einfluss, etwas wie eine universelle Hypnose. Dieses In-Verbindung-Stehen mit der Gottheit wird durch die Opferung unterhalten. Das Gefühl muss sich erheben, damit Gott auch das Gefühl befruchtet. Das findet seinen symbolischen Ausdruck in dem Weihrauch. Das ist das allgemeine Symbol für die Opferung, die etwas zu tun hat mit der Intuition.
[ 8 ] Die Myrrhen sind in der esoterischen Sprache das Symbol der Abtötung. Was bedeutet Abtötung, was Wiedererstehen, wie wir es haben zum Beispiel im wiedererstandenen Osiris? Ich verweise hier nur auf Goethe, der da sagt:
Und solang du das nicht hast,
dieses Stirb und Werde,
bist du nur ein trüber Gast
auf der dunklen Erde.
[ 9 ] Jakob Böhme bringt denselben Gedanken zum Ausdruck mit den Worten:
Wer nicht stirbt, eh er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt.
[ 10 ] Die Myrrhen sind nun das Symbol des Absterbens des niederen Lebens und der Auferstehung des höheren Lebens. Sie werden daher auch dargebracht von dem Initiierten der dritten Wurzelrasse. Eine tiefe Bedeutung liegt darin. Erinnern Sie sich daran, wer Jesus von Nazareth ist. Ein hochentwickelter Chela ist in ihm geboren. Er hat im dreißigsten Jahre seines Lebens sein Leben dem herunterkommenden Christus, dem herabsteigenden Logos hingegeben. Das alles sahen die Magier voraus. Das ist ein großes Opfer des Jesus von Nazareth, dass er sein Ich vertauscht mit dem Ich des zweiten Logos. Das tritt aus einem ganz bestimmten Grunde ein. Erst wenn die sechste Unterrasse herangekommen sein wird, dann wird sich allmählich die Möglichkeit vorbereiten, dass der Mensch, der menschliche Körper, von frühester Kindheit an so weit sein wird, so etwas aufzunehmen wie das Christus-Prinzip. Erst in der sechsten Wurzelrasse wird die Menschheit so völlig reif sein, dass nicht die Körper erst durch Jahre hindurch vorbereitet, zubereitet werden müssen, sondern von Anfang an dazu fähig sind, das Christus-Prinzip aufzunehmen. In der vierten Unterrasse der fünften Wurzelrasse musste der Körper noch dreißig Jahre vorbereitet werden. Das ist gerade so, wie es in den nordischen Gegenden war, wo dem Sig sein Körper vorbereitet wurde, sodass Sig seinen Körper einer höheren Wesenheit zur Verfügung stellen konnte und gestellt hat.
[ 11 ] In der sechsten Wurzelrasse wird es möglich sein, dass der Mensch seinen Leib einer so hohen Wesenheit zur Verfügung stellen kann, wie Jesus es tat bei der Stiftung des Christentums. Als das Christentum gestiftet wurde, da war es noch notwendig, dass ein Chela sein Ich opferte, abtötete, es hinaufsandte nach dem Astralraum, damit der Logos in dem Körper wohnen konnte. Es ist dies etwas, das auch beleuchtet wird durch das letzte Moment am Kreuz, wenn Sie die letzten Worte betrachten: Wer könnte sonst die Worte verstehen:
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? [Mt 27,46]
[ 12 ] Sie werden darin einen Ausdruck finden für die Tatsache, die sich vollzogen hat. In dem Augenblick, da Christus stirbt, hat Gott den Leib verlassen, und der Leib des Jesus von Nazareth spricht jene Worte aus - der Leib, der so hoch entwickelt war, dass er diese Tatsache ausdrücken konnte. Daher ist in diesen Worten ein unglaublich großes Ereignis ausgedrückt. Und dieses alles drückt sich aus in den Myrrhen, die das Symbol der Opferung, der Abtötung sind, der Opferung des Irdischen, um das Höhere aufleben zu lassen.
[ 13 ] In der Mitte der lemurischen Zeit musste Osiris sein Grab finden, musste Manas in die Menschen einziehen. Unter der Leitung der Magier mussten die Menschen erzogen werden, bis das Budhi-Prinzip, das Prinzip der Liebe aufleuchtete in dem Christus Jesus. Budhi ist die himmlische Liebe. Das niedere, geschlechtliche Prinzip wird veredelt durch die christliche Liebe. Dadurch ist in Glorie aufgegangen das Kama-Prinzip, es wurde im Feuer der göttlichen Liebe gereinigt.
[ 14 ] Dass wir es bei Melchior zu tun haben mit dem Prinzip der Weisheit, der Intelligenz der fünften Wurzelrasse, das wird symbolisiert durch das Gold - das drückt das Opfer aus. Dass wir es zweitens zu tun haben mit einem Prinzip des Kultus-Opfers, das drückt uns der Weihrauch aus. Es ist das das Prinzip der vierten Wurzelrasse, der Atlantier. Das wird dann weiterentwickelt, bis das Christentum seine Aufgabe erfüllt haben wird in der sechsten Wurzelrasse, die wieder einen Sakramentalismus haben wird, sodass sie das sinnliche Dasein mit Kultushandlungen, mit Opferhandlungen erfüllen wird. Die Sakramente haben ja heute größtenteils ihre Bedeutung verloren, der Sinn dafür ist nicht mehr da. Er wird wieder für sie da sein durch das, was durch den Weihrauch symbolisiert ist: Der höhere Mensch wird geboren. In der lemurischen Rasse findet Osiris seinen Tod, in der siebten Wurzelrasse steht er wieder [vollständig] auf.
[ 15 ] So sehen Sie, dass das Fest der «Heiligen Drei Könige durch das, was diese verkünden mit ihrer Opferung, die Geschichte der dritten, vierten, fünften und sechsten Wurzelrasse ist.
[ 16 ] Wodurch werden die Heiligen Drei Könige geführt, und wohin werden sie geführt? Sie werden durch einen Stern geführt, und sie werden hingeführt nach Bethlehem in eine Grotte. Das ist etwas, was nur derjenige wirklich verstehen kann, der bekannt ist mit den sogenannten niederen oder astralen Mysterien. Von einem Stern geführt sein, heißt nichts anderes, als die Seele selbst als einen Stern sehen. Wann sieht man aber die Seele als einen Stern? Man sieht dann die Seele als Stern, wenn man sie als leuchtende Aura wahrnehmen kann. Dann ist die Seele ein Stern. Was für eine Aura leuchtet so, dass sie führen kann? Zuerst haben Sie die Aura, die nur glimmt, die nur ein mattes Licht hat. Die kann nicht führen. Dann haben Sie die höhere Aura, die Intelligenz-Aura. Die hat zwar ein flüssiges Licht, ein quellendes Licht, ist aber noch nicht führend. Aber die helle, von Budhi durchglänzte Aura ist wirklich ein Stern, ist etwas Strahlendes und Führendes. In Christus geht im Fortschritt der Menschheit der in der Rassenentwicklung leuchtende Budhi-Stern auf. Was den Magiern leuchtet, ist nichts anderes als die Seele des Christus selbst. Der zweite Logos selbst, der leuchtet ihnen, und er leuchtet über der Grotte in Bethlehem.
[ 17 ] Die Grotte ist nichts anderes als das, worin die Seele wohnt: der Leib. Der astrale Seher sieht den Leib von innen. Dem astralen Schauenden kehrt sich alles um, man sieht alles umgekehrt. Man sieht zum Beispiel 365 anstatt 563. So sieht man also den menschlichen Körper als Grotte, als Höhle, und so leuchtet in dem Körper des Jesus von Nazareth der Stern Christi, die Seele des Christus. Das ist vorzustellen als eine Wirklichkeit, vor sich gehend im Astralen. Es ist ein Vorgang in den niederen Mysterien. Es leuchtet da tatsächlich die Christus-Seele als ein aurischer Stern, und der führt die Initiierten der drei Rassen zu Jesus nach Bethlehem.
[ 18 ] Das ist also ein Fest, das jedes Jahr am sechsten Januar gefeiert worden ist. Es ist eines von denen, die in «Licht auf den Weg» angedeutet sind. Es findet jedes Jahr eine Anzahl von Festen statt. Das ist eines davon, bei dem den Weisen der Stern von Bethlehem aufgeht. Die vier ersten Sätze aus «Licht auf den Weg» sind die Mitte der vier Feiern:
Eh’ vor den Meistern kann die Stimme sprechen, muss das Verwunden sie verlernen.
[ 19 ] Das ist die Vorbereitung für die fünfte Runde. An der Eingangspforte des Tempels erscheint dieser Satz. Und dann kommt die große Tatsache. Das Fest des sechsten Januar wird immer mehr zunehmen. Man wird mehr und mehr verstehen, was ein Magier ist und was die Meister sind. Man wird dann vom Verständnis des Christentums zum Verständnis der Theosophie kommen. In diesen Tagen, am sechsten Januar, wird das Fest der großen Magister, der Meister, auch bei den Theosophen stattfinden. - Das Neujahrsfest ist das Beschneidungsfest Jesu, denn der Christus war da noch nicht geboren. Der Jahresanfang bei den Juden ist im Oktober. Aber das Fest der Beschneidung des Jesus von Nazareth ist herübergenommen worden in das Christentum. Dass Jesus auch vorher Jude war, das wird mit dem Neujahrsfest im Christentum noch gefeiert.
[ 20 ] [Notizen vermutlich aus der Fragenbeantwortung zum Vortrag am 30. Dezember 1904]
[ 21 ] Der Mensch erreicht auf dem nächsten Planeten das psychische Bewusstsein, auf dem folgenden Planeten das überpsychische Bewusstsein und auf dem siebten Planeten das spirituelle Bewusstsein. Der Adept kann sich künstlich in diese Bewusstseinszustände versetzen.
Der Kreuzestod hat dem Christus Schmerz verursacht.
[ 22 ] Auf dem Devachanplan empfindet man nur den eigenen Schmerz und das eigene Leid nicht, aber den ganzen Schmerz der Menschheit kann man wahrnehmen und empfinden. Alles fremde Leid wird empfunden, über das eigene Leid ist man erhaben. Von den Bewusstseinsstufen:
1. Das Tagesbewusstsein.
2. Ein dumpferes, traumerfülltes Bewusstsein.
3. Das traumlose Schlafbewusstsein, die Schlaftrance bei Medien.
4. Die Tieftrance oder [induzierte] Trance; kann von Medien erreicht werden; Weltenketten.
5. Das psychische Bewusstsein — das ist das Bewusstsein, das man hat, wenn man das Leben sieht.
6. Das überpsychische Bewusstsein, bei dem es gelingt, den Astralkörper stehend zu machen.
[ 23 ] Der physische Körper hat die sieben Stadien durchgemacht. Der Astralkörper wird sie erst demnächst durchmachen. Jenseits des spirituellen Bewusstseins steht die Meisterschaft. Das spirituelle Bewusstsein ist gleichbedeutend mit Chelaschaft.
[ 24 ] Esoterisch sind die Zustände, die unserer Erdentwicklung vorangegangen sind, die alten Mond- und Sonnenzustände.
[ 25 ] Das, was jetzt unser Innenleben ist, war früher um uns herum. Der Mystiker hat in sich, was früher außerhalb von ihm um ihn herum verbreitet war. Die Lehre, welche aus Budhi herausgeflossen ist, nennt man esoterischen Buddhismus.
[ 26 ] Das Bewusstsein, das 343 Stadien durchmacht, entspricht einer Pitri-Entwicklung. Die Planetenkette
[ 27 ] Physische Bewusstseinszustände.
[ 28 ] Kama war zuerst in der Luft, es war die Leidenschaft für das Gute. Atavismus nennt man ein Zurückbleiben in früheren Entwicklungszuständen.
[ 29 ] Man unterscheidet Bewusstseinszustände, Lebenszustände und Formzustände.
[ 30 ] Eine Individualität ist ein Wesen, das mit Manas befruchtet ist.
[ 31 ] Bewusstseinszustände in der Planetenentwicklung:
1. Tieftrancebewusstein
2. Traumloses Schlafbewusstsein
3. das psychische Bewusstsein
4. der Wachzustand
5. der urbildliche Bewusstseinszustand
[ 32 ] Die Bewusstseinszustände beim Menschen:
1. das Tieftrancebewusstsein
2. das traumlose Schlafbewusstsein
3. das traumerfüllte Schlafbewusstsein
4. der Wachzustand
5. der psychische Bewusstseinszustand
6. der überpsychische Bewusstseinszustand
7. der spirituelle Bewusstseinszustand
[ 33 ] Die Wesen haben ihre Form vom Mineralreich. Sie sind ein Zentrum nur dadurch, dass das Leben bewusst wird. Die Seele ragt in den Leib hinein. Das Niedere hat das Leben nur dadurch, dass sich das Höhere hineinsenkt, hineinverbreitet. Das Bewusstsein entsteht dadurch, dass sich das Höhere über Leben und Tod verbreitet. Bewusstsein heißt so viel wie dhyanisch. Substanz bedeutet so viel wie Gleichgewicht. Bewusstseinswesen sind etwas Umfassendes - Engel der Umlaufzeiten - planetarische Dhyanis. Unsere Erde hat auch ihren Dhyani.
[ 34 ] Am Ende der siebten Runde wird die Erde so weit sein, dass dem Menschen Pflanzen und Tiere übergegeben sind. Das Bewusstsein und die Form sind im Gleichgewicht, wenn die Form vom Bewusstsein gelenkt wird. Die unbeherrschte Form strebt zum Bewusstsein hinauf.
[ 35 ] Elementargeister bedeutet so viel wie Wesen, die in der Form mächtiger sind als im Bewusstsein und im Leben. Das Gegenteil davon sind die Dhyanis. Die Elementargeister sind die hemmenden Kräfte. Alle parasistischen Wesen sind von Elementarwesen erfüllt, so beispielsweise die Mistel, dann die Spinne, die ihre Materie aus sich herausspinnt. Alles Parasitische ist ein Ausdruck der achten Sphäre des Mondes. - Alptraum. Sphynx.
[ 36 ] In der atlantischen Rasse sind die Turanier mit den Elementargeistern bekannt geworden.
[ 37 ] Bewusstsein, Leben und Form - jedes Wesen muss diese durchlaufen in vielen Malen - in je sieben Stadien.
[ 38 ] Bewusstseinszustände:
1. Das Trancebewusstsein ist das Allbewusstsein, es ist der dumpfste Bewusstseinszustand, er entspricht den Formen von Kristallen und Sternen, nicht aber von Menschen.
2. Der traumlose Schlaf ist weniger dumpf, aber enger, ein Pflanzenbewusstsein ist da vorhanden. Es ist ein außerordentliches Zeichen von [...] keine Weltsysteme werden da wahrgenommen.
3. Der traumerfüllte Schlaf — bei ihm ist das Bewusstsein nicht so umfassend aber schon im Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen.
4. Der Wachzustand - er umfasst Mineral, Pflanze, Tier und Mensch.
5. Das psychische Bewusstsein — es ist das Bewusstsein der astralen Welt. Man sieht da nicht nur das saure Gesicht, sondern hat auch das saure Gefühl.
6. Das überpsychische Bewusstsein.
7. Das spirituelle Bewusstsein - dieses begabt mit unmittelbarer Wahrnehmung des Geistigen.
[ 39 ] Die sieben Reiche und was sich darin geltend macht:
1. Das erste Elementarreich - das Sein macht sich geltend
2. Das zweite Elementarreich — das Leben macht sich geltend
3. Das dritte Elementarreich - die Empfindung oder das Bewusst sein nach außen machen sich geltend
4. Das Mineralreich — das Sein wird objektiv
5. Das Pflanzenreich - das Leben wird objektiv
6. Das Tierreich - die Empfindung und das Bewusstsein werden objektiv
7. Das Menschenreich - das höhere Bewusstsein und das Ich sind in Objektivität getreten.
[ 40 ] Formzustände:
1. Die arupische Form
2. Die rupische Form
3. Die astrale Form
4. Die physische Form
5. Die plastische Form - sie ist nicht starr, sondern von innen nach außen sich geltend machend.
6. Die intellektuelle Form
7. Die archetypische Form
[ 41 ] Leben, Form und Bewusstsein - der jetzige Wachzustand der Erde. Die sieben Globen - die Phasenzustände. Wir werden aus den physischen sehenden Wesen solche Wesen, die auch in die höheren Gebiete des Seins hineinsehen können, wir kommen da in die Region der Durchlässigkeit. Wir können jetzt nur einen Teil des Kosmos sehen. Wenn man heute sagt, ein Himmelskörper ist sichtbar, so heißt das: Er befindet sich im Stadium des vierten Zustandes, im Zustand des Mineralreichs. Weltenjahr - Weltenmonat - Weltentag.
[ 42 ] Bewusstsein entspricht der Sonne, Form dem Monde, Leben der Erde.
[ 43 ] Es gibt 7 x 7 = 49 Metamorphosen des Lebens, die das Bewusstsein geben. Diese machen ein Weltenjahr aus. Auf dem höheren Plan ist das Bewusstsein wiederum Form.
[ 44 ] Die Tiere, welche das Skelet nach außen haben, gehören zur Mondepoche - Krebsentwicklung.
