Experiences of the Supernatural
The Three Paths of the Soul to Christ
GA 143
27 February 1912, Munich
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Experiences of the Supernatural, tr. SOL
6. Verborgene Kräfte des Seelenlebens
6. The Hidden Powers of the Soul
[ 1 ] Wir haben in diesen Tagen mancherlei von dem Vorhandensein verborgener Seelentiefen gesprochen, und es ist unter allen Umständen gut, wenn wir gerade in bezug auf dieses Thema uns noch mit allerlei Dingen beschäftigen, welche dem Schüler der Geisteswissenschaft nützlich sein können zu wissen. Im ganzen muß man sagen, daß eigentlich eine volle Aufklärung über diese Dinge nur möglich ist, wenn man sie herausarbeiten kann aus dem, was in der Geisteswissenschaft zunächst gegeben wird.
[ 1 ] We have spoken at length in recent days about the existence of hidden depths of the soul, and it is certainly beneficial, especially in relation to this topic, for us to consider various matters that may be useful for the student of Spiritual Science to know. On the whole, it must be said that a full understanding of these matters is actually only possible if one can work them out from what is initially provided in Spiritual Science.
[ 2 ] Nun haben wir ja alles das, was man die Gliederung des Menschen nennen könnte, von den verschiedensten Gesichtspunkten aus verfolgt. Es wird daher jedem leicht möglich sein, das, was von einem anderen Gesichtspunkt aus dann erscheint, wenn wir in die verborgenen Seelentiefen ein wenig hindeuten wollen, auf das Richtige zu beziehen im Hinblick auf die Gliederung des Menschen, wie wir sie kennen aus der mehr oder weniger elementaren Darstellung der spirituellen Weltanschauung.
[ 2 ] We have now examined what might be called the structure of the human being from a wide variety of perspectives. It will therefore be easy for everyone to relate what appears from a different perspective—when we wish to point a little toward the hidden depths of the soul—to the correct understanding of the structure of the human being, as we know it from the more or less elementary presentation of the spiritual worldview.
[ 3 ] Das ist wiederholt gesagt worden in diesen Tagen, daß man alles das, was unsere Vorstellungen, unsere Wahrnehmungen, unsere Willensimpulse, unsere Gefühle und Empfindungen umfaßt, also kurz, alles das, was sich abspielt in unserer Seele in dem normalen Seelenzustand vom Aufwachen bis zum Einschlafen, nennen kann eben die Tätigkeiten, die Eigentümlichkeiten, die Kräfte des gewöhnlichen Bewußtseins. Nun wollen wir einmal alles das, was in dieses gewöhnliche menschliche Bewußtsein hineinfällt, also alles das, was der Mensch weiß, fühlt, will vom Aufwachen bis zum Einschlafen, dadurch darstellen, daß wir es in diese zwei Parallellinien (a; b) einfassen (siehe Zeichnung S. 100).
[ 3 ] It has been said repeatedly in recent days that everything encompassing our mental images, our perceptions, our impulses of will, our feelings, and our sensations—in short, everything that takes place in our soul in the normal state of consciousness from waking to falling asleep—can be called the activities, the characteristics, and the powers of ordinary consciousness. Now let us represent everything that falls within this ordinary human consciousness—that is, everything a person knows, feels, and wills from waking to falling asleep—by enclosing it within these two parallel lines (a; b) (see diagram on p. 100).
[ 4 ] Nicht wahr, es gehört ja dann in dieses Gebiet der beiden Parallellinien sowohl unser Vorstellen wie auch ein jegliches Wahrnehmen. Also wenn wir uns in Korrespondenz versetzen durch unsere Sinne mit der Außenwelt und uns dadurch in allen möglichen Sinneseindrücken ein Bild der Außenwelt verschaffen noch im Zusammenhang, in Berührung mit der Außenwelt, so gehört das auch zu unserem gewöhnlichen Bewußtsein. Es gehören aber auch dazu alle unsere Gefühle und Willensimpulse, kurz, alles das, was unser gewöhnliches Bewußtsein umfaßt. Man möchte sagen, es gehört in diese Sphäre, die da dargestellt wird durch diese Parallellinien, alles das, worüber das normale Seelenleben im Alltag Auskunft zu geben vermag.
[ 4 ] Isn't it true that both our mental image and every form of perception belong within this region defined by the two parallel lines? So when we enter into correspondence with the external world through our senses and thereby form a picture of the external world from all manner of sensory impressions—while still in connection with, in contact with, the external world—that, too, belongs to our ordinary consciousness. But it also includes all our feelings and volitional impulses—in short, everything that our ordinary consciousness encompasses. One might say that everything about which normal mental life in everyday life is able to provide information belongs to this sphere, which is represented here by these parallel lines.


[ 5 ] Nun handelt es sich darum, daß wir ganz genau wissen, daß dieses sogenannte normale Seelenleben darauf angewiesen ist, sich der Werkzeuge des physischen Leibes zu bedienen, also aller der Werkzeuge, die die Sinne und das Nervensystem umfassen. Wenn wir diesen zwei Parallellinien zwei andere gegenüberstellen, so können wir sagen: Es entsprechen in unserem physischen Organismus die Sinnesorgane und das Nervensystem demjenigen, was wir nennen können Werkzeuge für dieses Bewußtsein, Sinnesorgane vorzugsweise, aber auch in einem gewissen Grade das Nervensystem.
[ 5 ] The point is that we know very well that this so-called normal mental life depends on making use of the instruments of the physical body—that is, all the instruments comprising the senses and the nervous system. If we contrast these two parallel lines with two others, we can say: In our physical organism, the sense organs and the nervous system correspond to what we might call the instruments of this consciousness—primarily the sense organs, but also, to a certain extent, the nervous system.
[ 6 ] Unter der Schwelle dieses gewöhnlichen Bewußtseins liegt nun alles das, was wir bezeichnen können als die verborgenen Seiten des Seelenlebens oder aber auch als das Unterbewußtsein. Wir werden eine gute Vorstellung von alledem bekommen, was in diesem Unterbewußtsein sozusagen eingebettet ist, wenn wir uns erinnern, daß sich der Mensch durch die geistige Schulung aneignet Imagination, Inspiration, Intuition. So daß wir also, wie wir Vorstellungen, Gefühle und Willensimpulse in das gewöhnliche Bewußtsein versetzen, in das Unterbewußtsein zu versetzen haben Imagination, Inspiration und Intuition. Wir wissen aber auch, daß ein Arbeiten des Unterbewußtseins nicht nur dann eintritt, wenn eine solche geistige Schulung vorhanden ist, sondern daß es auch eintreten kann wie ein altes Erbstück eines ursprünglichen, eines primitiven menschlichen Bewußtseinszustandes, wie ein Atavismus. Da treten diejenigen Dinge auf, die wir als Visionen bezeichnen; und Visionen bei dem — wir können es so nennen — naiven Bewußtsein, beim primitiven Bewußtsein, entsprechen den schulgerecht ausgearbeiteten Imaginationen. Es treten auf Ahnungen; die wären primitive Inspirationen. Wir können gleich an einem bedeutsamen Beispiel anführen, welches der Unterschied zwischen einer Inspiration und einer Ahnung ist.
[ 6 ] Beneath the threshold of this ordinary consciousness lies everything we might call the hidden aspects of the soul’s life, or the subconscious. We will gain a good understanding of everything that is, so to speak, embedded in this subconscious if we remember that through spiritual training, human beings acquire imagination, inspiration, and intuition. So just as we bring mental images, feelings, and impulses of will into ordinary consciousness, we must bring imagination, inspiration, and intuition into the subconscious. But we also know that the workings of the subconscious do not occur only when such spiritual training is present, but that they can also occur as an ancient legacy of an original, a primitive state of human consciousness, like an atavism. This is where those things occur that we call visions; and visions in what we might call “naive consciousness,” in primitive consciousness, correspond to imaginations developed through proper training. Premonitions arise; these would be primitive inspirations. We can immediately cite a significant example to illustrate the difference between inspiration and a premonition.
[ 7 ] Wir haben ja schon öfter dessen Erwähnung getan, daß im Laufe des 20. Jahrhunderts innerhalb der menschlichen Entwickelung das eintritt, was man eine Art geistige Wiederkunft des Christus nennen kann, und daß es eine Anzahl von Personen geben wird, welche das Hereinarbeiten des Christus in unsere Welt vom astralischen Plan herunter in einer ätherischen Gestalt erleben. Man kann sich eine Erkenntnis von dieser Tatsache dadurch verschaffen, daß man durch regelrechte Schulung eben erkennt, wie der Gang der Entwickelung ist, und sozusagen in regelrechter Schulung dahin kommt, einzusehen, daß sich das so im 20. Jahrhundert zutragen müsse. Es können aber auch durchaus, wie es ja in unserer Gegenwart vielfach vorkommt, Persönlichkeiten da oder dort mit einem natürlichen primitiven Hellsehen begabt werden, welche sozusagen eine Art von dunkler Inspiration, die wir eben eine Ahnung nennen, von dem Herannahen des Christus haben werden. Vielleicht würden solche Persönlichkeiten nicht genau Bescheid wissen um das, worum es sich handelt; aber selbst eine so wichtige Inspiration kann durchaus in der Form einer Ahnung auftreten. — Es kann sich nun für das primitive Bewußtsein etwas ergeben, was nicht bei dem Ahnungs- oder visionären Charakter stehenbleibt. Die Vision ist das Hineinstellen irgendeines Bildes für einen geistigen Vorgang. Wenn zum Beispiel irgend jemand einen Menschen verloren hat, so daß dessen Ich durch die Pforte des Todes gegangen ist, nunmehr in der geistigen Welt verweilt, und eine Art Verbindung sich herstellt zwischen diesem und dem in dieser Welt Lebenden, so kann vielleicht der in dieser Welt Lebende durchaus nicht richtig wissen, was der Tote von ihm will, kann eine falsche Vorstellung von dem haben, was der Tote dort in seiner Seele erlebt. Aber die Tatsache, daß überhaupt ein solcher Zusammenhang da ist, stellt sich in einer Vision dar, die als Bild falsch, aber auf der richtigen Tatsache begründet sein kann, daß der Tote mit dem Lebenden eine Verbindung herstellen will. Das macht sich als Ahnung geltend. So daß der, der Ahnungen hat, sozusagen gewisse Dinge weiß, entweder für die Vergangenheit oder für die Zukunft, die im normalen Bewußtseinszustand nicht erreichbar sind. Wenn aber irgend etwas sich vor die menschliche Seele hinstellt in einer deutlichen Wahrnehmung, nicht bloß als eine Vision, die unter Umständen auch falsch sein kann, sondern als eine deutliche Wahrnehmung — sei es irgendein Vorgang in der Sinneswelt hier oder auf einem solchen Gebiet, daß man mit gewöhnlichen Sinnen die Sache nicht sehen kann, sei es ein Vorgang der übersinnlichen Welt —, so bezeichnet man eine solche Erscheinung im Okkultismus mit einem bestimmten Wort: man spricht dann von der Deuteroskopie oder dem zweiten Gesicht. Damit aber habe ich Ihnen nur geschildert, was — sei es als Erreichbares in regelrechter Schulung, sei es wie eine natürliche Hellsichtigkeit auftretend — im Bewußtsein, wohl im Unterbewußtsein, aber eben in der menschlichen Seele selber vorgeht.
[ 7 ] We have, after all, mentioned on several occasions that, in the course of the 20th century, something will occur within human evolution that can be called a kind of spiritual return of the Christ, and that there will be a number of people who will experience the Christ’s descent into our world from the astral plane in an etheric form. One can gain an understanding of this fact by recognizing, through proper training, the course of evolution, and by coming to realize, so to speak, through proper training, that this must take place in the 20th century. However, as is indeed frequently the case in our present time, there may well be individuals here and there endowed with a natural, primitive clairvoyance who will have, so to speak, a kind of dim inspiration—what we call a premonition—regarding the approach of the Christ. Perhaps such individuals would not know exactly what is at stake; but even such an important inspiration can certainly arise in the form of a premonition. — For the primitive consciousness, something may now arise that does not remain at the level of a premonition or a vision. A vision is the projection of some image representing a spiritual process. If, for example, someone has lost a loved one, so that the person’s ego has passed through the gate of death and now dwells in the spiritual world, and a kind of connection is established between this person and the one living in this world, then perhaps the one living in this world may not know exactly what the deceased wants from them and may have a false mental image of what the deceased is experiencing in their soul. But the fact that such a connection exists at all presents itself in a vision that may be false as an image, yet grounded in the true fact that the deceased wishes to establish a connection with the living. This manifests as an intuition. So that the one who has intuitions knows, so to speak, certain things—whether concerning the past or the future—that are inaccessible in the normal state of consciousness. But when something presents itself to the human soul in a clear perception—not merely as a vision, which under certain circumstances may also be false, but as a clear perception—be it some process in the sensory world here or in a realm where one cannot see the matter with ordinary senses, be it a process of the supersensible world— then in occultism such a phenomenon is designated by a specific term: one speaks of deuteroscopy or the second sight. But with this I have merely described to you what—whether as something attainable through proper training or occurring as a natural clairvoyance—takes place in consciousness, or rather in the subconscious, but precisely within the human soul itself.
[ 8 ] Nun unterscheidet sich aber alles, was hier in der menschlichen Seele selber vorgeht, wenn wir von dem Unterbewußtsein im Gegensatz zum gewöhnlichen Bewußtsein sprechen, ganz beträchtlich von all den Vorgängen des gewöhnlichen Bewußitseins. Die Vorgänge des gewöhnlichen Bewußtseins sind gegenüber all dem, worauf sie sich eigentlich beziehen, wirklich so, daß man — ich möchte sagen andeutend und eben so glimpflich als man es in einem öffentlichen Vortrag sagen kann — von der Ohnmacht des gewöhnlichen Bewußtseins reden kann. Das Auge sieht eine Rose; aber dieses Auge, das an sich zwar so sich verhält, daß in uns die Vorstellung der Rose entsteht, ist für das gewöhnliche Bewußtsein mit all seiner Wahrnehmung und der Vorstellung von der Rose gegenüber dem Wachsen und dem Entstehen und Vergehen der Rose ja ganz machtlos. Die Rose wächst und vergeht durch ihre Naturkräfte, aber das Auge vermag nichts, solange nur das gewöhnliche Bewußtsein wirkt, als die unmittelbare Gegenwart zu fassen; nur diese ist seiner Wahrnehmung zugänglich. So ist es nun nicht bei den Tatsachen des Unterbewußtseins. Und das ist das, was wir zunächst festhalten müssen, denn es ist außerordentlich wichtig. Wenn wir durch unser Auge im normalen Sehen irgend etwas wahrnehmen, Farbenbilder oder sonst irgend etwas, so können wir nicht nur nichts ändern durch das Wahrnehmen selber an dem objektiven Tatbestand, sondern etwas anderes tritt sogar auf, wenn das Sehen ein normales ist: Wenn nicht irgend etwas anderes gegenüber dem Auge auftritt als das bloße Sehen, so bleibt auch durch das Sehen das Auge unverändert. Erst wenn wir über die Grenze hinausgehen vom normalen Licht zum blendenden, verletzen wir das Auge. So daß wir sagen können: In den Tatsachen des normalen Bewußtseins wirken wir nicht einmal, wenn wir in diesen verharren, auf uns selbst zurück. Unser Organismus ist eben so konstruiert, daß durch die Tatsachen des gewöhnlichen Bewußtseins auch nicht in uns selber gewöhnlich Veränderungen hervorgerufen werden.
[ 8 ] However, everything that takes place within the human soul itself—when we speak of the subconscious in contrast to ordinary consciousness—differs quite significantly from all the processes of ordinary consciousness. The processes of ordinary consciousness, in relation to all that to which they actually refer, are truly such that one can—I would say, to put it mildly and as gently as one can in a public lecture—speak of the powerlessness of ordinary consciousness. The eye sees a rose; but this eye, which in itself behaves in such a way that a mental image of the rose arises within us, is, for ordinary consciousness with all its perception and the mental image of the rose, utterly powerless in the face of the rose’s growth, coming into being, and passing away. The rose grows and withers through its natural forces, but the eye is powerless, as long as only ordinary consciousness is at work, to grasp the immediate present; only this is accessible to its perception. This is not the case with the facts of the subconscious. And this is what we must first establish, for it is extraordinarily important. When we perceive anything through our eyes in normal vision—color images or anything else—not only can we not change the objective reality through the act of perception itself, but something else even occurs when vision is normal: If nothing else occurs before the eye besides mere seeing, then the eye remains unchanged even through the act of seeing. Only when we cross the boundary from normal light to blinding light do we harm the eye. So that we can say: In the facts of normal consciousness, we do not even affect ourselves when we remain within them. Our organism is simply constructed in such a way that the facts of ordinary consciousness do not usually bring about changes within us either.
[ 9 ] Anders ist es mit dem, was im Unterbewußtsein auftritt. Nehmen wir einmal an, wir bilden uns eine Imagination, oder wir haben eine Vision. Nun nehmen wir an, diese Imagination oder Vision entspreche einem guten Wesen. Dieses gute Wesen ist dann nicht in der physisch-sinnlichen Welt, sondern es ist in der übersinnlichen Welt, und wir wollen jetzt die Welt, in der dann die Wesen sind, die wir etwa wahrnehmen durch eine Imagination oder Vision, zwischen diese zwei Parallellinien hineingerückt denken (siehe Schema SS. 100). In dieser Welt, die wir uns hier hineingerückt denken, wollen wir suchen alles das, was Gegenstand, Wahrnehmung, Objekt werden kann für das Unterbewußtsein. Wir wollen zunächst noch nichts hineinschreiben in diesen Raum. Aber wenn wir irgend etwas, was in dieser Welt ist als ein schlechtes, als ein dämonisches Wesen, im imaginären Bild oder in der Vision vorstellen, so ist es nicht so, daß wir zunächst in bezug auf dieses Wesen selber so machtlos sind, wie das Auge machtlos ist gegenüber der Rose. Wenn wir bei einer Imagination oder Vision eines schlechten Wesens das Gefühl entwickeln, es soll von uns weichen, und wir tun dies bei der vollständig klaren, visionären, imaginativen Vorstellung, so muß das Wesen, das in dieser Welt ist, tatsächlich fühlen, wie wenn es mit einer Kraft von uns hinweggeschoben würde. Ebenso ist es, wenn wir von einem guten Wesen eine entsprechende Imagination oder Vision haben. Auch da ist es so, daß wir, wenn wir ein Gefühl der Sympathie entwickeln, dieses Wesen in der Tat die Kraft in sich verspürt, an uns heranzukommen, sich mit uns zu verbinden. Alle Wesen, welche irgendwie in dieser Welt wohnen, spüren unsere Anziehungsoder Abstoßungskräfte, wenn wir Visionen von ihnen entwickeln. So daß wir also mit unserem Unterbewußtsein in einer ähnlichen Lage sind, wie etwa das Auge wäre, wenn es nicht nur eine Rose sehen könnte, sondern durch das einfache Sehen die Begierde entwickeln könnte, daß diese Rose ihm naht, und es diese Rose an sich heranziehen könnte; oder wenn das Auge etwas Ekelhaftes sieht, es nicht nur zudem Urteil kommen könnte: dieses ist ekelhaft —, sondern dieses Ekelhafte entfernen könnte durch die bloße Antipathie. Mit einer Welt also steht das Unterbewußstsein in Berührung, auf welche Sympathie und Antipathie, die in der menschlichen Seele Platz greifen, wirken können. Das ist notwendig, daß wir uns dieses durchaus einmal vor die Seele führen. Nun aber wirken die Sympathie und Antipathie, wirken überhaupt die Impulse, welche im Unterbewußtsein sind, nicht etwa bloß in der angedeuteten Weise auf diese Welt, sondern sie wirken auf das, was vor allen Dingen in uns selber darinnen ist und was wir nun als einen Teil des menschlichen Ätherleibes — aber nicht nur als einen Teil des menschlichen Ätherleibes, sondern sogar als gewisse Kräfte des physischen Leibes — eingeschlossen denken müssen innerhalb dieser beiden Parallellinien: Innerhalb dieser beiden Parallellinien müssen wir uns nämlich dasjenige denken, was im Menschen lebt erstens als diejenige Kraft, welche das menschliche Blut durchpulst, das heißt die Wärmekraft des Blutes, und dann noch eine andere Kraft, die da liegt in unserem mehr oder weniger durch unseren ganzen Organismus bedingten gesunden oder krankhaften Atem, also die mehr oder weniger gesunde Atemkraft, wir können sagen: die Verfassung der Atemkraft. Ferner gehört zu alledem, worauf das Unterbewußtsein in uns selber wirkt, ein großer Teil dessen, was man den menschlichen Ätherleib zu nennen hat. In uns selber also wirkt unser Unterbewußtsein oder wirken die verborgenen Kräfte des Seelenlebens; in uns selbst wirken sie so, daß beeinflußt wird unsere Blutwärme, und da von unserer Blutwärme abhängig ist die ganze Pulsation, die Lebhaftigkeit oder Trägheit unserer Blutzirkulation, so können Sie einsehen, daß mit unserem Unterbewußtsein in gewisser Weise zusammenhängen muß unsere ganze Blutzirkulation. Ob ein Mensch eine schnellere oder langsamere Blutzirkulation hat, das hängt im wesentlichen mit den Kräften seines Unterbewußtseins zusammen.
[ 9 ] The situation is different with what occurs in the subconscious. Let us suppose that we form an image in our mind, or that we have a vision. Now let us assume that this image or vision corresponds to a good being. This good being is then not in the physical-sensory world, but in the supersensory world, and we now want to place the world in which the beings we perceive through an image or vision reside between these two parallel lines (see diagram on pp. 100). In this world that we have placed here, let us seek out everything that can become an object, a perception, or a subject for the subconscious. We shall not yet write anything into this space. But if we create a mental image of anything that is in this world—such as an evil, demonic being—it is not the case that we are initially as powerless in relation to this being itself as the eye is powerless in relation to the rose. When, in an imagination or vision of an evil being, we develop the feeling that it should depart from us—and we do this with a completely clear, visionary, imaginative mental image—then the being that exists in this world must actually feel as if it were being pushed away from us by a force. The same is true when we have a corresponding imagination or vision of a good being. Here, too, it is the case that when we develop a feeling of sympathy, this being actually feels within itself the power to approach us, to connect with us. All beings that dwell in this world in any way feel our forces of attraction or repulsion when we develop visions of them. So that we are, with our subconscious, in a situation similar to that of the eye, which could not only see a rose but, through the simple act of seeing, could develop the desire for that rose to approach it and draw the rose toward itself; or if the eye sees something repulsive, it could not only arrive at the judgment: this is repulsive—but could remove this repulsive thing through mere antipathy. The subconscious is thus in contact with a world upon which the sympathy and antipathy taking root in the human soul can act. It is necessary that we bring this fully before our minds. Now, however, sympathy and antipathy—indeed, the impulses that reside in the subconscious—do not merely act upon this world in the manner indicated, but they act upon what is above all within ourselves and what we must now think of as part of the human etheric body—but not merely as part of the human etheric body, but even as certain forces of the physical body — that we must conceive as enclosed within these two parallel lines: Within these two parallel lines, we must conceive of what lives in the human being, first as the force that pulses through the human blood—that is, the warmth of the blood—and then another force that lies in our healthy or diseased breathing, which is more or less determined by our entire organism; that is, the more or less healthy breath force—we might say: the condition of the breath force. Furthermore, a large part of what is called the human etheric body belongs to all that upon which the subconscious within us acts. Within ourselves, then, our subconscious mind—or the hidden forces of the soul life—is at work; within ourselves, they act in such a way that our blood temperature is influenced, and since the entire pulsation, the liveliness or sluggishness of our blood circulation, depends on our blood temperature, you can see that our entire blood circulation must be connected in a certain way to our subconscious mind. Whether a person has faster or slower blood circulation depends essentially on the forces of their subconscious mind.


[ 10 ] Wenn nun die Wirkung auf alles das, was da draußen in der Weltliegt an dämonischen oder guten Wesen, nur dann auftritt, wenn der Mensch Visionen oder Imaginationen oder sonstiges Wahrnehmen im Unterbewußtsein mit einer gewissen Deutlichkeit hat, wenn dar» nur durch Sympathie oder Antipathie gewisse Kräfte wie magisch wirksam werden in dieser Welt, so ist dieses deutliche Uns-vor-die-Seele-Treten im Unterbewußtsein nicht notwendig für die Wirkung auf das Innere unseres eigenen Organismus, das in dem besteht, was hier aufgeschrieben worden ist. Ob der Mensch nun weiß oder nicht, welche Imaginationen entsprechen würden dieser oder jener Sympathie in ihm: diese Sympathie wirkt auf seine Blutzirkulation, auf sein Atemsystem, auf seinen Ätherleib ein. Nehmen wir also an, irgendein Mensch würde geneigt sein, eine gewisse Zeit hindurch nur Empfindungen des Ekelerregenden zu haben: er würde, wenn er visionär wäre oder imaginativer Erkenner wäre, gewisse Visionen oder Imaginationen, so wie das vorgestern geschildert worden ist, als Wahrnehmungen des eigenen Wesens vor sich haben. Das würde zwar hinausprojiziert sein in den Raum, aber es würde doch nur seiner eigenen Welt angehören. Es würden solche Visionen und Imaginationen das darstellen, was als Kräfte der Ekelgefühle in ihm lebt. Aber auch wenn der Mensch nicht in dieser Weise Selbsterkenntnis üben kann, sondern wenn er einfach solche Ekelgefühle hat, wenn sie in ihm leben, so wirken sie auf ihn selber. Sie wirken so, daß sie tatsächlich die Wärmekraft seines Blutes und auch seine Atemkraft beeinflussen. So daß es in der Tat der Fall ist — wenn wir jetzt zu einer andern Sache übergehen -, daß ein Mensch mehr oder weniger gesunden Atem hat, je nachdem er diese oder jene Gefühle in seinem Unterbewußtsein erlebt, daß er eine mehr oder weniger gesunde Blutzirkulation hat, je nachdem er diese oder jene Dinge in seinem Unterbewußtsein erlebt. Und namentlich ist die Tätigkeit des Ätherleibes, sind alle Vorgänge in ihm abhängig von der Gefühlswelt, die in einem Menschen lebt.
[ 10 ] If the effect on everything out there in the world—whether demonic or benevolent beings—occurs only when a person has visions, imaginings, or other perceptions in the subconscious with a certain clarity, if certain forces become magically effective in this world merely through sympathy or antipathy, then this clear -stepping-before-the-soul in the subconscious is not necessary for the effect on the inner workings of our own organism, which consists of what has been written down here. Whether or not a person knows which imaginations would correspond to this or that sympathy within them: this sympathy acts upon their blood circulation, upon their respiratory system, upon their etheric body. Let us suppose, then, that a person were inclined, for a certain period of time, to experience only feelings of revulsion: if he were a visionary or an imaginative perceiver, he would have before him certain visions or imaginations—as described the day before yesterday—as perceptions of his own being. These would indeed be projected out into space, but they would still belong only to his own world. Such visions and imaginations would represent what lives within him as the forces of feelings of revulsion. But even if a person cannot practice self-knowledge in this way, but simply has such feelings of revulsion, when they live within him, they affect him. They affect him in such a way that they actually influence the warmth of his blood and also his breathing. So that it is indeed the case—if we now turn to another matter—that a person has more or less healthy breathing, depending on whether they experience this or that feeling in their subconscious, that they have more or less healthy blood circulation, depending on whether they experience this or that in their subconscious. And in particular, the activity of the etheric body, all the processes within it, depend on the emotional world that lives within a person.
[ 11 ] Nun aber — und das zeigt sich, wenn die Tatsachen des Unterbewußtseins wirklich von der Seele erlebt werden — ist nicht nur dieser Zusammenhang da, sondern dadurch, daß dieser Zusammenhang da ist, wird auf die gesamte Verfassung des Menschen fortwährend eine Wirkung ausgeübt, so daß es gewisse Gefühle, gewisse Empfindungen gibt, die ins Unterbewußtsein hinabspielen und dadurch, daß sie bestimmte Formen der Wärmekraft des Blutes, bestimmte Verfassungen der Atemkraft und des Ätherleibes hervorrufen, entweder fördernd auf den Organismus einwirken, oder das ganze Leben hemmen, so daß durch das, was in das Unterbewußtsein hinabspielt, beim Menschen immer etwas entsteht oder vergeht. Der Mensch nimmt sich entweder Lebenskräfte, oder er fügt sich solche hinzu durch das, was er hinunterschickt aus seinem Bewußtseinszustand in die unterbewußten Zustände. Und wenn der Mensch Wohlgefallen oder auch nur Nachsicht hat gegenüber einer Lüge, die er begeht, nicht Abscheu hat, was das normale Gefühl gegenüber der Lüge ist, sondern in bezug auf das Lügen lässig ist oder sogar Wohlgefallen daran hat, so wird dasjenige, was Gefühlszusatz ist gegenüber dem, was man lügt, hinuntergeschickt in das Unterbewußtsein. Das, was hier in das Unterbewußtsein geht, das verdirbt die Blutzirkulation, die Atemverfassung und die Kräfte des Ätherleibes; und die Folge davon ist, daß der Mensch in bezug auf alles das, was ihm bleibt, wenn er durch die Pforte des Todes geht, sich durch dieses, was eben geschildert worden ist, verkümmert macht, daß er ärmer geworden ist an Kräften, daß etwas in ihm erstorben ist, was aufgelebt wäre, wenn der Mensch Abscheu, Ekelgefühl gehabt haben würde vor der Lüge, weil dies das normale Gefühl ihr gegenüber ist. Denn würde hinuntergetaucht sein das, was Abscheugefühle sind gegenüber der Lüge, so würde sich das übertragen haben auf die Kräfte, die hier verzeichnet sind, und der Mensch würde etwas Förderndes, etwas von den Entstehekräften in seinen Organismus hineingeschickt haben.
[ 11 ] But now—and this becomes evident when the facts of the subconscious are truly experienced by the soul—not only does this connection exist, but because this connection exists, a continuous effect is exerted on the entire constitution of the human being, so that there are certain feelings, certain sensations that flow down into the subconscious, and by evoking certain forms of the blood’s thermal energy, certain states of the breath force and the etheric body, they either have a stimulating effect on the organism or inhibit the entire life process, so that through what flows down into the subconscious, something is always arising or passing away within the human being. A person either draws upon life forces or adds to them through what they send down from their conscious state into the subconscious states. And if a person takes pleasure in or even merely tolerates a lie they commit—not feeling revulsion, which is the normal reaction to a lie, but instead being casual about lying or even taking pleasure in it—then the emotional response to the lie is sent down into the subconscious. That which enters the subconscious here impairs blood circulation, respiratory function, and the powers of the etheric body; and the consequence of this is that, with regard to all that remains to the person when they pass through the gate of death, they have, through what has just been described, impoverished themselves, become weaker in strength, and allowed something within them to die that would have come alive had the person felt revulsion, a sense of revulsion toward the lie, for this is the normal feeling toward it. For if the feelings of revulsion toward the lie had been brought to the fore, this would have transferred itself to the forces described here, and the human being would have sent something life-sustaining, something of the creative forces, into his organism.
[ 12 ] So sehen wir also, wie in der Tat der Mensch dadurch, daß von seinem Oberbewußtsein, von seinem gewöhnlichen Bewußtsein fortwährend Dinge, Kräfte abgegeben werden an sein Unterbewußtsein, aus diesem Unterbewußtsein heraus zunächst an seinem Entstehen und Vergehen arbeitet. Der Mensch ist allerdings, so wie er heute ist, noch nicht mächtig genug, um auch von der Seele aus sozusagen andere Glieder seines Organismus als gerade nur die Blutzirkulation und Atemverfassung und den Ätherleib zu verderben; er kann nicht auch die gröberen und festeren Teile seines physischen Organismus damit verderben. Der Mensch ist sozusagen nur in bezug auf einen Teil seiner gesamten Organisation in der Lage, sich zu verderben. Besonders deutlich aber tritt das, was da verdorben wird, dann hervor, wenn dasjenige, was übrigbleibt vom Ätherleib — denn der Ätherleib steht in fortwährendem Zusammenhang mit der Wärmekraft des Blutes und der Atemverfassung —, in dieser Weise beeinflußt worden ist: Dann verkümmert es durch schlechte Gefühle. Es bekommt aber in sich befruchtende, verstärkende, befördernde Kräfte durch gute, normale, echte Gefühle. Wir können also sagen, daß der Mensch durch das, was sich in seinem Unterbewußtsein abspielt, unmittelbar an Entstehen und Vergehen, das heißt, an dem realen Geschehen, an der Wirklichkeit seines Organismus arbeitet, daß er untertaucht von der Region der Ohnmacht des gewöhnlichen Bewußtseins in jene Region, wo etwas entsteht und vergeht in der eigenen Seele und dadurch in der Gesamtorganisation des Menschen.
[ 12 ] We can thus see how, in fact, human beings—through the constant flow of things and forces from their higher consciousness, from their ordinary consciousness, into their subconscious—work, starting from this subconscious, on their own coming into being and passing away. However, as he is today, the human being is not yet powerful enough to corrupt, so to speak, other parts of his organism from the soul—beyond merely the blood circulation, the respiratory system, and the etheric body; he cannot also corrupt the coarser and more solid parts of his physical organism in this way. The human being is, so to speak, only capable of corrupting himself in relation to a part of his entire organism. What is corrupted, however, becomes particularly evident when what remains of the etheric body—for the etheric body is in constant connection with the heat energy of the blood and the respiratory system—has been influenced in this way: then it withers away due to negative emotions. But it receives within itself fertilizing, strengthening, and promoting forces through good, normal, genuine feelings. We can therefore say that through what takes place in his subconscious, the human being works directly on the arising and passing away—that is, on the actual events, on the reality of his organism—that he descends from the region of the powerlessness of ordinary consciousness into that region where something arises and passes away in his own soul and thereby in the entire organization of the human being.
[ 13 ] Nun haben wir gesehen, wie dadurch, daß das Unterbewußtsein mehr oder weniger für unsere Seele erlebbar wird, etwas gewußt wird von ihm, es auch Einfluß erhält auf eine Welt, die, wenn wir einen Ausdruck gebrauchen, der durch das ganze Mittelalter hindurch gebraucht worden ist für diese Welt, genannt werden kann die elementarische Welt. Nun kann der Mensch nicht direkt in irgendeine Beziehung treten zu dieser elementarischen Welt, sondern nur auf dem Umweg, daß er zunächst in sich selbst diese Erlebnisse hat, die als Wirkungen des Unterbewußtseins sich auf den Organismus ergeben. Wenn aber der Mensch eine Zeitlang so sich selber kennengelernt hat, daß er weiß: wenn du dieses fühlst, dieses oder jenes hinunterschickst von dem, wie du dich benimmst, in dein Unterbewußtsein, da zerstörst du gewisse Dinge und verkümmerst sie; wenn du andere Dinge erlebst und hinunterschickst gewisse Miterlebnisse davon, dann förderst du dich, wenn der Mensch dieses Auf- und Abwogen von zerstörenden und fördernden Kräften in sich selber erlebt eine Zeitlang, dann wird er an Selbsterkenntnis immer reifer und reifer. Das ist eigentlich die wahre Selbsterkenntnis. Vergleichen läßt sie sich eigentlich nur mit einem Bild, das man etwa in folgender Weise gewinnt. Man gewinnt nämlich auf diese Weise eine Selbsterkenntnis, die wirklich so ist, wie wenn wir durch eine Lüge und durch ein nicht richtiges Empfinden gegenüber einer Lüge, wenn sie in unseren Trieben aufsteigt, sogleich herbeiführen würden, daß uns ein Skorpion eine Zehe abbeißt. Man kann überzeugt sein, daß beim Wahrnehmen einer solchen realen Wirkung die Menschen weniger lügen würden, als sie estun. Wenn also unmittelbar in der physischen Welt herbeigeführt würde eine Verstümmelung unseres physischen Organismus, so wäre so etwas ein Vergleich mit dem, was nun wirklich geschieht in bezug auf das, was man gewöhnlich nicht wahrnimmt, durch das, was ins Unterbewußtsein von diesen täglichen Erlebnissen hinuntergeschickt wird. Was von einer lässigen Empfindung einer Lüge gegenüber hinuntergeschickt wird, das ist so, daß es uns etwas abbeißt, etwas wegnimmt, was wir dann nicht mehr haben, wodurch wir verkümmert sind, was wir uns erst dann im weiteren Karma wieder aneignen müssen. Und wenn wir eine richtige Empfindung hinuntersenden in das Unterbewußtsein — es ist natürlich eine tausendfältige Skala der Empfindungen zu denken, die also hinuntertauchen können —, dann wachsen wir an uns selber, bilden uns neue Lebenskräfte in unseren Organismus hinein. Dieses Zuschauen seinem Entstehen und Vergehen, das ist es, was bei einer wirklichen Selbsterkenntnis zunächst im Menschen auftritt.
[ 13 ] We have now seen how, as the subconscious becomes more or less accessible to our soul—that is, as we come to know something of it—it also exerts an influence on a world which, to use a term that was employed throughout the Middle Ages to describe this realm, can be called the elemental world. Now, human beings cannot enter into any direct relationship with this elemental world, but only indirectly, by first having these experiences within themselves, which arise in the organism as effects of the subconscious. But once a person has come to know themselves well enough to realize: when you feel this, and send this or that aspect of your behavior down into your subconscious, you destroy certain things and cause them to wither away; if you experience other things and send down certain co-experiences of them, then you nurture yourself; when a person experiences this interplay of destructive and nurturing forces within themselves for a time, then they become ever more mature in self-knowledge. That is actually true self-knowledge. It can really only be compared to an image that one might gain in the following way. For in this way one gains a self-knowledge that is truly as if, through a lie and through an incorrect perception of a lie when it rises in our instincts, we were to immediately bring about a scorpion biting off one of our toes. One can be convinced that, upon perceiving such a real effect, people would lie less than they do now. If, then, a mutilation of our physical organism were to be brought about directly in the physical world, such a thing would be comparable to what actually happens with regard to what is usually not perceived—through what is sent down into the subconscious from these daily experiences. What is sent down from a casual perception of a lie is such that it chips away at us, takes something away from us that we then no longer have, causing us to wither, which we must then reacquire in future karma. And when we send a true sensation down into the subconscious—there is, of course, a thousandfold scale of sensations to consider that can thus sink down—then we grow within ourselves, building new life forces into our organism. This observing of its arising and passing away is what first occurs in a person in the process of true self-knowledge.
[ 14 ] Nun ist mir gesagt worden, daß nicht gut verstanden worden sei vorgestern, wie man unterscheiden könne eine wirkliche Vision oder Imagination, die einem Objektiven angehört, von dem, was bloß sich in den Raum hinausstellt und unserem Subjektiven angehört. Ja, man kann nicht sagen: Schreibe dir diese oder jene Regel auf, dann wirst du unterscheiden können, — solche Regeln gibt es nicht, sondern man lernt das nach und nach durch die Entwickelung. Und richtig unterscheiden zwischen dem, was nur uns selber angehört, und dem, was als äußere Vision einer wirklichen Wesenheit angehört, kann man erst dann, wenn man das durchgemacht hat, daß man das fortwährende Angefressenwerden durch tötende unterbewußte Vorgänge an sich erfahren hat. Dann ist man mit einer gewissen Sicherheit ausgestattet. Dann tritt aber auch das ein, daß man immer bewirken kann, daß man sich einer Vision oder Imagination gegenüberstellt und sich sagt: Kannst du durch die Kraft deines geistigen Schauens durchschauen? — Bleibt die Vision stehen, wenn man die aktive Kraft des Hinschauens entwickelt, so entspricht sie einer objektiven Tatsache; löscht die aktive Kraft des Hinschauens die Vision aus, dann gehört sie nur uns selber an.
[ 14 ] Now, I have been told that it was not well understood the day before yesterday how one can distinguish a true vision or imagination—which belongs to the objective—from that which merely projects itself into space and belongs to our subjective realm. Yes, one cannot say: Write down this or that rule, and then you will be able to distinguish—such rules do not exist; rather, one learns this gradually through development. And one can only truly distinguish between what belongs solely to ourselves and what, as an external vision, belongs to a real entity once one has gone through the experience of being constantly gnawed at by deadly subconscious processes. Then one is endowed with a certain degree of certainty. But then this also happens: one can always bring about a situation where one confronts a vision or imagination and asks oneself: Can you see through it by the power of your spiritual vision? — If the vision remains when one develops the active power of looking, it corresponds to an objective fact; if the active power of looking extinguishes the vision, then it belongs only to ourselves.
[ 15 ] So kann ein Mensch, der in dieser Beziehung nicht achtgibt, meinetwillen tausend und aber tausend Bilder von der Akasha-Chronik vor sich haben; wenn er die Prüfung nicht anstellt, ob es ausgelöscht wird oder nicht bei einem absolut aktiven Hinschauen, dann gelten die Akasha-Bilder, die noch so sehr Tatsachen erzählen können, nur so, daß wir sie ansehen können als Bilder für das eigene Innere. Und es könnte geschehen — ich sage, es könnte geschehen —, daß irgend jemand nichts anderes schaut als sein eigenes Inneres und daß dieses sich projiziert in ganz dramatischen Bildern, die er ausgedehnt denkt meinetwillen durch die ganze atlantische Welt, durch Generationen von Menschenentwicklung hindurch. Das braucht unter Umständen nichts anderes zu sein, wenn es mit noch so scheinbarer Objektivität auftritt, als nur ein Hinausprojizieren des eigenen Inneren.
[ 15 ] Thus, a person who is not careful in this regard may, for my sake, have a thousand and a thousand images from the Akashic Records before them; if they do not test whether these images are erased or not upon absolutely active observation, then the Akashic images—no matter how much they may recount facts—are valid only insofar as we can regard them as images of our own inner self. And it could happen—I say, it could happen—that someone sees nothing but their own inner self, and that this projects itself in highly dramatic images, which they, for my sake, imagine extending throughout the entire Atlantean world, through generations of human development. Under certain circumstances, this need not be anything other than a projection of one’s own inner self, even if it appears with the greatest possible objectivity.
[ 16 ] Nun, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, dann tritt in ihm unter allen Umständen das ein, daß die Hindernisse nicht mehr da sind, durch welche Subjektives, das in ihm lebt, zur objektiven Vision oder Imagination wird. Im gewöhnlichen gegenwärtigen Menschenleben wird ja das, was der Mensch innerlich, unterbewußt, erlebt, was er hinunterschickt in sein Unterbewußtsein, nicht immer Vision und Imagination. Imagination wird es bei regelrechter Schulung, Vision bei atavistischer Hellsichtigkeit. Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, dann wird das gesamte Innere sofort eine objektive Welt, dann ist es da. Und Kamaloka ist im wesentlichen nichts anderes als eine Welt, die um uns herum aufgebaut ist aus dem, was in unserer eigenen Seele erlebt wird; erst im Devachan wird es geradezu umgekehrt. So können wir leicht einsehen, daß das, was ich in bezugauf Wirksamkeit der in den Visionen, Imaginationen, Inspirationen und Ahnungen vorhandenen Sympathie und Antipathie gesagt habe, unter allen Umständen wirkt auf die objektive elementarische Welt. Ich habe gesagt: Bei dem Menschen, der im Physischen verkörpert ist, wirkt nur das, was er bis zur Vision und Imagination bringt, auf diese elementarische Welt. Bei dem Toten wirken die Kräfte, die im Unterbewußtsein vorhanden waren und die dann auch mitgenommen werden, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist, immer in die elementarische Welt hinein. — So daß alles das, was der Mensch erlebt, nach dem Tode in die elementarische Welt durchaus hineinspielt. Mit derselben Sicherheit, mit der Sie Wellen erregen in einem Fluß, wenn Sie ihn peitschen, pflanzen sich die Erlebnisse des Toten in der Elementarwelt weiter fort; mit derselben Sicherheit, mit der sich die Wellen fortpflanzen um den Punkt, den Sie peitschen in einer Wasserfläche. Oder sie pflanzen sich mit derselben Sicherheit fort in die elementarische Welt hinein, mit der sich eine Luftströmung fortpflanzt. Daher ist die elementarische Welt fortwährend erfüllt von dem, was erregt wird in dieser elementarischen Welt durch das, was Menschen sich aus ihrem Unterbewußtsein mitnehmen, wenn sie durch die Pforte des Todes schreiten. Es handelt sich daher auch immer nur darum, daß wir in die Lage kommen, Bedingungen herbeizuführen, die Dinge in der elementarischen Welt zu sehen, wahrzunehmen. Der Hellsichtige ist so, daß man sich ihm gegenüber gar nicht zu verwundern braucht, wenn er die Dinge, die in der elementarischen Welt vorkommen, in der richtigen Weise als Wirkungen der Toten rekognosziert. Aber man kann, wie Sie sehen werden, bis in die physische Welt hinein — allerdings unter gewissen Voraussetzungen — diese Wirkungen der Erlebnisse der Toten verfolgen, die sich ja zunächst in der elementarischen Welt ausleben. Wenn nämlich der Hellseher selber alles das, was ich beschrieben habe, durchgemacht hat in der elementarischen Welt, dann gelangt er nach einer gewissen Zeit dazu, merkwürdige Erlebnisse haben zu können. Nehmen wir an, ein Hellseher mache folgenden Gang durch: Zunächst kann er, sagen wir eine Rose ansehen. Er sieht sich diese Rose mit dem physischen Auge an. Wenn sie der Hellseher so ansieht, so bekommt er einen sinnlichen Eindruck. Nehmen wir nun ferner an, der Hellseher habe sich dazu erzogen, der roten Farbe gegenüber ein ganz bestimmtes Gefühl zu empfinden. Das ist notwendig, sonst geht die Sache nicht weiter. Ohne daß man an Farben und Tönen ganz bestimmte Gefühlsnuancen erlebt, geht dieses Hellsehen, das auf äußere Gegenstände gerichtet ist, nicht weiter. Nehmen wir an, er legt die Rose beiseite. Dann würde, wenn er kein Hellseher wäre, das Gefühl untergetaucht sein in das Unterbewußtsein und wäre da unten, würde arbeiten an seiner Gesundung oder Erkrankung. Wenn er aber ein Hellseher ist, so wird er nun wahrnehmen, wie die Imagination der Rose in seinem Unterbewußstsein wirkt, das heißt, er wird eine Imagination von der Rose haben. Er wird zugleich wahrnehmen, wie das zerstörend oder fördernd wirkt auf seinen Ätherleib oder physischen Leib. Wenn er die Imagination nun hat, so wird er dadurch eine Anziehungskraft ausüben können auf diejenige Wesenheit, die wir die Gruppenseele der Rose nennen können. Er wird also die Gruppenseele der Rose, insoferne sie als diese in der elementarischen Welt drinnen lebt, sehen. Wenn aber der Hellseher nun noch weitergeht — also ausgegangen ist vom Anblick der Rose, die Rose weggegeben hat und den inneren Vorgang verfolgt des Hingegebenseins an die Rose und der Wirkungen daraus, und dazu gekommen ist, etwas zu sehen von der Rose in der elementarischen Welt —, so sieht er an der Stelle, wo die Rose ihm erschien, eine Art von ganz wunderbar leuchtendem Bild, das der elementarischen Welt angehört. Dann aber, wenn man den Vorgang bis hierher verfolgt hat, dann tritt etwas ein. Man kann absehen von dem, was man vor sich hat, man kann sich selber befehlen: Sieh das mit deiner inneren Schauung nicht, was du wie ein in die Welt hinausgehendes lebendiges Ätherwesen hast! Dann tritt das Eigentümliche auf, daß der Hellseher etwas sieht, was durch sein Auge geht und was ihm zeigt, wie die Kräfte wirken, die aus dem Ätherleib des Menschen heraus das Auge aufbauen. Er sieht diejenigen Kräfte, die zu den aufbauenden Kräften seines eigenen physischen Leibes gehören. Er sieht geradezu sein physisches Auge, wie er sonst einen äußeren Gegenstand sieht. Das ist in der Tat etwas, was auftreten kann. Man kann den Weg machen von dem äußeren Gegenstand bis zu dem Punkt, wo man in sonst absolut dunklem Raum — man darf keine andere Sinneswahrnehmung in sich einlassen — das wahrnimmt, wie das Auge ausschaut in einem geistigen Bild. Man sieht sein inneres Organ selber. Dann ist man nämlich in diese Region hieher gekommen, und diese Region ist das, was in Wahrheit das Schaffende in der physischen Welt ist. Die schöpferische physische Welt, man nimmt sie zuerst wahr, indem man wahrnimmt seine eigene physische Organisation. Man macht also den Weg zu sich selber wieder zurück. Was hat denn in unser Auge solche Kräfte hineingeschickt, daß wir förmlich unser Auge so sehen, als wenn Lichtstrahlen ausgehen, die ganz eigentlich dem Wesen des Sehens erst entsprechen? — Dann sehen wir das Auge in einer Art von gelbem Schein begrenzt; wir sehen das Auge in uns selber eingeschlossen. Das hat bewirkt der ganze Verlauf der Kräfte, die endlich den Menschen bis hierher gebracht haben.
[ 16 ] Now, once a person has passed through the gate of death, what inevitably occurs within them is that the obstacles through which the subjective life within them becomes objective vision or imagination are no longer present. In ordinary present-day human life, what a person experiences inwardly, subconsciously—what they send down into their subconscious—does not always become vision and imagination. It becomes imagination through proper training, and vision through atavistic clairvoyance. When a person has passed through the gate of death, the entire inner world immediately becomes an objective world; it is simply there. And Kamaloka is essentially nothing other than a world built up around us from what is experienced in our own soul; only in Devachan does the situation become virtually reversed. Thus we can easily see that what I have said regarding the effectiveness of the sympathy and antipathy present in visions, imaginations, inspirations, and intuitions acts under all circumstances upon the objective elemental world. I have said: In the case of the human being embodied in the physical world, only that which he brings to the level of vision and imagination affects this elemental world. In the case of the dead, the forces that were present in the subconscious—and which are then carried along when the human being has passed through the gate of death—always affect the elemental world. — So that everything a person experiences plays a role in the elemental world after death. With the same certainty with which you create ripples in a river when you splash it, the experiences of the deceased propagate themselves in the elemental world; with the same certainty with which the ripples propagate around the point where you splash in a body of water. Or they propagate into the elemental world with the same certainty with which an air current propagates. Therefore, the elemental world is constantly filled with what is stirred up in this elemental world by what people carry with them from their subconscious when they pass through the gate of death. It is therefore always simply a matter of our being able to create the conditions to see and perceive things in the elemental world. The clairvoyant is such that one need not be at all surprised when he correctly recognizes the things that occur in the elemental world as the effects of the dead. But, as you will see, one can trace these effects of the experiences of the dead—which initially play out in the elemental world—all the way into the physical world, albeit under certain conditions. For when the clairvoyant has personally undergone everything I have described in the elemental world, he eventually comes to have remarkable experiences. Let us assume that a clairvoyant goes through the following process: First, he can, say, look at a rose. He looks at this rose with his physical eye. When the clairvoyant looks at it in this way, he receives a sensory impression. Let us further assume that the clairvoyant has trained himself to feel a very specific emotion when faced with the color red. This is necessary; otherwise, the process cannot proceed. Without experiencing very specific emotional nuances in response to colors and tones, this clairvoyance—which is directed toward external objects—cannot proceed. Let us assume he sets the rose aside. Then, if he were not a clairvoyant, the feeling would have sunk into the subconscious and would be working there on his health or illness. But if he is a clairvoyant, he will now perceive how the image of the rose works in his subconscious; that is, he will have an image of the rose. At the same time, he will perceive how this has a destructive or beneficial effect on his etheric body or physical body. Once he has this mental image, he will thereby be able to exert a force of attraction upon the entity we might call the group soul of the rose. He will thus see the group soul of the rose, insofar as it lives as such within the elemental world. But if the clairvoyant now goes even further—that is, has moved beyond the sight of the rose, has let go of the rose, and has followed the inner process of devotion to the rose and the effects arising from it, and has come to see something of the rose in the elemental world— then he sees, at the spot where the rose appeared to him, a kind of wonderfully luminous image that belongs to the elemental world. But then, once one has followed the process this far, something occurs. One can look away from what is before one; one can command oneself: Do not see with your inner vision what you have as a living etheric being going out into the world! Then the peculiar thing occurs that the clairvoyant sees something passing through his eye and showing him how the forces act that build up the eye from the human etheric body. He sees those forces that belong to the building forces of his own physical body. He literally sees his physical eye just as he would otherwise see an external object. This is indeed something that can occur. One can make the journey from the external object to the point where, in an otherwise absolutely dark space—one must not allow any other sensory perception to enter—one perceives how the eye appears in a spiritual image. One sees one’s own inner organ. For one has then come into this region, and this region is what is truly the creative force in the physical world. The creative physical world is first perceived by perceiving one’s own physical organization. One thus makes the journey back to oneself. What, then, has sent such forces into our eye that we literally see our eye as if rays of light were emanating from it, which actually correspond to the very essence of seeing? — Then we see the eye bounded by a kind of yellow glow; we see the eye enclosed within ourselves. This is the result of the entire course of forces that have finally brought humanity this far.
[ 17 ] Denselben Verlauf nehmen nun Kräfte, welche von einem Toten ausgehen können. Der Tote nimmt den Inhalt seines Unterbewußtseins in die Welt mit, die er durchlebt, nachdem er durchgeschritten ist durch die Pforte des Todes. So wie wir hineinkommen in unser eigenes physisches Auge, so kommen die Kräfte, welche der Tote aussendet, aus der elementarischen Welt zurück in die physische Welt. Der Tote erlebt vielleicht eine besondere Sehnsucht nach irgendeinem Menschen, den er zurückgelassen hat. Diese besondere Sehnsucht ist zunächst im Unterbewußtsein. Sie wird sogleich zu einer lebendigen Vision, durch diese wirkt er auf die elementarische Welt. In der elementarischen Welt wird das, was hier bloß lebendige Vision ist, zugleich zur Kraft. Diese Kraft nimmt den Weg, der ja angegeben ist durch die Sehnsucht nach dem Lebenden, und wenn die Möglichkeit vorhanden ist, so poltert es in der physischen Welt, in der Nähe des Lebenden: diese hören irgendwelche Poltertöne oder dergleichen, die sie durchaus so wahrnehmen, wie sie irgendeine physische Sache wahrnehmen. Gerade diese Dinge, die von einem solchen Zusammenhange herrühren, würden viel mehr Menschen überhaupt in der Welt wahrnehmen als gewöhnlich, wenn die Menschen nur achtgeben würden auf die Zeiten, die am günstigsten sind solchen Einwirkungen. Die günstigsten Zeiten dafür sind die des Einschlafens und Aufwachens. Und eigentlich geben die Menschen nur nicht darauf acht, aber solche Menschen kann es eigentlich gar nicht geben, die noch niemals Kundgebungen aus der übersinnlichen Welt in den Übergängen zwischen Einschlafen und Aufwachen wahrgenommen haben wie irgendwelche Poltertöne bis hin zu Worten.
[ 17 ] The same process now applies to forces that may emanate from a deceased person. The deceased takes the contents of their subconscious into the world they experience after passing through the gate of death. Just as we enter our own physical eye, so the forces that the deceased sends out return from the elemental world into the physical world. The deceased may experience a particular longing for someone they have left behind. This particular longing is initially in the subconscious. It immediately becomes a living vision, through which they influence the elemental world. In the elemental world, what is here merely a living vision simultaneously becomes a force. This force takes the path indicated by the longing for the living, and if the opportunity arises, it rumbles in the physical world, near the living: they hear rumbling sounds or the like, which they perceive just as they would perceive any physical object. It is precisely these things, which arise from such a connection, that far more people in the world would perceive at all than is usually the case, if only people would pay attention to the times that are most favorable for such influences. The most favorable times for this are when falling asleep and waking up. And actually, people simply do not pay attention to it, but there cannot really be any people who have never perceived manifestations from the supersensible world during the transitions between falling asleep and waking up, such as rumbling sounds or even words.
[ 18 ] Das wollte ich Ihnen heute andeuten aus dem Grunde, weil ich eben zeigen wollte in wirklicher Realität, wie der Zusammenhang ist zwischen dem Menschen und der Welt. Machtlos und wie ohne realen Zusammenhang mit dieser Sinneswelt selber ist das, was der Mensch im gewöhnlichen Bewußtsein von einer objektiven Sinneswelt hat. Aber sobald das, was der Mensch erlebt, hinuntergeht ins Unterbewußtsein, wird gleich ein Zusammenhang hergestellt mit Realitäten. Die Ohnmacht des vorherigen Bewußtseins geht in eine feine Magie über. Und wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, befreit ist vom physischen Leib, so sind seine Erlebnisse so, daß sie in eine elementarische Welt hineinspielen und unter günstigen Verhältnissen bis in die physische Welt hineinwirken und da auch von dem gewöhnlichen Bewußtsein wahrgenommen werden können.
[ 18 ] I wanted to point this out to you today because I wanted to show, in concrete reality, what the connection is between the human being and the world. What the human being perceives as an objective sensory world in ordinary consciousness is powerless and seems to have no real connection to this sensory world itself. But as soon as what a person experiences sinks into the subconscious, a connection with reality is immediately established. The powerlessness of the previous consciousness gives way to a subtle magic. And when a person has passed through the gate of death, freed from the physical body, their experiences are such that they play a role in an elemental world and, under favorable conditions, exert an influence even into the physical world, where they can also be perceived by ordinary consciousness.
[ 19 ] Ich habe Ihnen den einfachsten Fall angegeben, der stattfinden kann, weil man doch einmal beim einfachsten Fall anfangen muß. Selbstverständlich werden wir im Laufe der Zeit — wie wir uns immer Zeit gelassen haben, das, was wir zu wissen brauchen, nach und nach zu erarbeiten — auch zu komplizierteren Dingen übergehen, die uns sozusagen in die intimeren Zusammenhänge zwischen Welt und Menschen führen können.
[ 19 ] I have given you the simplest case that can occur, because one must start with the simplest case. Of course, over time—just as we have always taken our time to gradually work out what we need to know—we will also move on to more complicated matters that can lead us, so to speak, into the more intimate connections between the world and human beings.
