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Erfahrungen des Übersinnlichen
Die drei Wege der Seele zu Christus
GA 143

27 Februar 1912, München

6. Verborgene Kräfte des Seelenlebens

[ 1 ] Wir haben in diesen Tagen mancherlei von dem Vorhandensein verborgener Seelentiefen gesprochen, und es ist unter allen Umständen gut, wenn wir gerade in bezug auf dieses Thema uns noch mit allerlei Dingen beschäftigen, welche dem Schüler der Geisteswissenschaft nützlich sein können zu wissen. Im ganzen muß man sagen, daß eigentlich eine volle Aufklärung über diese Dinge nur möglich ist, wenn man sie herausarbeiten kann aus dem, was in der Geisteswissenschaft zunächst gegeben wird.

[ 2 ] Nun haben wir ja alles das, was man die Gliederung des Menschen nennen könnte, von den verschiedensten Gesichtspunkten aus verfolgt. Es wird daher jedem leicht möglich sein, das, was von einem anderen Gesichtspunkt aus dann erscheint, wenn wir in die verborgenen Seelentiefen ein wenig hindeuten wollen, auf das Richtige zu beziehen im Hinblick auf die Gliederung des Menschen, wie wir sie kennen aus der mehr oder weniger elementaren Darstellung der spirituellen Weltanschauung.

[ 3 ] Das ist wiederholt gesagt worden in diesen Tagen, daß man alles das, was unsere Vorstellungen, unsere Wahrnehmungen, unsere Willensimpulse, unsere Gefühle und Empfindungen umfaßt, also kurz, alles das, was sich abspielt in unserer Seele in dem normalen Seelenzustand vom Aufwachen bis zum Einschlafen, nennen kann eben die Tätigkeiten, die Eigentümlichkeiten, die Kräfte des gewöhnlichen Bewußtseins. Nun wollen wir einmal alles das, was in dieses gewöhnliche menschliche Bewußtsein hineinfällt, also alles das, was der Mensch weiß, fühlt, will vom Aufwachen bis zum Einschlafen, dadurch darstellen, daß wir es in diese zwei Parallellinien (a; b) einfassen (siehe Zeichnung S. 100).

[ 4 ] Nicht wahr, es gehört ja dann in dieses Gebiet der beiden Parallellinien sowohl unser Vorstellen wie auch ein jegliches Wahrnehmen. Also wenn wir uns in Korrespondenz versetzen durch unsere Sinne mit der Außenwelt und uns dadurch in allen möglichen Sinneseindrücken ein Bild der Außenwelt verschaffen noch im Zusammenhang, in Berührung mit der Außenwelt, so gehört das auch zu unserem gewöhnlichen Bewußtsein. Es gehören aber auch dazu alle unsere Gefühle und Willensimpulse, kurz, alles das, was unser gewöhnliches Bewußtsein umfaßt. Man möchte sagen, es gehört in diese Sphäre, die da dargestellt wird durch diese Parallellinien, alles das, worüber das normale Seelenleben im Alltag Auskunft zu geben vermag.

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[ 5 ] Nun handelt es sich darum, daß wir ganz genau wissen, daß dieses sogenannte normale Seelenleben darauf angewiesen ist, sich der Werkzeuge des physischen Leibes zu bedienen, also aller der Werkzeuge, die die Sinne und das Nervensystem umfassen. Wenn wir diesen zwei Parallellinien zwei andere gegenüberstellen, so können wir sagen: Es entsprechen in unserem physischen Organismus die Sinnesorgane und das Nervensystem demjenigen, was wir nennen können Werkzeuge für dieses Bewußtsein, Sinnesorgane vorzugsweise, aber auch in einem gewissen Grade das Nervensystem.

[ 6 ] Unter der Schwelle dieses gewöhnlichen Bewußtseins liegt nun alles das, was wir bezeichnen können als die verborgenen Seiten des Seelenlebens oder aber auch als das Unterbewußtsein. Wir werden eine gute Vorstellung von alledem bekommen, was in diesem Unterbewußtsein sozusagen eingebettet ist, wenn wir uns erinnern, daß sich der Mensch durch die geistige Schulung aneignet Imagination, Inspiration, Intuition. So daß wir also, wie wir Vorstellungen, Gefühle und Willensimpulse in das gewöhnliche Bewußtsein versetzen, in das Unterbewußtsein zu versetzen haben Imagination, Inspiration und Intuition. Wir wissen aber auch, daß ein Arbeiten des Unterbewußtseins nicht nur dann eintritt, wenn eine solche geistige Schulung vorhanden ist, sondern daß es auch eintreten kann wie ein altes Erbstück eines ursprünglichen, eines primitiven menschlichen Bewußtseinszustandes, wie ein Atavismus. Da treten diejenigen Dinge auf, die wir als Visionen bezeichnen; und Visionen bei dem — wir können es so nennen — naiven Bewußtsein, beim primitiven Bewußtsein, entsprechen den schulgerecht ausgearbeiteten Imaginationen. Es treten auf Ahnungen; die wären primitive Inspirationen. Wir können gleich an einem bedeutsamen Beispiel anführen, welches der Unterschied zwischen einer Inspiration und einer Ahnung ist.

[ 7 ] Wir haben ja schon öfter dessen Erwähnung getan, daß im Laufe des 20. Jahrhunderts innerhalb der menschlichen Entwickelung das eintritt, was man eine Art geistige Wiederkunft des Christus nennen kann, und daß es eine Anzahl von Personen geben wird, welche das Hereinarbeiten des Christus in unsere Welt vom astralischen Plan herunter in einer ätherischen Gestalt erleben. Man kann sich eine Erkenntnis von dieser Tatsache dadurch verschaffen, daß man durch regelrechte Schulung eben erkennt, wie der Gang der Entwickelung ist, und sozusagen in regelrechter Schulung dahin kommt, einzusehen, daß sich das so im 20. Jahrhundert zutragen müsse. Es können aber auch durchaus, wie es ja in unserer Gegenwart vielfach vorkommt, Persönlichkeiten da oder dort mit einem natürlichen primitiven Hellsehen begabt werden, welche sozusagen eine Art von dunkler Inspiration, die wir eben eine Ahnung nennen, von dem Herannahen des Christus haben werden. Vielleicht würden solche Persönlichkeiten nicht genau Bescheid wissen um das, worum es sich handelt; aber selbst eine so wichtige Inspiration kann durchaus in der Form einer Ahnung auftreten. — Es kann sich nun für das primitive Bewußtsein etwas ergeben, was nicht bei dem Ahnungs- oder visionären Charakter stehenbleibt. Die Vision ist das Hineinstellen irgendeines Bildes für einen geistigen Vorgang. Wenn zum Beispiel irgend jemand einen Menschen verloren hat, so daß dessen Ich durch die Pforte des Todes gegangen ist, nunmehr in der geistigen Welt verweilt, und eine Art Verbindung sich herstellt zwischen diesem und dem in dieser Welt Lebenden, so kann vielleicht der in dieser Welt Lebende durchaus nicht richtig wissen, was der Tote von ihm will, kann eine falsche Vorstellung von dem haben, was der Tote dort in seiner Seele erlebt. Aber die Tatsache, daß überhaupt ein solcher Zusammenhang da ist, stellt sich in einer Vision dar, die als Bild falsch, aber auf der richtigen Tatsache begründet sein kann, daß der Tote mit dem Lebenden eine Verbindung herstellen will. Das macht sich als Ahnung geltend. So daß der, der Ahnungen hat, sozusagen gewisse Dinge weiß, entweder für die Vergangenheit oder für die Zukunft, die im normalen Bewußtseinszustand nicht erreichbar sind. Wenn aber irgend etwas sich vor die menschliche Seele hinstellt in einer deutlichen Wahrnehmung, nicht bloß als eine Vision, die unter Umständen auch falsch sein kann, sondern als eine deutliche Wahrnehmung — sei es irgendein Vorgang in der Sinneswelt hier oder auf einem solchen Gebiet, daß man mit gewöhnlichen Sinnen die Sache nicht sehen kann, sei es ein Vorgang der übersinnlichen Welt —, so bezeichnet man eine solche Erscheinung im Okkultismus mit einem bestimmten Wort: man spricht dann von der Deuteroskopie oder dem zweiten Gesicht. Damit aber habe ich Ihnen nur geschildert, was — sei es als Erreichbares in regelrechter Schulung, sei es wie eine natürliche Hellsichtigkeit auftretend — im Bewußtsein, wohl im Unterbewußtsein, aber eben in der menschlichen Seele selber vorgeht.

[ 8 ] Nun unterscheidet sich aber alles, was hier in der menschlichen Seele selber vorgeht, wenn wir von dem Unterbewußtsein im Gegensatz zum gewöhnlichen Bewußtsein sprechen, ganz beträchtlich von all den Vorgängen des gewöhnlichen Bewußitseins. Die Vorgänge des gewöhnlichen Bewußtseins sind gegenüber all dem, worauf sie sich eigentlich beziehen, wirklich so, daß man — ich möchte sagen andeutend und eben so glimpflich als man es in einem öffentlichen Vortrag sagen kann — von der Ohnmacht des gewöhnlichen Bewußtseins reden kann. Das Auge sieht eine Rose; aber dieses Auge, das an sich zwar so sich verhält, daß in uns die Vorstellung der Rose entsteht, ist für das gewöhnliche Bewußtsein mit all seiner Wahrnehmung und der Vorstellung von der Rose gegenüber dem Wachsen und dem Entstehen und Vergehen der Rose ja ganz machtlos. Die Rose wächst und vergeht durch ihre Naturkräfte, aber das Auge vermag nichts, solange nur das gewöhnliche Bewußtsein wirkt, als die unmittelbare Gegenwart zu fassen; nur diese ist seiner Wahrnehmung zugänglich. So ist es nun nicht bei den Tatsachen des Unterbewußtseins. Und das ist das, was wir zunächst festhalten müssen, denn es ist außerordentlich wichtig. Wenn wir durch unser Auge im normalen Sehen irgend etwas wahrnehmen, Farbenbilder oder sonst irgend etwas, so können wir nicht nur nichts ändern durch das Wahrnehmen selber an dem objektiven Tatbestand, sondern etwas anderes tritt sogar auf, wenn das Sehen ein normales ist: Wenn nicht irgend etwas anderes gegenüber dem Auge auftritt als das bloße Sehen, so bleibt auch durch das Sehen das Auge unverändert. Erst wenn wir über die Grenze hinausgehen vom normalen Licht zum blendenden, verletzen wir das Auge. So daß wir sagen können: In den Tatsachen des normalen Bewußtseins wirken wir nicht einmal, wenn wir in diesen verharren, auf uns selbst zurück. Unser Organismus ist eben so konstruiert, daß durch die Tatsachen des gewöhnlichen Bewußtseins auch nicht in uns selber gewöhnlich Veränderungen hervorgerufen werden.

[ 9 ] Anders ist es mit dem, was im Unterbewußtsein auftritt. Nehmen wir einmal an, wir bilden uns eine Imagination, oder wir haben eine Vision. Nun nehmen wir an, diese Imagination oder Vision entspreche einem guten Wesen. Dieses gute Wesen ist dann nicht in der physisch-sinnlichen Welt, sondern es ist in der übersinnlichen Welt, und wir wollen jetzt die Welt, in der dann die Wesen sind, die wir etwa wahrnehmen durch eine Imagination oder Vision, zwischen diese zwei Parallellinien hineingerückt denken (siehe Schema SS. 100). In dieser Welt, die wir uns hier hineingerückt denken, wollen wir suchen alles das, was Gegenstand, Wahrnehmung, Objekt werden kann für das Unterbewußtsein. Wir wollen zunächst noch nichts hineinschreiben in diesen Raum. Aber wenn wir irgend etwas, was in dieser Welt ist als ein schlechtes, als ein dämonisches Wesen, im imaginären Bild oder in der Vision vorstellen, so ist es nicht so, daß wir zunächst in bezug auf dieses Wesen selber so machtlos sind, wie das Auge machtlos ist gegenüber der Rose. Wenn wir bei einer Imagination oder Vision eines schlechten Wesens das Gefühl entwickeln, es soll von uns weichen, und wir tun dies bei der vollständig klaren, visionären, imaginativen Vorstellung, so muß das Wesen, das in dieser Welt ist, tatsächlich fühlen, wie wenn es mit einer Kraft von uns hinweggeschoben würde. Ebenso ist es, wenn wir von einem guten Wesen eine entsprechende Imagination oder Vision haben. Auch da ist es so, daß wir, wenn wir ein Gefühl der Sympathie entwickeln, dieses Wesen in der Tat die Kraft in sich verspürt, an uns heranzukommen, sich mit uns zu verbinden. Alle Wesen, welche irgendwie in dieser Welt wohnen, spüren unsere Anziehungsoder Abstoßungskräfte, wenn wir Visionen von ihnen entwickeln. So daß wir also mit unserem Unterbewußtsein in einer ähnlichen Lage sind, wie etwa das Auge wäre, wenn es nicht nur eine Rose sehen könnte, sondern durch das einfache Sehen die Begierde entwickeln könnte, daß diese Rose ihm naht, und es diese Rose an sich heranziehen könnte; oder wenn das Auge etwas Ekelhaftes sieht, es nicht nur zudem Urteil kommen könnte: dieses ist ekelhaft —, sondern dieses Ekelhafte entfernen könnte durch die bloße Antipathie. Mit einer Welt also steht das Unterbewußstsein in Berührung, auf welche Sympathie und Antipathie, die in der menschlichen Seele Platz greifen, wirken können. Das ist notwendig, daß wir uns dieses durchaus einmal vor die Seele führen. Nun aber wirken die Sympathie und Antipathie, wirken überhaupt die Impulse, welche im Unterbewußtsein sind, nicht etwa bloß in der angedeuteten Weise auf diese Welt, sondern sie wirken auf das, was vor allen Dingen in uns selber darinnen ist und was wir nun als einen Teil des menschlichen Ätherleibes — aber nicht nur als einen Teil des menschlichen Ätherleibes, sondern sogar als gewisse Kräfte des physischen Leibes — eingeschlossen denken müssen innerhalb dieser beiden Parallellinien: Innerhalb dieser beiden Parallellinien müssen wir uns nämlich dasjenige denken, was im Menschen lebt erstens als diejenige Kraft, welche das menschliche Blut durchpulst, das heißt die Wärmekraft des Blutes, und dann noch eine andere Kraft, die da liegt in unserem mehr oder weniger durch unseren ganzen Organismus bedingten gesunden oder krankhaften Atem, also die mehr oder weniger gesunde Atemkraft, wir können sagen: die Verfassung der Atemkraft. Ferner gehört zu alledem, worauf das Unterbewußtsein in uns selber wirkt, ein großer Teil dessen, was man den menschlichen Ätherleib zu nennen hat. In uns selber also wirkt unser Unterbewußtsein oder wirken die verborgenen Kräfte des Seelenlebens; in uns selbst wirken sie so, daß beeinflußt wird unsere Blutwärme, und da von unserer Blutwärme abhängig ist die ganze Pulsation, die Lebhaftigkeit oder Trägheit unserer Blutzirkulation, so können Sie einsehen, daß mit unserem Unterbewußtsein in gewisser Weise zusammenhängen muß unsere ganze Blutzirkulation. Ob ein Mensch eine schnellere oder langsamere Blutzirkulation hat, das hängt im wesentlichen mit den Kräften seines Unterbewußtseins zusammen.

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[ 10 ] Wenn nun die Wirkung auf alles das, was da draußen in der Weltliegt an dämonischen oder guten Wesen, nur dann auftritt, wenn der Mensch Visionen oder Imaginationen oder sonstiges Wahrnehmen im Unterbewußtsein mit einer gewissen Deutlichkeit hat, wenn dar» nur durch Sympathie oder Antipathie gewisse Kräfte wie magisch wirksam werden in dieser Welt, so ist dieses deutliche Uns-vor-die-Seele-Treten im Unterbewußtsein nicht notwendig für die Wirkung auf das Innere unseres eigenen Organismus, das in dem besteht, was hier aufgeschrieben worden ist. Ob der Mensch nun weiß oder nicht, welche Imaginationen entsprechen würden dieser oder jener Sympathie in ihm: diese Sympathie wirkt auf seine Blutzirkulation, auf sein Atemsystem, auf seinen Ätherleib ein. Nehmen wir also an, irgendein Mensch würde geneigt sein, eine gewisse Zeit hindurch nur Empfindungen des Ekelerregenden zu haben: er würde, wenn er visionär wäre oder imaginativer Erkenner wäre, gewisse Visionen oder Imaginationen, so wie das vorgestern geschildert worden ist, als Wahrnehmungen des eigenen Wesens vor sich haben. Das würde zwar hinausprojiziert sein in den Raum, aber es würde doch nur seiner eigenen Welt angehören. Es würden solche Visionen und Imaginationen das darstellen, was als Kräfte der Ekelgefühle in ihm lebt. Aber auch wenn der Mensch nicht in dieser Weise Selbsterkenntnis üben kann, sondern wenn er einfach solche Ekelgefühle hat, wenn sie in ihm leben, so wirken sie auf ihn selber. Sie wirken so, daß sie tatsächlich die Wärmekraft seines Blutes und auch seine Atemkraft beeinflussen. So daß es in der Tat der Fall ist — wenn wir jetzt zu einer andern Sache übergehen -, daß ein Mensch mehr oder weniger gesunden Atem hat, je nachdem er diese oder jene Gefühle in seinem Unterbewußtsein erlebt, daß er eine mehr oder weniger gesunde Blutzirkulation hat, je nachdem er diese oder jene Dinge in seinem Unterbewußtsein erlebt. Und namentlich ist die Tätigkeit des Ätherleibes, sind alle Vorgänge in ihm abhängig von der Gefühlswelt, die in einem Menschen lebt.

[ 11 ] Nun aber — und das zeigt sich, wenn die Tatsachen des Unterbewußtseins wirklich von der Seele erlebt werden — ist nicht nur dieser Zusammenhang da, sondern dadurch, daß dieser Zusammenhang da ist, wird auf die gesamte Verfassung des Menschen fortwährend eine Wirkung ausgeübt, so daß es gewisse Gefühle, gewisse Empfindungen gibt, die ins Unterbewußtsein hinabspielen und dadurch, daß sie bestimmte Formen der Wärmekraft des Blutes, bestimmte Verfassungen der Atemkraft und des Ätherleibes hervorrufen, entweder fördernd auf den Organismus einwirken, oder das ganze Leben hemmen, so daß durch das, was in das Unterbewußtsein hinabspielt, beim Menschen immer etwas entsteht oder vergeht. Der Mensch nimmt sich entweder Lebenskräfte, oder er fügt sich solche hinzu durch das, was er hinunterschickt aus seinem Bewußtseinszustand in die unterbewußten Zustände. Und wenn der Mensch Wohlgefallen oder auch nur Nachsicht hat gegenüber einer Lüge, die er begeht, nicht Abscheu hat, was das normale Gefühl gegenüber der Lüge ist, sondern in bezug auf das Lügen lässig ist oder sogar Wohlgefallen daran hat, so wird dasjenige, was Gefühlszusatz ist gegenüber dem, was man lügt, hinuntergeschickt in das Unterbewußtsein. Das, was hier in das Unterbewußtsein geht, das verdirbt die Blutzirkulation, die Atemverfassung und die Kräfte des Ätherleibes; und die Folge davon ist, daß der Mensch in bezug auf alles das, was ihm bleibt, wenn er durch die Pforte des Todes geht, sich durch dieses, was eben geschildert worden ist, verkümmert macht, daß er ärmer geworden ist an Kräften, daß etwas in ihm erstorben ist, was aufgelebt wäre, wenn der Mensch Abscheu, Ekelgefühl gehabt haben würde vor der Lüge, weil dies das normale Gefühl ihr gegenüber ist. Denn würde hinuntergetaucht sein das, was Abscheugefühle sind gegenüber der Lüge, so würde sich das übertragen haben auf die Kräfte, die hier verzeichnet sind, und der Mensch würde etwas Förderndes, etwas von den Entstehekräften in seinen Organismus hineingeschickt haben.

[ 12 ] So sehen wir also, wie in der Tat der Mensch dadurch, daß von seinem Oberbewußtsein, von seinem gewöhnlichen Bewußtsein fortwährend Dinge, Kräfte abgegeben werden an sein Unterbewußtsein, aus diesem Unterbewußtsein heraus zunächst an seinem Entstehen und Vergehen arbeitet. Der Mensch ist allerdings, so wie er heute ist, noch nicht mächtig genug, um auch von der Seele aus sozusagen andere Glieder seines Organismus als gerade nur die Blutzirkulation und Atemverfassung und den Ätherleib zu verderben; er kann nicht auch die gröberen und festeren Teile seines physischen Organismus damit verderben. Der Mensch ist sozusagen nur in bezug auf einen Teil seiner gesamten Organisation in der Lage, sich zu verderben. Besonders deutlich aber tritt das, was da verdorben wird, dann hervor, wenn dasjenige, was übrigbleibt vom Ätherleib — denn der Ätherleib steht in fortwährendem Zusammenhang mit der Wärmekraft des Blutes und der Atemverfassung —, in dieser Weise beeinflußt worden ist: Dann verkümmert es durch schlechte Gefühle. Es bekommt aber in sich befruchtende, verstärkende, befördernde Kräfte durch gute, normale, echte Gefühle. Wir können also sagen, daß der Mensch durch das, was sich in seinem Unterbewußtsein abspielt, unmittelbar an Entstehen und Vergehen, das heißt, an dem realen Geschehen, an der Wirklichkeit seines Organismus arbeitet, daß er untertaucht von der Region der Ohnmacht des gewöhnlichen Bewußtseins in jene Region, wo etwas entsteht und vergeht in der eigenen Seele und dadurch in der Gesamtorganisation des Menschen.

[ 13 ] Nun haben wir gesehen, wie dadurch, daß das Unterbewußtsein mehr oder weniger für unsere Seele erlebbar wird, etwas gewußt wird von ihm, es auch Einfluß erhält auf eine Welt, die, wenn wir einen Ausdruck gebrauchen, der durch das ganze Mittelalter hindurch gebraucht worden ist für diese Welt, genannt werden kann die elementarische Welt. Nun kann der Mensch nicht direkt in irgendeine Beziehung treten zu dieser elementarischen Welt, sondern nur auf dem Umweg, daß er zunächst in sich selbst diese Erlebnisse hat, die als Wirkungen des Unterbewußtseins sich auf den Organismus ergeben. Wenn aber der Mensch eine Zeitlang so sich selber kennengelernt hat, daß er weiß: wenn du dieses fühlst, dieses oder jenes hinunterschickst von dem, wie du dich benimmst, in dein Unterbewußtsein, da zerstörst du gewisse Dinge und verkümmerst sie; wenn du andere Dinge erlebst und hinunterschickst gewisse Miterlebnisse davon, dann förderst du dich, wenn der Mensch dieses Auf- und Abwogen von zerstörenden und fördernden Kräften in sich selber erlebt eine Zeitlang, dann wird er an Selbsterkenntnis immer reifer und reifer. Das ist eigentlich die wahre Selbsterkenntnis. Vergleichen läßt sie sich eigentlich nur mit einem Bild, das man etwa in folgender Weise gewinnt. Man gewinnt nämlich auf diese Weise eine Selbsterkenntnis, die wirklich so ist, wie wenn wir durch eine Lüge und durch ein nicht richtiges Empfinden gegenüber einer Lüge, wenn sie in unseren Trieben aufsteigt, sogleich herbeiführen würden, daß uns ein Skorpion eine Zehe abbeißt. Man kann überzeugt sein, daß beim Wahrnehmen einer solchen realen Wirkung die Menschen weniger lügen würden, als sie estun. Wenn also unmittelbar in der physischen Welt herbeigeführt würde eine Verstümmelung unseres physischen Organismus, so wäre so etwas ein Vergleich mit dem, was nun wirklich geschieht in bezug auf das, was man gewöhnlich nicht wahrnimmt, durch das, was ins Unterbewußtsein von diesen täglichen Erlebnissen hinuntergeschickt wird. Was von einer lässigen Empfindung einer Lüge gegenüber hinuntergeschickt wird, das ist so, daß es uns etwas abbeißt, etwas wegnimmt, was wir dann nicht mehr haben, wodurch wir verkümmert sind, was wir uns erst dann im weiteren Karma wieder aneignen müssen. Und wenn wir eine richtige Empfindung hinuntersenden in das Unterbewußtsein — es ist natürlich eine tausendfältige Skala der Empfindungen zu denken, die also hinuntertauchen können —, dann wachsen wir an uns selber, bilden uns neue Lebenskräfte in unseren Organismus hinein. Dieses Zuschauen seinem Entstehen und Vergehen, das ist es, was bei einer wirklichen Selbsterkenntnis zunächst im Menschen auftritt.

[ 14 ] Nun ist mir gesagt worden, daß nicht gut verstanden worden sei vorgestern, wie man unterscheiden könne eine wirkliche Vision oder Imagination, die einem Objektiven angehört, von dem, was bloß sich in den Raum hinausstellt und unserem Subjektiven angehört. Ja, man kann nicht sagen: Schreibe dir diese oder jene Regel auf, dann wirst du unterscheiden können, — solche Regeln gibt es nicht, sondern man lernt das nach und nach durch die Entwickelung. Und richtig unterscheiden zwischen dem, was nur uns selber angehört, und dem, was als äußere Vision einer wirklichen Wesenheit angehört, kann man erst dann, wenn man das durchgemacht hat, daß man das fortwährende Angefressenwerden durch tötende unterbewußte Vorgänge an sich erfahren hat. Dann ist man mit einer gewissen Sicherheit ausgestattet. Dann tritt aber auch das ein, daß man immer bewirken kann, daß man sich einer Vision oder Imagination gegenüberstellt und sich sagt: Kannst du durch die Kraft deines geistigen Schauens durchschauen? — Bleibt die Vision stehen, wenn man die aktive Kraft des Hinschauens entwickelt, so entspricht sie einer objektiven Tatsache; löscht die aktive Kraft des Hinschauens die Vision aus, dann gehört sie nur uns selber an.

[ 15 ] So kann ein Mensch, der in dieser Beziehung nicht achtgibt, meinetwillen tausend und aber tausend Bilder von der Akasha-Chronik vor sich haben; wenn er die Prüfung nicht anstellt, ob es ausgelöscht wird oder nicht bei einem absolut aktiven Hinschauen, dann gelten die Akasha-Bilder, die noch so sehr Tatsachen erzählen können, nur so, daß wir sie ansehen können als Bilder für das eigene Innere. Und es könnte geschehen — ich sage, es könnte geschehen —, daß irgend jemand nichts anderes schaut als sein eigenes Inneres und daß dieses sich projiziert in ganz dramatischen Bildern, die er ausgedehnt denkt meinetwillen durch die ganze atlantische Welt, durch Generationen von Menschenentwicklung hindurch. Das braucht unter Umständen nichts anderes zu sein, wenn es mit noch so scheinbarer Objektivität auftritt, als nur ein Hinausprojizieren des eigenen Inneren.

[ 16 ] Nun, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, dann tritt in ihm unter allen Umständen das ein, daß die Hindernisse nicht mehr da sind, durch welche Subjektives, das in ihm lebt, zur objektiven Vision oder Imagination wird. Im gewöhnlichen gegenwärtigen Menschenleben wird ja das, was der Mensch innerlich, unterbewußt, erlebt, was er hinunterschickt in sein Unterbewußtsein, nicht immer Vision und Imagination. Imagination wird es bei regelrechter Schulung, Vision bei atavistischer Hellsichtigkeit. Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, dann wird das gesamte Innere sofort eine objektive Welt, dann ist es da. Und Kamaloka ist im wesentlichen nichts anderes als eine Welt, die um uns herum aufgebaut ist aus dem, was in unserer eigenen Seele erlebt wird; erst im Devachan wird es geradezu umgekehrt. So können wir leicht einsehen, daß das, was ich in bezugauf Wirksamkeit der in den Visionen, Imaginationen, Inspirationen und Ahnungen vorhandenen Sympathie und Antipathie gesagt habe, unter allen Umständen wirkt auf die objektive elementarische Welt. Ich habe gesagt: Bei dem Menschen, der im Physischen verkörpert ist, wirkt nur das, was er bis zur Vision und Imagination bringt, auf diese elementarische Welt. Bei dem Toten wirken die Kräfte, die im Unterbewußtsein vorhanden waren und die dann auch mitgenommen werden, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist, immer in die elementarische Welt hinein. — So daß alles das, was der Mensch erlebt, nach dem Tode in die elementarische Welt durchaus hineinspielt. Mit derselben Sicherheit, mit der Sie Wellen erregen in einem Fluß, wenn Sie ihn peitschen, pflanzen sich die Erlebnisse des Toten in der Elementarwelt weiter fort; mit derselben Sicherheit, mit der sich die Wellen fortpflanzen um den Punkt, den Sie peitschen in einer Wasserfläche. Oder sie pflanzen sich mit derselben Sicherheit fort in die elementarische Welt hinein, mit der sich eine Luftströmung fortpflanzt. Daher ist die elementarische Welt fortwährend erfüllt von dem, was erregt wird in dieser elementarischen Welt durch das, was Menschen sich aus ihrem Unterbewußtsein mitnehmen, wenn sie durch die Pforte des Todes schreiten. Es handelt sich daher auch immer nur darum, daß wir in die Lage kommen, Bedingungen herbeizuführen, die Dinge in der elementarischen Welt zu sehen, wahrzunehmen. Der Hellsichtige ist so, daß man sich ihm gegenüber gar nicht zu verwundern braucht, wenn er die Dinge, die in der elementarischen Welt vorkommen, in der richtigen Weise als Wirkungen der Toten rekognosziert. Aber man kann, wie Sie sehen werden, bis in die physische Welt hinein — allerdings unter gewissen Voraussetzungen — diese Wirkungen der Erlebnisse der Toten verfolgen, die sich ja zunächst in der elementarischen Welt ausleben. Wenn nämlich der Hellseher selber alles das, was ich beschrieben habe, durchgemacht hat in der elementarischen Welt, dann gelangt er nach einer gewissen Zeit dazu, merkwürdige Erlebnisse haben zu können. Nehmen wir an, ein Hellseher mache folgenden Gang durch: Zunächst kann er, sagen wir eine Rose ansehen. Er sieht sich diese Rose mit dem physischen Auge an. Wenn sie der Hellseher so ansieht, so bekommt er einen sinnlichen Eindruck. Nehmen wir nun ferner an, der Hellseher habe sich dazu erzogen, der roten Farbe gegenüber ein ganz bestimmtes Gefühl zu empfinden. Das ist notwendig, sonst geht die Sache nicht weiter. Ohne daß man an Farben und Tönen ganz bestimmte Gefühlsnuancen erlebt, geht dieses Hellsehen, das auf äußere Gegenstände gerichtet ist, nicht weiter. Nehmen wir an, er legt die Rose beiseite. Dann würde, wenn er kein Hellseher wäre, das Gefühl untergetaucht sein in das Unterbewußtsein und wäre da unten, würde arbeiten an seiner Gesundung oder Erkrankung. Wenn er aber ein Hellseher ist, so wird er nun wahrnehmen, wie die Imagination der Rose in seinem Unterbewußstsein wirkt, das heißt, er wird eine Imagination von der Rose haben. Er wird zugleich wahrnehmen, wie das zerstörend oder fördernd wirkt auf seinen Ätherleib oder physischen Leib. Wenn er die Imagination nun hat, so wird er dadurch eine Anziehungskraft ausüben können auf diejenige Wesenheit, die wir die Gruppenseele der Rose nennen können. Er wird also die Gruppenseele der Rose, insoferne sie als diese in der elementarischen Welt drinnen lebt, sehen. Wenn aber der Hellseher nun noch weitergeht — also ausgegangen ist vom Anblick der Rose, die Rose weggegeben hat und den inneren Vorgang verfolgt des Hingegebenseins an die Rose und der Wirkungen daraus, und dazu gekommen ist, etwas zu sehen von der Rose in der elementarischen Welt —, so sieht er an der Stelle, wo die Rose ihm erschien, eine Art von ganz wunderbar leuchtendem Bild, das der elementarischen Welt angehört. Dann aber, wenn man den Vorgang bis hierher verfolgt hat, dann tritt etwas ein. Man kann absehen von dem, was man vor sich hat, man kann sich selber befehlen: Sieh das mit deiner inneren Schauung nicht, was du wie ein in die Welt hinausgehendes lebendiges Ätherwesen hast! Dann tritt das Eigentümliche auf, daß der Hellseher etwas sieht, was durch sein Auge geht und was ihm zeigt, wie die Kräfte wirken, die aus dem Ätherleib des Menschen heraus das Auge aufbauen. Er sieht diejenigen Kräfte, die zu den aufbauenden Kräften seines eigenen physischen Leibes gehören. Er sieht geradezu sein physisches Auge, wie er sonst einen äußeren Gegenstand sieht. Das ist in der Tat etwas, was auftreten kann. Man kann den Weg machen von dem äußeren Gegenstand bis zu dem Punkt, wo man in sonst absolut dunklem Raum — man darf keine andere Sinneswahrnehmung in sich einlassen — das wahrnimmt, wie das Auge ausschaut in einem geistigen Bild. Man sieht sein inneres Organ selber. Dann ist man nämlich in diese Region hieher gekommen, und diese Region ist das, was in Wahrheit das Schaffende in der physischen Welt ist. Die schöpferische physische Welt, man nimmt sie zuerst wahr, indem man wahrnimmt seine eigene physische Organisation. Man macht also den Weg zu sich selber wieder zurück. Was hat denn in unser Auge solche Kräfte hineingeschickt, daß wir förmlich unser Auge so sehen, als wenn Lichtstrahlen ausgehen, die ganz eigentlich dem Wesen des Sehens erst entsprechen? — Dann sehen wir das Auge in einer Art von gelbem Schein begrenzt; wir sehen das Auge in uns selber eingeschlossen. Das hat bewirkt der ganze Verlauf der Kräfte, die endlich den Menschen bis hierher gebracht haben.

[ 17 ] Denselben Verlauf nehmen nun Kräfte, welche von einem Toten ausgehen können. Der Tote nimmt den Inhalt seines Unterbewußtseins in die Welt mit, die er durchlebt, nachdem er durchgeschritten ist durch die Pforte des Todes. So wie wir hineinkommen in unser eigenes physisches Auge, so kommen die Kräfte, welche der Tote aussendet, aus der elementarischen Welt zurück in die physische Welt. Der Tote erlebt vielleicht eine besondere Sehnsucht nach irgendeinem Menschen, den er zurückgelassen hat. Diese besondere Sehnsucht ist zunächst im Unterbewußtsein. Sie wird sogleich zu einer lebendigen Vision, durch diese wirkt er auf die elementarische Welt. In der elementarischen Welt wird das, was hier bloß lebendige Vision ist, zugleich zur Kraft. Diese Kraft nimmt den Weg, der ja angegeben ist durch die Sehnsucht nach dem Lebenden, und wenn die Möglichkeit vorhanden ist, so poltert es in der physischen Welt, in der Nähe des Lebenden: diese hören irgendwelche Poltertöne oder dergleichen, die sie durchaus so wahrnehmen, wie sie irgendeine physische Sache wahrnehmen. Gerade diese Dinge, die von einem solchen Zusammenhange herrühren, würden viel mehr Menschen überhaupt in der Welt wahrnehmen als gewöhnlich, wenn die Menschen nur achtgeben würden auf die Zeiten, die am günstigsten sind solchen Einwirkungen. Die günstigsten Zeiten dafür sind die des Einschlafens und Aufwachens. Und eigentlich geben die Menschen nur nicht darauf acht, aber solche Menschen kann es eigentlich gar nicht geben, die noch niemals Kundgebungen aus der übersinnlichen Welt in den Übergängen zwischen Einschlafen und Aufwachen wahrgenommen haben wie irgendwelche Poltertöne bis hin zu Worten.

[ 18 ] Das wollte ich Ihnen heute andeuten aus dem Grunde, weil ich eben zeigen wollte in wirklicher Realität, wie der Zusammenhang ist zwischen dem Menschen und der Welt. Machtlos und wie ohne realen Zusammenhang mit dieser Sinneswelt selber ist das, was der Mensch im gewöhnlichen Bewußtsein von einer objektiven Sinneswelt hat. Aber sobald das, was der Mensch erlebt, hinuntergeht ins Unterbewußtsein, wird gleich ein Zusammenhang hergestellt mit Realitäten. Die Ohnmacht des vorherigen Bewußtseins geht in eine feine Magie über. Und wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, befreit ist vom physischen Leib, so sind seine Erlebnisse so, daß sie in eine elementarische Welt hineinspielen und unter günstigen Verhältnissen bis in die physische Welt hineinwirken und da auch von dem gewöhnlichen Bewußtsein wahrgenommen werden können.

[ 19 ] Ich habe Ihnen den einfachsten Fall angegeben, der stattfinden kann, weil man doch einmal beim einfachsten Fall anfangen muß. Selbstverständlich werden wir im Laufe der Zeit — wie wir uns immer Zeit gelassen haben, das, was wir zu wissen brauchen, nach und nach zu erarbeiten — auch zu komplizierteren Dingen übergehen, die uns sozusagen in die intimeren Zusammenhänge zwischen Welt und Menschen führen können.